Rene' Lembke
Sonntag, 01. März 2026 - 15.00 Uhr – Theater Anklam
Zwerg Nase
Seit es in der Feenwelt ein Gesetz gibt, wonach Kräuter nur dann Zauberkräfte besitzen, wenn sie von Menschen gepflückt wurden, hat die Fee Kräuterweis nur noch Scherereien. Nicht nur, dass sie jetzt zum Markt gehen muss, um sich mit Kräutern eindecken, nein, die Qualität war früher auch noch viel besser. Und dann muss sie sich auch noch vom frechen, kleinen Jakob anquatschen und auslachen lassen.
Doch das lässt sie nicht auf sich sitzen. Sie lockt den Jungen zu sich, um ihm eine Lektion zu erteilen. Jakob wird verwandelt und muss der Fee sieben Jahre lang als Koch dienen. Danach ist er zwar frei, wird aber von allen wegen seiner Gestalt verspottet.
Wird der junge Jakob einen Weg finden, zurückverwandelt zu werden?
Samstag, 14. März 2026 - 19.30 Uhr – Das gelbe Theater „Die Blechbüchse“, Zinnowitz
Die Blechtrommel
Noch im Mutterleib erkennt Oskar Matzerath die Welt als universales Desaster, in die er gar nicht erst hineingeboren werden möchte. Einzig die von seiner Mutter zum dritten Geburtstag versprochene Blechtrommel eröffnet ihm eine akzeptable Überlebensperspektive: ein Leben als Künstler. So beschließt Oskar mit drei Jahren, nicht mehr zu wachsen, sondern zu beobachten und zu trommeln. Aus der Froschperspektive schildert er das Aufziehen des Faschismus, verknüpft Privatgeschichte mit Zeitgeschichte.
Wir danken dem Anklamer Knabenchor unter der Leitung von Mike Hartmann, sowie Leopold Peter und Michael Rappold für die freundliche Unterstützung.
Samstag, 07. März 2026 - 19.30 Uhr – Theater Anklam
Es war die Lerche
Romeo und Julia leben – und streiten.
Was, wenn die tragischste Liebesgeschichte aller Zeiten gar kein tragisches Ende gehabt hätte? Das berühmteste Paar der Weltliteratur findet sich nicht tot in Verona, sondern lebendig in einem bürgerlichen Alltag, Jahrzehnte nach ihrem vermeintlich tragischen Ende wieder.
Romeo ist ein müder Beamter, Julia eine frustrierte Ehefrau, und Tochter Lucretia bringt frischen Wind – und reichlich Chaos – in die verstaubte Ehe. Doch dann taucht auch noch William Shakespeare höchstpersönlich auf, um sich über den eigenwilligen Fortgang seines Stücks zu beschweren…
Ein spritziger Schlagabtausch über Liebe, Alltag und Ehewahnsinn.
Samstag, 28. März 2026 - 19.30 Uhr – Das gelbe Theater „Die Blechbüchse“, Zinnowitz
Fisch zu viert
Jahr für Jahr verbringen die Brauerei-Erbinnen Charlotte, Cäcilie und Clementine zusammen mit ihrem Diener Rudolf den Sommer in ihrem märkischen Landhaus. Seit Jahren ist Rudolf den Schwestern stets zu Diensten.
Mit jeder von ihnen hat er auch zärtliche Stunden verbracht – natürlich ohne das Wissen der jeweils anderen. Alle drei haben ihm versprochen, ihn in ihren Testamenten zu bedenken. Als Rudolf jedoch vorzeitig um eine Auszahlung bittet, möchte keine der Schwestern mehr etwas davon wissen. Dies veranlasst ihn zur Drohung, sein Geheimnis zu offenbaren. Keine gute Idee! Charlotte, Cäcilie und Clementine bringen Arsen und andere todbringende Mittelchen ins Spiel…
Mittwoch, 11. März 2026 - 19.30 Uhr – Das glebe Theater „Die blechbüchse“, Zinnowitz
Donnerstag, 26. März 2026 - 15.00 Uhr – Theater Anklam
Bezahlt wird nicht
Endlose Preiserhöhungen bringen die Freundinnen Anna und Fiona mit vielen anderen Frauen dazu, sämtliche Supermärkte zu plündern und ihre Einkäufe anschließend nach Hause zu tragen, denn: “Bezahlt wird nicht!” Zu Hause haben die beiden Probleme, ihr Diebesgut zu verstecken – denn nicht nur fürchten sie die Hausdurchsuchungen der Polizei, sondern vielmehr Annas ahnungslosen und gesetzestreuen Ehemann George. So entsteht ein fulminantes Verwirrspiel voller absurder Ideen von erfundenen Schwangerschaften oder angeblich verstorbenen Polizisten …
Eine hochkomische sozialkritische Farce über explodierende Inflationsraten, Wirtschaftskrisen und Politikerlügen und das Aufbegehren eines jeden Einzelnen.
Mittwoch, 18. März 2026 - 19.30 Uhr – Das gelbe Theater „Die Blechbüchse“, Zinnowitz
Gott
Frau Gärtner hat nur noch den einen Wunsch: Sie will sterben! Ihr geliebter Ehemann ist vor Jahren an Krebs gestorben und ohnehin macht das Leben keinen Sinn mehr für sie. Ein Medikament, welches es ihr erlaubt, selbstbestimmt in den Tod zu gehen, wird verwehrt.
Jetzt soll vor dem Ethikrat grundsätzlich über ihren Fall entschieden werden. Juristische, medizinische und theologische Sachverständige streiten leidenschaftlich über die Frage: Hat der Mensch ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben? Dürfen Ärzt*innen beim Suizid helfen? Und wem gehört eigentlich unser Leben? Uns? Dem Staat? Gott?
Wie wollen wir leben? Und wie wollen wir sterben? Der Wunsch, in vertrauter Umgebung schmerzfrei aus der Welt zu scheiden – wir alle kennen ihn. Doch wie oft geht er in Erfüllung? Was dürfen wir hoffen? Wir wollen in Würde sterben. Aber Krankheiten, Unfälle, Kriege, Hunger, Verzweiflung – biologische oder äußere Anlässe können uns die Würde, die wir für die letzten Stunden erhoffen, nehmen. Was aber wäre, wenn wir selbst über das Ende unseres Lebens entscheiden könnten?
Sonntag, 15. März 2026 - 15.00 Uhr – Barther Boddenbühne
Total durchgedreht
Sonja Hoegen erwartet den Gerichtsvollzieher. Ihr Mann hat sie mit einem Haufen Schulden sitzen lassen und ist nach Brasilien abgehauen. Und obwohl sie nichts mit den Schulden zu tun hat, halten sich die Gläubiger jetzt an sie. In ihrer Kleinen Wohnung gibt es nichts von Wert, außer drei Bilder, die aber der Schwester gehören. Also bittet sie ihre Schwester vorbei zu kommen um diesen Sachverhalt dem Gerichtsvollzieher zu erklären. Das bekommt Sonjas total verrückte Tante mit, die nur Unsinn im Kopf hat.
Als der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht, ist die Schwester aber noch nicht da, dafür aber ihr überaus neugieriger Nachbar. In ihrer Not stellt sie diesen als ihren Vater vor, dem die Bilder gehören. Zunächst funktioniert die Scharade, doch dann kommt die Schwester und sagt ebenfalls, dass ihr die Bilder gehören.
Und gleich darauf erscheint die Tante. Das Chaos beginnt. Als wäre das noch nicht genug, kommt auch noch die Frau Nachbarin dazu, die nachsehen möchte, was ihr Mann so lange treibt. Als dann plötzlich noch die Polizei vor der Tür steht, ist das Chaos perfekt. Es spielt das Barther Amateurensemble.
Gastspiel: Die Herkuleskeule
Die Keulen-Zuschauer haben es so gewollt: Unser Kult-Stück “Die Erde hat eine Scheibe” kehrt – natürlich AKTUALISIERT! – im ersten Halbjahr 2026 noch einmal zurück auf den Spielplan im Kabarettkeller. Die Nachfrage nach dem bissigen Kabarett-Hit war einfach so groß, dass wir nachgeben mussten (und zugegeben, es auch irgendwie gern gemacht haben …) Also treffen sich die drei Kabarettisten BIRGIT SCHALLER, ALEXANDER PLUQUETT und PHILIPP SCHALLER nun wieder zur vermeintlich ungestörten Probe für ein neues Programm im Kleingarten des Kollegen Pluquett. Doch der hat ungefragt sozusagen ein Testpublikum eingeladen. Kultur-Dummys quasi … Und die bekommen nun einen wilden Ritt durch neue, aktuelle Nummern und die besten Szenen und Lieder der vergangenen Jahre zu sehen. Saukomisch, gegen den Strich und hochmusikalisch! Und natürlich geraten die Akteure, die durch die Vollblutmusiker JENS WAGNER und VOLKER FIEBIG unterstützt werden, in hitzigen Streit über Klimaretter, Sprachretter, Volksretter und nicht zuletzt über die wichtige Frage: Gehört eine Zucchini wirklich auf den Grill?
Mittwoch, 25. März 2026 - 19.30 Uhr – Das gelbe Theater „Die Blechbüchse“, Zinnowitz
Freitag, 27. März 2026 - 19.30 Uhr – Barther Boddenbühne
Achtsam Morden
Um seine Ehe zu stabilisieren und den wachsenden Druck zwischen Kanzlei, Familie und fragwürdigen Mandanten zu bewältigen, gerät Strafverteidiger Björn Diemel zunehmend in ein Geflecht aus beruflichen Erwartungen und moralischen Zumutungen. Die neu verordnete Achtsamkeitstherapie soll Abhilfe schaffen und ihn zu einem achtsamer geführten Alltag anleiten. Doch während Diemel versucht, die gewonnenen Einsichten konsequent umzusetzen, kollidiert die ruhige Welt der Meditationsübungen mit den unberechenbaren Dynamiken des organisierten Verbrechens, dem er sich beruflich kaum entziehen kann. Was als Versuch beginnt, Ordnung in ein überlastetes Berufs- und Privatleben zu bringen, entwickelt sich zu einer erstaunlichen, manchmal erschreckend folgerichtigen Anwendung von Achtsamkeitsprinzipien in Situationen, für die sie ursprünglich kaum gedacht waren. Zwischen Ratgeberliteratur, kriminellen Geschäftsstrukturen und einer sich rasant verdichtenden Ereigniskette entsteht ein schwarzhumoriger Spannungsraum, in dem Gelassenheit plötzlich zu einer scharf geschliffenen Waffe wird.