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Anklam StadtZeitung
Ausgabe 2/2026
Kultur
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Land stellt 8 Millionen Euro für Theater Anklam bereit

8 Millionen Euro vom Land: Starkes Signal für das Theater Anklam

Mit der offiziellen Inaussichtstellung von bis zu acht Millionen Euro durch das Land Mecklenburg-Vorpommern ist ein entscheidender Schritt zur Sanierung des Theaters in Anklam gelungen. Finanzminister Heiko Geue und Kulturstaatssekretärin Susanne Bowen übergaben die Förderzusage vor Ort.

In der Pressemitteilung der Staatskanzlei wird das Vorpommersche Landesbühne als „wichtiger kultureller Anker in der Region“ bezeichnet. Mit der Sanierung soll der Spielbetrieb langfristig gesichert werden.

Verantwortung als Eigentümer

Eigentümer der Theaterimmobilie ist die Vorpommersche Kulturfabrik e.V.. Als Fördermittelempfänger trägt der Verein eine besondere Verantwortung.

Neben der Landesförderung ist ein Eigenanteil von rund zwei Millionen Euro aufzubringen. Dieser soll durch den Verein selbst sowie gemeinsam mit dem Landkreis Vorpommern-Greifswald und der Hansestadt Anklam abgesichert werden.

Insgesamt sind drei Bauabschnitte geplant. Die Gesamtkosten werden auf rund 15 Millionen Euro geschätzt. Mit den zugesagten Landesmitteln können die ersten beiden Bauabschnitte finanziell gesichert werden. Ziel bleibt es, auch den dritten Abschnitt in gemeinsamer Verantwortung umzusetzen.

Langjähriges Engagement zahlt sich aus

Vorsitzender Andreas Brüsch erinnerte bei der Übergabe an die langjährigen Bemühungen um eine grundlegende Sanierung. Bereits der damalige Intendant und Vereinsvorsitzende Wolfgang Bordel hatte intensive Gespräche mit der Landesregierung geführt und die Notwendigkeit der Investitionen betont.

In den vergangenen Jahren wurde das Vorhaben auf Landesebene wohlwollend begleitet – unter anderem durch den Chef der Staatskanzlei Patrick Dahlemann, den Parlamentarischen Staatssekretär Heiko Miraß sowie den direkt gewählten Landtagsabgeordneten Marcel Falk.

Fachliche Vorbereitung und moderne Anforderungen

Die Geschäftsführung der Vorpommersche Landesbühne um Anna Engel und Andreas Flick hat in den vergangenen Jahren gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Neuhaus und Partner ein umfassendes Konzept erarbeitet.

Dabei wurden sowohl Anforderungen an einen modernen Spielbetrieb als auch die Bedürfnisse von Gästen und Mitarbeitenden berücksichtigt. Von Bühnentechnik über Brandschutz und Energieeffizienz bis hin zu Besucherführung und Barrierefreiheit wurden zukunftsfähige Lösungen entwickelt.

Die Zusammenarbeit mit der Vorpommersche Kulturfabrik e.V. als Eigentümerin verlief konstruktiv und partnerschaftlich. Damit liegt nun eine belastbare Grundlage für die Umsetzung vor.

Perspektive für Mitarbeitende und Region

Anklams Bürgermeister Michael Galander betonte das Ziel eines schnellen Baubeginns, um die Arbeitsbedingungen für rund 120 Mitarbeitende nachhaltig zu verbessern. Die Investition sei nicht nur ein bauliches Projekt, sondern auch ein klares Bekenntnis zu den Menschen, die das Theater mit Leben füllen.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hob die große Bedeutung der Landesbühne für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt hervor. Die Sanierung stärke die kulturelle Identität der Region und sichere einen wichtigen Spielort.

Für den Verein als Eigentümer ist die Förderzusage damit weit mehr als eine finanzielle Unterstützung: Sie ist Anerkennung für jahrzehntelanges Engagement und zugleich Verpflichtung, das Theater Anklam als kulturellen Mittelpunkt der Region zukunftsfest aufzustellen. Mit der nun möglichen Sanierung erhält das Haus eine tragfähige Perspektive für Publikum, Ensemble und die gesamte Region.