Titel Logo
Anklam StadtZeitung
Ausgabe 5/2026
Regionales/Aktuelles
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe
-

Mehr Unterstützung für chronisch kranke Kinder: Modellprojekt „ZuKiJu“ informiert und begleitet Familien

Chronische Erkrankungen wie Asthma, Neurodermitis, AD(H)S, Übergewicht oder psychosomatische Beschwerden stellen für viele Kinder und ihre Familien eine große Herausforderung dar. Neben den gesundheitlichen Einschränkungen leiden die Betroffenen häufig auch im Schulalltag: Fehlzeiten, Lernrückstände und soziale Ausgrenzung sind keine Seltenheit.

Eine Kinder- und Jugend-Rehabilitation kann hier gezielt helfen. Sie verfolgt das Ziel, den Krankheitsverlauf zu stabilisieren und sowohl die Kinder als auch ihre Familien im Umgang mit der Erkrankung zu stärken. Besonders bei älteren Kindern und Jugendlichen steht zudem im Fokus, die Teilhabe am Schulalltag langfristig zu verbessern.

Was viele Familien jedoch nicht wissen: Es besteht ein gesetzlicher Anspruch auf diese Rehabilitationsmaßnahmen – und zwar kostenfrei.

Genau hier setzt das Modellprojekt „ZuKiJu“ an. Ziel des Projekts ist es, bestehende Hürden beim Zugang zu Kinder- und Jugend-Rehabilitation abzubauen und die Versorgungsmöglichkeiten bekannter zu machen. Im Rahmen von Informationsveranstaltungen, wie zuletzt am 28. April und 4. Mai in Anklam, wurden betroffene Familien und Fachkräfte umfassend über Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten informiert.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist das sogenannte Reha-Coaching. Speziell geschulte Coaches begleiten Familien durch den oft komplexen Antragsprozess und bieten praktische Hilfe bei der Beantragung einer Reha-Maßnahme. Die Coaches sind in vielen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns tätig und unterstützen Familien auch persönlich vor Ort. Zudem wird Beratung in insgesamt neun verschiedenen Sprachen angeboten, um möglichst vielen Menschen den Zugang zu erleichtern.

Neben der Wissensvermittlung boten die Veranstaltungen auch Raum für Austausch. Teilnehmende konnten mit Praxisexpertinnen ins Gespräch kommen und sich untereinander vernetzen.

Das Projekt „ZuKiJu“ plant, bis zum Jahresende weitere Informations- und Beratungsangebote durchzuführen. Diese können flexibel gestaltet werden – etwa im Rahmen von Elternabenden in Kitas oder Schulen oder bei Mitarbeiterversammlungen von Trägern.

Interessierte können sich bei Fragen oder zur Organisation einer Veranstaltung direkt an das Projektteam wenden:

Kontakt: Isabell Franz Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e.V. E-Mail: Isabell.franz@lvg-mv.de Telefon: 0385 2007 386 22

Mit seinem niedrigschwelligen Ansatz leistet „ZuKiJu“ einen wichtigen Beitrag, um betroffene Familien zu entlasten und Kindern bessere Chancen für Gesundheit und Bildung zu ermöglichen.