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Amtskurier des Amtes Treptower Tollensewinkel
Ausgabe 7/2026
Gesichter der Stadt
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Niemann Garten- und Forsttechnik: Zwei Generationen, eine Leidenschaft

Wenn Frank Niemann von Technik spricht, hört man schnell heraus, dass sie ihn schon sein ganzes Leben begleitet. Aufgewachsen auf einem Bauernhof in Altenhagen, entwickelte er früh ein Gespür für Maschinen, ihre Funktionsweise und die kleinen Details, die darüber entscheiden, ob etwas zuverlässig läuft oder eben nicht. Nach seiner Ausbildung zum Landmaschinenmechaniker und einem Fernstudium zum Diplom-Ingenieur für Landtechnik arbeitete er zunächst in der Werkstatt der LPG. Doch mit der Wende änderte sich vieles. Die Arbeit fiel weg und die Zukunft war ungewiss.

Für Frank Niemann bedeutete das jedoch nicht Stillstand, sondern Neuanfang. Aus seiner Begeisterung fürs Reparieren entstand zunächst ein kleiner Verkauf mit Werkstattservice in der Oberbaustraße. Dort sprach sich schnell herum, dass hier jemand arbeitet, der sich Zeit nimmt, genau hinsieht und lieber eine gründliche Lösung findet, als den schnellen Weg zu gehen. Die Kunden kamen wieder, empfahlen ihn weiter, und schon bald wurde der Platz zu klein.

Mitte der 90er-Jahre entstand das Geschäft im „Grüner Gang 12“, das bis heute viele Menschen in der Region kennen. Während Frank Niemann sich um Technik, Reparaturen und die Auswahl hochwertiger Produkte kümmerte, stand ihm seine Frau von Beginn an zur Seite. Um im Unternehmen mitarbeiten zu können, absolvierte sie sogar eine Umschulung zur EDV-Sachbearbeiterin im kaufmännischen Bereich. Gemeinsam bauten sie den Familienbetrieb auf, in dem Qualität und Verlässlichkeit bis heute eine zentrale Rolle spielen.

Damals wohnte die Familie noch im Haus. Zwischen Verkaufsraum, Werkstatt und Familienleben wuchsen Sohn Maik und seine Schwester auf. Für Maik wurde das Geschäft früh zum zweiten Wohnzimmer. Während andere Kinder auf dem Spielplatz unterwegs waren, interessierte er sich für Werkzeuge, Maschinen und alles, was sich auseinander- und wieder zusammenbauen ließ. Mit einem Lächeln erzählt er heute noch von den Stunden, die er zwischen altem Schrott verbrachte. Stets auf der Suche nach brauchbaren Teilen, um aus ihnen etwas Neues zu schaffen.

Trotzdem war für Frank nie entscheidend, ob sein Sohn eines Tages in den Familienbetrieb einsteigen würde. Viel wichtiger war ihm, dass seine Kinder einen Beruf finden, der ihnen Freude bereitet. Diesen Gedanken gab er ihnen von klein auf mit auf den Weg.

Maik entschied sich schließlich für eine Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechaniker. Danach zog es ihn zunächst hinaus in die Welt. Er wollte Erfahrungen sammeln, neue Orte kennenlernen und einfach einmal Abstand von der Heimat gewinnen. Einige Jahre später kehrte er nach Altentreptow zurück. Seit 2015 gehört er offiziell zum Unternehmen und bringt dort seine eigenen Ideen ein.

Während Frank für viele Kunden die Erfahrung und das technische Know-how von Jahrzehnten verkörpert, steht Maik für neue Entwicklungen und moderne Lösungen. Besonders das Thema Mähroboter hat er zu seinem Fachgebiet gemacht. Aus einem zusätzlichen Angebot wurde mit der Zeit ein wichtiger Unternehmensbereich, in dem Kunden heute auf dieselben Werte vertrauen können, die den Betrieb seit seinen Anfängen prägen: Kompetenz, Qualität und persönlichen Service.

Wer die beiden erlebt, merkt schnell, dass sie unterschiedlich sind und sich gerade deshalb so gut ergänzen. Der eine bringt die Erfahrung eines langen Berufslebens mit, der andere neue Perspektiven und frischen Wind. Verbunden werden beide durch dieselbe Haltung. Für sie endet die Verantwortung nicht mit dem Verkauf eines Geräts. Sie möchten Ansprechpartner bleiben, helfen bei Fragen, kümmern sich um Reparaturen und stehen ihren Kunden auch lange nach dem Kauf zur Seite.

Dabei betonen Vater und Sohn, dass der Erfolg des Unternehmens nicht allein auf ihren Schultern ruht. Hinter dem Familienbetrieb steht ein elfköpfiges Team, das jeden Tag dazu beiträgt, dass alles funktioniert. Ob der freundliche erste Kontakt im Verkaufsraum oder am Telefon, die sorgfältige Arbeit in der Buchhaltung oder die fachkundige Reparatur in der Werkstatt. Jeder Einzelne bringt seine Stärken ein. Über die Jahre ist daraus ein Team gewachsen, das sich kennt, aufeinander verlassen kann und gemeinsam an einem Strang zieht.

Vielleicht liegt genau darin die besondere Geschichte der Familie Niemann. Über mehr als drei Jahrzehnte hinweg ist ein Unternehmen entstanden, das nicht allein von Maschinen und Produkten lebt, sondern vor allem von Menschen. Von Menschen, die ihre Arbeit gern machen, Verantwortung übernehmen und jeden Tag aufs Neue zeigen, dass guter Service vor allem etwas mit Haltung zu tun hat.

Unser Herz schlägt für Altentreptow, weil ...

... wir hier gerne leben, uns mit der Stadt verbunden fühlen und hier unsere Heimat gefunden haben.

Engagement lohnt sich, weil ...

... es Freude macht, gemeinsam etwas zu bewegen, und man viel Wertschätzung sowie positive Erfahrungen zurückbekommt.

Drei Dinge, die man in Altentreptow gesehen haben muss:
  1. St.-Petri-Kirche
  2. Spaziergang entlang der Tollense und dem Kanal mit der schönen Natur
  3. Unser Geschäft, Grüner Gang 12
Eine Baustelle, um die man sich kümmern muss:

Die Wege und Brücken am Kanal sollten ausgebaut und verbessert werden, damit Spaziergänger und andere Nutzer sie komfortabel und sicher nutzen können.

Unsere Bitte an die Menschen der Stadt:

Nutzt die Angebote vor Ort und unterstützt regionale Unternehmen, Vereine und Veranstaltungen. Für vieles muss man nicht weit fahren, denn Altentreptow bietet bereits eine große Vielfalt. Wer lokal einkauft, seine Freizeit hier verbringt und Veranstaltungen besucht, stärkt das Leben in unserer Stadt und trägt dazu bei, dass das Angebot auch künftig erhalten bleibt.

 

 

Verfasst von
Leonie Gehlen
SB Öffentlichkeitsarbeit