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Anklam StadtZeitung
Ausgabe 6/2026
Regionales/Aktuelles
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Anklam beteiligt sich am Aktionstag „Kommunen am Limit“

Die Hansestadt Anklam beteiligte sich am bundesweiten Aktionstag

„Kommunen am Limit“, zu dem die kommunalen Spitzenverbände aufgerufen haben. Mit der Aktion machen Städte, Gemeinden und Landkreise auf die zunehmend angespannte finanzielle Lage der Kommunen aufmerksam und fordern von Bund und Ländern wirksame Maßnahmen zur Bewältigung der Finanzkrise.

Hintergrund ist das bundesweit hohe kommunale Defizit, das im Jahr 2025 einen historischen Höchststand erreicht hat. Steigende Sozialausgaben und immer neue Aufgaben belasten die kommunalen Haushalte zunehmend. Die Auswirkungen sind auch vor Ort spürbar und betreffen zahlreiche Bereiche des öffentlichen Lebens – von Schulen und Bibliotheken über Kultur- und Sportangebote bis hin zum öffentlichen Nahverkehr und sozialen Einrichtungen.

Anklams Bürgermeister Michael Galander macht deutlich, welche Folgen die finanzielle Entwicklung für die Städte und Gemeinden hat: „Wir werden gezwungen die örtlichen Steuern zu erhöhen, Investitionen zu streichen und freiwillige Leistungen zu kürzen. Alles das, was eine Stadt lebens- und liebenswert oder interessant für die Wirtschaft macht, wird damit zunichte gemacht. Die Kommunen sollen kompensieren, was Bund und Land an kommunaler Finanzausstattung nicht bereitstellten. Das können, wollen und dürfen wir nicht akzeptieren.“

Gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden fordert die Hansestadt Anklam daher eine nachhaltige Verbesserung der kommunalen Finanzausstattung. Nur so könne die Handlungsfähigkeit der Städte, Gemeinden und Landkreise langfristig gesichert und die kommunale Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger gewährleistet werden.