Der Wald Waidmannslust vor den Arbeiten
Der Wald Waidmannslust nach den Arbeiten
Die Aufforstungsarbeiten im „Wald Waidmannslust“ verlaufen planmäßig. Am 3. Dezember 2025 informierte Jan Almer, der zuständige Revierleiter, über den aktuellen Stand der Arbeiten. Demnach liegen die Maßnahmen im Zeitrahmen, sodass die Arbeiten rechtzeitig abgeschlossen werden können.
Bereits in der Novemberausgabe berichteten wir über die Aufforstungsmaßnahmen. Das Ziel war es, bis Ende des Jahres die dichten Brombeersträucher sowie kranke Bäume zu entfernen, um dem Wald eine Verjüngung zu ermöglichen und gezielt Lichtverhältnisse zu steuern. Seitdem wurden aus der Baumschule Güstrow 15.000 Jungpflanzen bezogen, die nun in sorgfältig vorbereiteten Pflanzfurchen mit einem Pflanzbohrer sowie in Handarbeit eingesetzt wurden. Eichensetzlinge, Buche, Ahorn und Weißtanne wurden gepflanzt. Jan Almer erklärte, dass alle Maßnahmen mit einer gründlichen Vorbereitung des Waldes geplant wurden, um sicherzustellen, dass die neuen Bäume an den optimalen Stellen eingesetzt werden und sich harmonisch in das Ökosystem einfügen.
Besonders die Weißtanne wird in der Forstwirtschaft als ein wertvoller Baum beschrieben, da sie positive Eigenschaften von Laub- und Nadelbäumen kombiniert, ähnlich wie Laubbäume, und zahlreiche Vorteile für die Waldbewohner und Waldeigentümer bietet. Auch Wild scheint diese Baumart zu schätzen, so Jan Almer, da ihre Knospen eine feine Kost für die Tiere darstellen.
Um sicherzustellen, dass die Jungpflanzen gut anwachsen und vor Wildverbiss geschützt sind, wurden die frisch bepflanzten Flächen eingezäunt. Die Zäune werden mindestens fünf Jahre lang stehen bleiben, um die Pflanzen vor Schäden zu bewahren.
Das bereits entnommene Alt- und Sturmholz wurde in Sägeholz und Energieholz umgewandelt.
Bei der Holzernte stellte sich jedoch heraus, dass ein Großteil des Holzbestandes von schlechter Qualität war, weshalb mehr Holz als geplant für die Energieholzproduktion verwendet werden musste. Insgesamt wurden rund 800 Festmeter Sägeholz und 800 Festmeter Energieholz gewonnen.
Nun ist abzuwarten, wie sich die neu gepflanzten Bäume in den kommenden Jahren entwickeln. Die durchgeführten forstwirtschaftlichen Maßnahmen sollen langfristig dazu beitragen, dass der Wald Waidmannslust zu einem klimastabilen und artenreichen Ökosystem wird – und dies nur zwei Kilometer südöstlich unserer Stadt. Wir bleiben weiterhin dran und informieren über den Fortschritt der Aufforstung.
Leonie Gehlen
SB Öffentlichkeitsarbeit