Auch in diesem Jahr begrüßte Frau Wittmann-Stifft, 1. stellvertretende Bürgermeisterin, engagierte Schülerinnen sowie ihre Betreuerin Frau Klawitter und weitere Betreuer der Projektgruppe „AG Kriegsgräber“ der Europaschule Rövershagen. Gemeinsam mit ihrer Betreuerin und weiteren Betreuern und Lehrkräften besuchen die Jugendlichen im Rahmen ihres jährlichen Workcamps verschiedene Städte, um sich mit deren Geschichte auseinanderzusetzen und einen Beitrag zur Erinnerungskultur zu leisten.
Die Zusammenarbeit besteht bereits seit mehr als zehn Jahren und hat sich inzwischen zu einer festen Tradition entwickelt. Während ihres Aufenthalts beschäftigen sich die Jugendlichen intensiv mit der lokalen Geschichte und engagieren sich bei der Pflege von Gräbern, Gedenksteinen und Stolpersteinen, die an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung erinnern.
Zum Programm gehören unter anderem die Besichtigung und Reinigung der Stolpersteine sowie der Besuch des jüdischen Friedhofs. Durch die direkte Begegnung mit historischen Orten wird Geschichte für die Jugendlichen greifbar und erfahrbar.
Besonders erfreulich ist, dass die Projektgruppe auch in diesem Jahr wieder neue Schülerinnen für die Mitarbeit gewinnen konnte. Dies zeigt, dass das Interesse junger Menschen an historischer Bildung und gelebter Erinnerungskultur ungebrochen ist. Einen wesentlichen Anteil daran haben die engagierten Betreuerinnen, Betreuer und Lehrkräfte, die das Projekt seit Jahren begleiten und unterstützen.
Die Stadt bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz und ihre Bereitschaft, Verantwortung für die Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu übernehmen.
Ein herzliches Dankeschön gilt außerdem dem Historischen Verein Anklam und Umgebung e. V. für die Begleitung und Unterstützung des Projekttages. Ein besonderer Dank geht zudem an den Lions Club Anklam, der allen Beteiligten im Anschluss an ihren Arbeitseinsatz Pizza und Getränke als Dankeschön und Stärkung für die geleistete Arbeit gesponsert hat.
Solche Projekte leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Geschichte lebendig zu halten und Werte wie Respekt, Toleranz und Demokratie zu stärken.