Für Jan Holten ist das „Soziale Haus“, in der Mühlenstraße 1, weit mehr als ein altes, denkmalgeschütztes Gebäude. Es ist sein Herzensprojekt. Ein Ort, der durch Begegnung, Kreativität und Gemeinschaft lebendig werden soll. „Vertrauensvoll, wertschätzend, offen“, so beschreibt Jan die Atmosphäre hier. Diese drei Worte begleiten sein ganzes Tun.
Jan, gebürtiger Greifswalder, ist ein Mensch voller Tatenkraft und Neugier. Nach dem Abitur studierte er ab 1998 Erziehungswissenschaften, Kommunikationswissenschaften, Politikwissenschaften und ab 2004 Germanistik und Philosophie, immer auf der Suche nach neuem Wissen. Parallel entdeckte er seine Leidenschaft für das Theater: Er gründete eine eigene Gruppe, arbeitete hinter der Bühne, organisierte ein internationales Festival mit über 200 Mitwirkenden und prägte verschiedene kulturelle Projekte seiner Heimatstadt Greifswald, die ihn 2016 für sein Engagement zum Ehrenbürger ernannte.
Nach einer Weiterbildung in Theaterpädagogik arbeitete Jan zunächst freiberuflich, bevor er zum Kreisdiakonischen Werk Greifswald e.V. wechselte. Als er im Zuge seiner Arbeit erstmals nach Altentreptow kam, faszinierte ihn sofort das alte Gebäude in der Mühlenstraße. Wo andere nur die alten Mauern sahen, erkannte er Potenzial im Sozialen Haus. Gemeinsam mit Karola Stolz entwickelte er die Idee zum Projekt „Lebende Räume“. Dies meint alle Räume, in denen sozio-kulturelles Leben gestaltet werden kann und die durch jene Menschen lebendig werden, die sie nutzen.
Durch die vielen unterschiedlichen Projektaktivitäten entwickelt sich das Soziale Haus seit 2023, Schritt für Schritt, zu einem offenen Treffpunkt. Theatergruppen, Yoga-Angebote und handwerkliche Aktionen sollen hier ebenso ihren Platz finden, wie niedrigschwellige Begegnungen. Eines der ersten Projekte konnte bereits 2022 starten: Mit 30.000 Euro Fördermitteln der Postcode-Lotterie, wurde der Gemeinschaftsgarten ins Leben gerufen.
Schülerinnen und Schüler der Förderschule LeaToll, Ehrenamtliche und Klienten der Tagesstätte pflanzen dort bis heute gemeinsam Obst und Gemüse an, welches später in der hauseigenen Küche verarbeitet wird. Für Jan ist das gelebte Gemeinschaft und genau das, was das Soziale Haus ausmacht.
„Ich möchte, dass diese Räume wirklich lebendig werden“, sagt er. Das Soziale Haus soll ein Ort sein, an dem Ideen wachsen können, getragen von allen, die Lust haben, Altentreptow mitzugestalten. Die Stadt unterstützt das Projekt, vor allem im Bereich der Jugendarbeit. Für Jan ist klar: Auch junge Menschen brauchen Räume, in denen sie sich entfalten und gesehen werden. Das Soziale Haus soll genau so ein Ort sein: offen, einladend, wertschätzend.
Die „Lebenden Räume“ sind deshalb nicht nur ein Projekt, sondern Jans persönliche Vision für ein stärkeres Miteinander. Er lädt alle Altentreptowerinnen und Altentreptower ein, dieses Haus mit Leben zu füllen. Denn was hier entsteht, ist mehr als ein Treffpunkt: Es ist ein Stück Zukunft für die Stadt, inspiriert und vorangetrieben durch die Mitarbeitenden des Sozialen Hauses.
Mein Herz schlägt für Altentreptow, weil …
…in einer alten Stadt eine neu Zukunft möglich ist.
Engagement lohnt sich, weil…
…Einsamkeit dann keine Chance hat.
3 Dinge, die man in Altentreptow unbedingt gesehen haben muss:
Eine Baustelle, um die man sich kümmern muss:
Unsere Sanitäranlagen im Sozialen Haus.
Meine Bitte an die Menschen der Stadt:
Seid behutsam miteinander und glaubt an das Gute.