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Anklam StadtZeitung
Ausgabe 4/2026
Kultur
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Spielplan Mai 2026 der Vorpommerschen Landesbühne

Samstag, 09. Mai 2026 – 19.30 Uhr – Das gelbe Theater „Die Blechbüchse", Zinnowitz

Die wahre Geschichte des Christoph Kolumbus

Ein leeres Versprechen, große Träume und ein Spiel, das immer größer wird: Auf der Bühne nimmt die Entdeckung Amerikas Gestalt an. Christoph Kolumbus verspricht Gold und Ruhm, ringt um Unterstützung und treibt seine Mannschaft hinaus aufs offene Meer. Hoffnung und Zweifel liegen dabei dicht beieinander – jeder Schritt nach vorne könnte ebenso gut der Anfang vom Scheitern sein.Die Reise wird zum Drahtseilakt.

Angst, Hunger und Misstrauen wachsen, doch das Spiel darf nicht abbrechen. Als endlich Land in Sicht kommt, scheint der Triumph greifbar nah. Doch die Wirklichkeit entzieht sich den Erwartungen. Aus der großen Entdeckung wird ein unruhiges Schauspiel, in dem Macht, Gier und Selbsttäuschung die Rollen übernehmen – und der vermeintliche Sieg einen bitteren Beigeschmack bekommt.

 

 

Mittwoch, 13. Mai 2026 – 19.30 Uhr – Das gelbe Theater „Die Blechbüchse", Zinnowitz

Mittwoch, 27. Mai 2026 – 19.30 Uhr – Das gelbe Theater „Die Blechbüchse", Zinnowitz

Gott

Frau Gärtner hat nur noch den einen Wunsch: Sie will sterben! Ihr geliebter Ehemann ist vor Jahren an Krebs gestorben und ohnehin macht das Leben keinen Sinn mehr für sie. Ein Medikament, welches es ihr erlaubt, selbstbestimmt in den Tod zu gehen, wird verwehrt. Jetzt soll vor dem Ethikrat grundsätzlich über ihren Fall entschieden werden. Juristische, medizinische und theologische Sachverständige streiten leidenschaftlich über die Frage: Hat der Mensch ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben? Dürfen Ärzt*innen beim Suizid helfen? Und wem gehört eigentlich unser Leben? Uns? Dem Staat? Gott? Wie wollen wir leben?

Und wie wollen wir sterben? Der Wunsch, in vertrauter Umgebung schmerzfrei aus der Welt zu scheiden – wir alle kennen ihn. Doch wie oft geht er in Erfüllung? Was dürfen wir hoffen? Wir wollen in Würde sterben.

Aber Krankheiten, Unfälle, Kriege, Hunger, Verzweiflung – biologische oder äußere Anlässe können uns die Würde, die wir für die letzten Stunden erhoffen, nehmen. Was aber wäre, wenn wir selbst über das Ende unseres Lebens entscheiden könnten?

 

 

Samstag, 16. Mai 2026 – 19.30 Uhr – Barther Boddenbühne

Samstag, 30. Mai 2026 – 19.30 Uhr – Theaterzelt Chapeau Rouge, Heringsdorf

Achtsam Morden

Um seine Ehe zu stabilisieren und den wachsenden Druck zwischen Kanzlei, Familie und fragwürdigen Mandanten zu bewältigen, gerät Strafverteidiger Björn Diemel zunehmend in ein Geflecht aus beruflichen Erwartungen und moralischen Zumutungen. Die neu verordnete Achtsamkeitstherapie soll Abhilfe schaffen und ihn zu einem achtsamer geführten Alltag anleiten. Doch während Diemel versucht, die gewonnenen Einsichten konsequent umzusetzen, kollidiert die ruhige Welt der Meditationsübungen mit den unberechenbaren Dynamiken des organisierten Verbrechens, dem er sich beruflich kaum entziehen kann.

Was als Versuch beginnt, Ordnung in ein überlastetes Berufs- und Privatleben zu bringen, entwickelt sich zu einer erstaunlichen, manchmal erschreckend folgerichtigen Anwendung von Achtsamkeitsprinzipien in Situationen, für die sie ursprünglich kaum gedacht waren. Zwischen Ratgeberliteratur, kriminellen Geschäftsstrukturen und einer sich rasant verdichtenden Ereigniskette entsteht ein schwarzhumoriger Spannungsraum, in dem Gelassenheit plötzlich zu einer scharf geschliffenen Waffe wird.

 

 

Mittwoch, 20. Mai 2026 – 19.30 Uhr – Das gelbe Theater „Die Blechbüchse", Zinnowitz

Bezahlt wird nicht

Endlose Preiserhöhungen bringen die Freundinnen Anna und Fiona mit vielen anderen Frauen dazu, sämtliche Supermärkte zu plündern und ihre Einkäufe anschließend nach Hause zu tragen, denn: "Bezahlt wird nicht!" Zu Hause haben die beiden Probleme, ihr Diebesgut zu verstecken – denn nicht nur fürchten sie die Hausdurchsuchungen der Polizei, sondern vielmehr Annas ahnungslosen und gesetzestreuen Ehemann George. So entsteht ein fulminantes Verwirrspiel voller absurder Ideen von erfundenen Schwangerschaften oder angeblich verstorbenen Polizisten … Eine hochkomische sozialkritische Farce über explodierende Inflationsraten, Wirtschaftskrisen und Politikerlügen und das Aufbegehren eines jeden Einzelnen.

Samstag, 23. Mai 2026 – 19.30 Uhr – Barther Boddenbühne

Sonntag, 24. Mai 2026 – 15.00 Uhr – Barther Boddenbühne

Die TikTok-Challenge

Auf TikTok gibt es eine neue Challenge. Wer nominiert wird muss sich auf eine Autobahnbrücke stellen und Steine runter werfen. Das Glück entscheidet dann, ob was passiert, oder nicht. Im Internet gibt es schon einige Videos von durchgeführten Challenges, und bis jetzt blieb es bei Sachschäden. Monique, Josefine und Ulli haben grade ihr Abi in der Tasche, jeder hat Pläne für seine Zukunft, da passiert es, ausgerechnet Monique, die Streberin wird nominiert. Und das Internet ist gnadenlos, daher entschließt sie sich die Challenges anzunehmen, zusammen mit Josefine und Ulli, die scheinbar durch Zufall zu Verbündeten werden. Was als aufregender Nervenkitzel beginnt, wird bittere Ernst, als ein junger Mann durch den Steinwurf ums Leben kommt. Die Polizei ermittelt und keine der Mädchen ist bereit für die anderen ins Gefängnis zu gehen. Sie wollen sich gegenseitig ans Messer liefern, doch wird es dazu kommen?

 

 

Sonntag, 24. Mai 2026 – 19.30 Uhr – Das gelbe Theater „Die Blechbüchse", Zinnowitz

Die Blechtrommel

Noch im Mutterleib erkennt Oskar Matzerath die Welt als universales Desaster, in die er gar nicht erst hineingeboren werden möchte. Einzig die von seiner Mutter zum dritten Geburtstag versprochene Blechtrommel eröffnet ihm eine akzeptable Überlebensperspektive: ein Leben als Künstler. So beschließt Oskar mit drei Jahren, nicht mehr zu wachsen, sondern zu beobachten und zu trommeln. Aus der Froschperspektive schildert er das Aufziehen des Faschismus, verknüpft Privatgeschichte mit Zeitgeschichte. Wir danken dem Anklamer Knabenchor unter der Leitung von Mike Hartmann, sowie Leopold Peter und Michael Rappold für die freundliche Unterstützung.

 

 

Freitag, 29. Mai 2026 – 19.30 Uhr – Barther Boddenbühne

Es war die Lerche

Romeo und Julia leben - und streiten. Was, wenn die tragischste Liebesgeschichte aller Zeiten gar kein tragisches Ende gehabt hätte? Das berühmteste Paar der Weltliteratur findet sich nicht tot in Verona, sondern lebendig in einem bürgerlichen Alltag, Jahrzehnte nach ihrem vermeintlich tragischen Ende wieder.

Romeo ist ein müder Beamter, Julia eine frustrierte Ehefrau, und Tochter Lucretia bringt frischen Wind – und reichlich Chaos – in die verstaubte Ehe. Doch dann taucht auch noch William Shakespeare höchstpersönlich auf, um sich über den eigenwilligen Fortgang seines Stücks zu beschweren… Ein spritziger Schlagabtausch über Liebe, Alltag und Ehewahnsinn.

 

 

Sonntag, 31. Mai 2026 – 15.00 Uhr – Theaterzelt Chapeau Rouge, Heringsdorf

Zwerg Nase

Seit es in der Feenwelt ein Gesetz gibt, wonach Kräuter nur dann Zauberkräfte besitzen, wenn sie von Menschen gepflückt wurden, hat die Fee Kräuterweis nur noch Scherereien. Nicht nur, dass sie jetzt zum Markt gehen muss, um sich mit Kräutern eindecken, nein, die Qualität war früher auch noch viel besser. Und dann muss sie sich auch noch vom frechen, kleinen Jakob anquatschen und auslachen lassen. Doch das lässt sie nicht auf sich sitzen. Sie lockt den Jungen zu sich, um ihm eine Lektion zu erteilen. Jakob wird verwandelt und muss der Fee sieben Jahre lang als Koch dienen. Danach ist er zwar frei, wird aber von allen wegen seiner Gestalt verspottet.Wird der junge Jakob einen Weg finden, zurück verwandelt zu werden?