am 6. September 2026 fanden die Wahlen zum Landtag in Sachsen-Anhalt statt. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung bedanken, die durch ihren Einsatz für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben. Lediglich in Elster (Elbe) kam es zu einem Polizeieinsatz, als die in fast allen Wahllokalen präsenten „Beobachter“ der AfD vermuteten, dass Briefwahlunterlagen bei Seite geschafft werden sollten. Hierbei handelte es sich jedoch um Unterlagen des Fernsehsenders ZDF, der für seine Wahlprognosen Befragungen bei den Wählern durchgeführt hatte. Hoffen wir, dass wir den mit großer Mehrheit auch in unserer Stadt gewählten Vertretern der AfD im Landtag für ihre Arbeit mehr Vertrauen schenken können, als sie uns entgegengebracht haben, damit es in unserem Bundesland vorwärts geht.
Die Wahlbeteiligung erreichte in unserer Stadt einen neuen Rekord von 82,3 %. Dabei entfielen auf die AfD 44,3 % der Zweitstimmen. Bei den Erststimmen erhielt der Direktkandidat Andreas Best 45,4 % und ist damit der direkte Ansprechpartner für den Wahlkreis Wittenberg/Zahna-Elster. Wir als Kommunen sind selbstverständlich bereit, mit jeder Partei zusammen zu arbeiten, sofern sie die freiheitlich-demokratische Grundordnung einhält und die Interessen unserer Einwohner vertritt und für eine auskömmliche Finanzierung der kommunalen Aufgaben sorgt. Getreu dem Slogan „Alles ist möglich“, werden wir die Arbeit der neuen Landesregierung wie bisher genau beobachten. Wichtig für die Kommunen ist, dass es bald eine regierungsfähige Mehrheit im Landtag gibt und sie ihre Arbeit aufnehmen kann. Stillstand bedeutet Rückschritt. Was alles möglich ist, wird die Zukunft zeigen.
Kommen wir nun zum Tätigkeitsbericht aus dem Stadtgebiet Zahna-Elster. Abgeschlossen wurde mit einigen Wochen Verspätung die Sanierung der Toilettenanlage in der Grundschule in Zahna. Notwendige Folgearbeiten, wie die malermäßige Instandsetzung der angrenzenden Flurbereiche, erfolgen durch eigene technische Kräfte in den kommenden Wochen. Für den Umbau der Grundschule in Mühlanger zur behindertengerechten Einrichtung inklusive der Schaffung neuer Räumlichkeiten für die Hortbetreuung ist der Baustart in den Herbstferien vorgesehen. Der grundhafte Ausbau der Ernst-Thälmann-Straße in Zahna liegt leicht hinter dem vorgegebenen Zeitplan zurück. Ursachen sind zahlreiche Leitungsverlegungen sowie Behinderungen durch feuchte Stellen im Erdbereich. Vorausgesetzt, dass es keine größeren witterungsbedingten Ausfallzeiten in den Wochen bis zum Jahresende geben wird, ist der bauausführende Betrieb optimistisch, die Straße über die Wintermonate wieder befahrbar zu machen. Drei weitere unbefestigte Straßen sind im Stadtgebiet mit dem Tränkverfahren Ende August/Anfang September saniert worden. In Zahna waren das die Straßen Am Feldweg und der Rosenweg sowie in Klebitz die Schönefelder Straße. Weitere Verbesserungen im Bereich der unbefestigten Straßen sind für 2027 vorgesehen.
Für den Neubau der Feuerwehr- und Rettungswache in Zahna sind jetzt die letzten fehlenden Unterlagen fertiggestellt und der Bauantrag beim Bauordnungsamt des Landkreises Wittenberg eingereicht worden. Die Vorbereitung der Fläche wird über die Wintermonate durch die Entnahme des Bewuchses erfolgen. Aufgrund der zu erwartenden Zeitschiene mit der Erteilung der Baugenehmigung und der anschließenden Ausschreibung einschließlich der Vergabe, kann mit einem Baustart frühestens im 2. Quartal 2027 gerechnet werden.
Zwischen Rahnsdorf und Klebitz sind neue Trink- und Abwasserleitungen in die Erde gebracht worden. Zur besseren Trinkwasserversorgung wurde damit ein Ringschluss bis nach Zahna hergestellt und im Bedarfsfall kann das Wasserwerk Klebitz eine Ersatzversorgung gewährleisten. Die neue Abwasserleitung wurde notwendig, da das Klärwerk in Rahnsdorf 2027 außer Betrieb genommen werden soll. Weiterhin erfolgt zurzeit die Erneuerung des Klärwerkes in Elster (Elbe). Hier investiert der WAZV „Elbe-Elster-Jessen“ in diesem und im nächsten Jahr insgesamt rund 5,6 Mio. €.
Die Deutsche Telekom wird im kommenden Jahr mit dem Ausbau des Glasfasernetzes in den Ortsteilen Leetza, Raßdorf, Zallmsdorf, Ottmannsdorf, Klebitz und Rahnsdorf beginnen. Dabei kann jedes Grundstück, sofern es vom Eigentümer/Nutzer gewünscht wird, mit einem Glasfaserdirektanschluss versorgt werden. Im Zuge der Verlegung des Glasfaserkabels sind die Hausanschlüsse kostenfrei. Es besteht keine Pflicht zur Buchung einer Leistung über die Telekom. Spätere Hausanschlüsse werden jedoch kostenpflichtig sein. Mehrere Zuwendungsbescheide sind im Berichtszeitraum zur Verbesserung der Freizeitangebote in unserem Stadtgebiet eingegangen. Zur Sanierung der sanitären Einrichtungen und der Flurbereiche im Jugendklub Zahna stehen Fördermittel in Höhe von 95.140,04 € zur Verfügung. Für die Aufwertung des öffentlichen Raumes in der Ortschaft Dietrichsdorf durch Ergänzung der Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten erhalten wir 40.306,72 € Förderung bei einer geplanten Gesamtinvestition in Höhe von 50.383,41 €. Weiterhin kann jetzt mit der Vorbereitung zur Neugestaltung des Spielplatzes in Zahna in der Külsoer Straße begonnen werden. Hier sollen bei einer Förderquote von 80 % insgesamt 185.568,83 € investiert werden. Weitere Anträge im Rahmen der LEADER-Förderung der Europäischen Union sind zur Genehmigung bei der Bewilligungsbehörde eingereicht worden bzw. einige Anträge müssen noch einmal in der nächsten Mitgliederversammlung der LAG Wittenberger Land bestätigt werden.
Der Fördermittelantrag zur grundhaften Erneuerung des Freibades in Zahna über ein Bundesprogramm zur Sanierung von Schwimmbädern wurde bei der Vergabe der Mittel leider nicht berücksichtigt. In Sachsen-Anhalt haben drei andere Städte jeweils eine Fördermittelzusage erhalten. Es ist vorgesehen, dass in diesem Jahr noch einmal ein Förderaufruf gestartet wird, bei dem weitere 333 Mio. € Bundesmittel zur Verfügung stehen werden. Wir beabsichtigen deshalb, erneut einen Antrag einzureichen, da der Umfang der Sanierungsarbeiten kostenintensiv ist und nicht mit eigenen Haushaltsmitteln gedeckt werden kann. Die diesjährige Freibadsaison war wieder einmal geprägt von zahlreichen witterungsbedingten Schließtagen, aber auch von großem Andrang an den Tagen mit sehr hohen Temperaturen. Damit das Freibad gut und pünktlich in die nächste Saison starten kann, wird bereits jetzt in die technischen Anlagen zur Wasseraufbereitung und in neue Pumpentechnik investiert. Mit der Verlegung der Grundleitungen im Außenbereich wurde bereits begonnen. Leider mussten aufgrund von inneren Schäden eine der beiden schattenspendenden Weiden ganz und die andere teilweise zurückgeschnitten werden.
Unmittelbar vor dem Erntefest in Zahna konnte am Bauermuseum eine neue Infotafel angebracht werden. Weitere sollen an der Kirche, dem Hospital und vor dem Rathaus aufgestellt werden. Außerdem ist vorgesehen, dass auf dem Rathausvorplatz zur Erinnerung an die Zeit der erfolgreichen und weltberühmten Hundezucht in Zahna ein Gedenkstein, der ebenfalls mit einer Informationstafel versehen wird, aufgestellt wird. Damit soll den durchreisenden Gästen und Besuchern der Stadt die Heimatgeschichte nähergebracht werden.
Mit gutem Beispiel voran gehen derzeit die Mitglieder des Heimatvereins „LeZaRa“. Sie geben den Bushaltestellen in Leetza einen neuen Farbanstrich und wollen außerdem die Wände im Veranstaltungssaal mit einer Holzverklei-dung aufwerten. Einen großen Teil der Kosten trägt der Verein dabei selbst. Mein Dank gilt allen fleißigen Helfern, die sich bei diesen beiden Maßnahmen engagieren.