Wann: Dienstag, 21. April, 18 Uhr
Ort: RITZ, Peenstraße 1a
Der Eintritt ist frei.
Eine Informations- und Austauschveranstaltung zu Anklam von den Aufbaujahren bis zur Wende mit Architektin Susann Milatz und Historiker Christoph Wunnicke.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zum Zuhören, Mitreden und Austauschen!
Veranstalter: Demokratieladen Anklam/LpB MV und Hansestadt Anklam
Wie wurde Anklam nach Krieg und Zerstörung neu gedacht? Welches Menschenbild stand hinter dem Wiederaufbau? Welche Vorstellungen von Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Gemeinschaft prägten die Stadt?
Unsere Veranstaltung lädt dazu ein, den Wiederaufbau Anklams nach 1945 nicht nur als Baugeschichte, sondern vielmehr als gesellschaftliches Projekt zu betrachten. Im Zentrum steht die Frage, wie sich das sozialistische Verständnis vom „neuen Menschen“ städtebaulich niederschlug in Wohnformen, Nachbarschaften, Arbeitswegen, öffentlichen Räumen und der Organisation des Alltags.
Bereits die frühen Wiederaufbaupläne ab 1949 zeigen, wie ambitionierte Entwürfe und materielle Mängel und Notwendigkeiten ineinandergreifen. Mal in gemauerter Architektur mit historischen Zitaten, mal normiert im industriellen Wohnungsbau. Der Übergang von handwerklichen Bauten zu seriellen Bauweisen veränderte nicht nur das Stadtbild, sondern auch das soziale Leben.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für Stadtgeschichte, Architektur und das alltägliche Leben in Anklam interessieren. Vor allem aber an jene, die selbst noch Erinnerungen an bauliche Veränderungen haben und daran, wie sich das Leben durch die Entstehung von Kindergärten, Schulen, Kaufhallen, Gaststätten, Wohnblocks, Betrieben oder genossenschaftliches Bauen in den unterschiedlichen Phasen änderte.
Der Historiker Christoph Wunnicke erinnert in zwei kurzen Vorträgen an die Zeit von den 50ern bis in die 80er Jahre in Anklam. Er wird begleitet von der Architektin Susann Milatz. Die gebürtige Anklamerin ist aktuell mit der städtebaulichen Rahmenplanung für die Innenstadt beauftragt und wird einen kurzen bebilderten Rückblick und eine fachliche Einordnung geben.
Neben Erinnerungen und Geschichten von Menschen, die die diese Zeit in Anklam miterlebten, mitgestalteten und mitprägten sind die Veranstalter auch an Zeitzeugnissen aus privatem Besitz interessiert. Fotos bspw. von Richtfesten, Wohnungsbezügen, Schuleinführungen oder Einweihungen bereichern nicht nur den Abend, ggf. auch den Archivbestand des Museums am Steintor.
| Ausblick: | Anklamer Stadtgeschichte - Selbsterzählt |
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| STADT | MENSCH | BAU - Teil 2: 90er Jahre bis heute |
| Wann: | Dienstag, 1. September, 18 Uhr |
| Ort: | RITZ, Peenstraße 1a |
Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie unter: www.demokratieladen.de und www.museum-im-steintor.de.