Unter dem Motto „Tore zu neuen Möglichkeiten“ fand vom 11. bis 14. Juni 2026 der 46. Internationale Hansetag in der polnischen Hansestadt Stargard statt. Delegationen aus zahlreichen Hansestädten Europas kamen zusammen, um die gemeinsamen hanseatischen Werte zu pflegen, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Partnerschaften zu vertiefen. Stargard verwandelte sich dabei für vier Tage in einen lebendigen Ort des Austauschs, der Kultur und der internationalen Begegnung.
Auch die Hansestadt Anklam war mit einer Delegation vertreten. Angeführt wurde diese von Bürgermeister Michael Galander. Ebenfalls vor Ort war Christian Schröder als Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Sport und Bildung der Hansestadt Anklam.
Für Anklam sind die Hansetage weit mehr als ein kulturelles Ereignis. Sie bieten die Möglichkeit, die Stadt im internationalen Netzwerk des Hansebundes der Neuzeit, den es seit 1980 gibt, sichtbar zu machen, neue Impulse für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung zu gewinnen sowie langjährige Partnerschaften und Freundschaften zu pflegen.
„Die Hanse steht seit Jahrhunderten für Offenheit, Zusammenarbeit und gegenseitiges Vertrauen. Gerade in einer Zeit großer europäischer Herausforderungen sind solche Begegnungen wichtiger denn je. Sie schaffen Verständnis, verbinden Menschen und stärken unsere gemeinsame europäische Identität“, betonte Bürgermeister Michael Galander.
Neben der Delegiertenversammlung, zahlreichen Fachgesprächen und kulturellen Veranstaltungen standen vor allem die persönlichen Begegnungen im Mittelpunkt. Vertreterinnen und Vertreter aus ganz Europa nutzten die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, neue Kooperationen anzubahnen und bestehende Kontakte zu vertiefen.
Ein besonderes Highlight war der Hansemarkt, der mit regionalen Spezialitäten, traditionellem Handwerk, kulturellen Darbietungen und einem vielfältigen Rahmenprogramm zahlreiche Besucherinnen und Besucher anzog. Die Gastgeberstadt Stargard präsentierte sich als weltoffene und engagierte Hansestadt und schuf eine Atmosphäre, die von vielen Gästen als besonders herzlich und einladend wahrgenommen wurde.
Erstmals wurde in diesem Jahr zudem eine neue Tradition ins Leben gerufen! 100 Bürgerinnen und Bürger aus Anklam reisten mit zwei Reisebussen am Freitag und Samstag von Anklam nach Stargard, um den 46. Internationalen Hansetag selbst live vor Ort zu erleben. Die Resonanz war durchweg positiv. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, die Hansestadt Stargard kennenzulernen, den Hansemarkt zu besuchen und die besondere Atmosphäre dieses internationalen Festes hautnah mitzuerleben.
„Besonders gefreut hat uns die große Resonanz der Anklamer Bürgerinnen und Bürger. Die 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben den Internationalen Hansetag in Stargard besucht und die besondere Atmosphäre vor Ort gemeinsam erlebt. Daraus entstand die Idee, künftig – je nach Entfernung und organisatorischen Möglichkeiten – gemeinsame Bürgerfahrten auch zu künftigen Hansetagen anzubieten. Es war schön zu sehen, wie viele Menschen miteinander ins Gespräch gekommen sind, neue Eindrücke gesammelt und die hanseatische Gemeinschaft über Ländergrenzen hinweg erlebt haben. Die herzliche Gastfreundschaft, die hervorragende Organisation und die vielen persönlichen Begegnungen haben erneut gezeigt, wie wertvoll der europäische Austausch ist und wie sehr solche Erlebnisse Menschen verbinden“, sagt Agnieszka Vanhöfen aus dem Bereich Wirtschaftsförderung und Internationale Zusammenarbeit der Hansestadt Anklam, die zudem die organisierte Teilnahme der Hansestadt Anklam an der Veranstaltung koordinierte.
Die Hansestadt Anklam präsentierte sich mit Mitarbeitenden aus der Anklam- Information und den Museen sowie zwei externen jungen polnischen Unterstützern gemeinsam mit den fünf anderen Hansestädten aua M-V an mehreren Ständen (Holzbuden). Die M-V Hansestädte zogen erneut sehr viel Aufmerksamkeit auf sich, denn direkt gegenüber wurde regelmäßig ein Musik- und Kulturprogramm präsentiert u. a. spielte auch die Pomeranian-Brass-Band auf und begrüßte an beiden Tagen die Gäste aus Anklam musikalisch, dazu gab es einen Lilienthalcocktail und Grußworte und Informationen zum Hansebund der Neuzeit durch Bürgermeister Michael Galander. Ein Greifautomat für Kinder als Leihgabe des Anklamer Pflegeheimes GBW und eine Popcorn-Maschine als Leihgabe des Ambulanten Pflegedienstes Baltz aus Anklam sorgen gerade bei den Kindern und Jugendlichen für zusätzliche Aufmerksamkeit am Anklamer Hansestand. Dafür danken wir den beiden Unternehmen recht herzlich.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der modernen Hansearbeit ist die Förderung junger Menschen. Das internationale Jugendprogramm youthHansa bringt Jugendliche aus verschiedenen europäischen Ländern zusammen und ermöglicht ihnen, internationale Freundschaften zu schließen, andere Kulturen kennenzulernen und Europa aktiv mitzugestalten.
Für die Hansestadt Anklam nahm in diesem Jahr die Auszubildende Leni Thiele am youthHansa-Programm teil. Sie vertrat Anklam im internationalen Jugendnetzwerk der Hanse und sammelte dabei wertvolle Erfahrungen im internationalen Austausch.
„Die Jugend ist die Zukunft der Hanse. Internationale Begegnungen schaffen Verständnis, fördern Offenheit und legen den Grundstein für ein starkes europäisches Miteinander. Deshalb ist die Unterstützung von youthHansa für uns von besonderer Bedeutung“, erklärt Christian Schröder, Vorsitzender des städtischen Ausschusses für Kultur, Sport und Bildung.
Der Internationale Hansetag zeigte erneut eindrucksvoll, dass die Hanse weit mehr ist als ein historisches Erbe. Sie ist ein lebendiges europäisches Netzwerk, das Menschen, Städte und Regionen verbindet, den interkulturellen Dialog fördert und gemeinsame europäische Werte stärkt. Gemeinsam für ein friedliches und starkes Europa.
Die Hansestadt Anklam zieht daher ein ausgesprochen positives Fazit ihrer Teilnahme. Die in Stargard geknüpften Kontakte und geführten Gespräche werden auch künftig wichtige Impulse für die internationale Zusammenarbeit, die Pflege der Hansetradition sowie die Weiterentwicklung europäischer Partnerschaften geben.
Der Blick richtet sich bereits heute nach vorn! Der 47. Internationale Hansetag wird im Jahr 2027 in Braunschweig stattfinden. Die Hansestadt Anklam freut sich schon heute darauf, dort erneut Teil der großen europäischen Hansefamilie zu sein und die hanseatischen Werte von Offenheit, Freundschaft und Zusammenarbeit weiterzutragen.