Anklam. Einen wichtigen Schritt für die weitere Entwicklung des IKAREUM in der Nikolaikirche konnte die Hansestadt Anklam am 12.08.2026 gemeinsam mit Kulturministerin Bettina Martin (SPD) und dem SPD-Landtagsabgeordneten Marcel Falk vollziehen. Die Ministerin übergab im Beisein von Bürgermeister Michael Galander und seiner Stellvertreterin Beatrix Wittmann-Stifft einen Förderbescheid über insgesamt 1.873.800 Euro für die Errichtung der neuen Ausstellung „Lilienthal Flying Circus“ im zukünftigen Lilienthal Flight Museum.
Bund und Land ermöglichen damit den 3. Bauabschnitt des Großprojektes IKAREUM. Der Bund beteiligt sich mit rund einer Million Euro aus dem Programm „Zuschüsse für investive Kulturmaßnahmen im Inland“ (KulturInvest 2023) des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Das Land Mecklenburg-Vorpommern ergänzt die Förderung mit Kulturfördermitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten in Höhe von 832.800 Euro.
„Wir investieren hier gemeinsam mit dem Bund in ein großes kulturelles Leuchtturmprojekt in Mecklenburg-Vorpommern. Ebenso wie Otto Lilienthal ein Visionär seiner Zeit war, steht auch das Ikareum in der Nikolaikirche Anklam für eine Vision, die nunmehr Schritt für Schritt Wirklichkeit wird. Ich bin froh, dass wir den Bund hier an unserer Seite haben“, sagte Kulturministerin Bettina Martin bei der Übergabe des Förderbescheides.
Für die Hansestadt Anklam bedeutet die Förderung einen entscheidenden weiteren Schritt. Das Vorhaben umfasst den Umzug der bisherigen Ausstellung des Otto-Lilienthal-Museums in die sanierte Nikolaikirche, deren Neuarrangierung sowie die Erweiterung um die interaktive Ausstellung „Lilienthal Flying Circus“. Damit entsteht ein modernes Museumserlebnis, das die Geschichte Otto Lilienthalsund seiner Familie mit Fragen von Innovation, Technik und dem Traum vom Fliegen verbindet.
Neben der Übergabe des Förderbescheides nutzte die Ministerin ihren Besuch, um sich unmittelbar auf der Baustelle ein Bild vom Fortschritt des IKAREUM zu machen. Gemeinsam mit Bürgermeister Michael Galander und der 1. stellvertretenden Bürgermeisterin Beatrix Wittmann-Stifft ging sie dabei nahezu bis unter das Dach der Nikolaikirche.
Besonderes Interesse galt den derzeit entstehenden Emporen, die künftig wesentliche Teile der Ausstellung aufnehmen werden. Vor Ort konnten bereits besondere historische Bauelemente und Details der Nikolaikirche besichtigt werden, die künftig selbst Bestandteil der Ausstellung und der Vermittlung des historischen Gebäudes sein werden.
„Es ist etwas ganz Besonderes, die Entwicklung dieses Projektes unmittelbar vor Ort mitzuerleben. Wenn man hier bis unter das Dach der Nikolaikirche geht und sieht, wie die zukünftigen Ausstellungsflächen entstehen, bekommt man erst wirklich ein Gefühl für die Dimension des IKAREUM“, so Bürgermeister Michael Galander.
Auch die Ministerin zeigte sich beeindruckt von der Verbindung aus historischem Kirchenraum, der Geschichte Otto Lilienthals und der geplanten modernen Ausstellung. Ihr besonderes Interesse galt dabei dem Gesamtprojekt IKAREUM, das weit über die reine Unterbringung des Lilienthal-Museums hinausgeht.
Mit der nun bewilligten Förderung rückt die geplante Eröffnung des Otto Lilienthal Museums als Lilienthal Flight Museum in der Nikolaikirche im Jahr 2028 ein entscheidendes Stück näher.
Für die Hansestadt ist dies ein Meilenstein. Das IKAREUM soll künftig zu einem zentralen kulturellen und touristischen Anziehungspunkt in Anklam und der Region werden und die außergewöhnliche Geschichte Otto Lilienthals an seinem Geburtsort in einem zeitgemäßen Ausstellungskonzept erlebbar machen.
„Mit der jetzt zugesagten Förderung können wir einen weiteren entscheidenden Baustein des IKAREUM Lilienthal Flight Museum umsetzen. Unser Ziel ist klar: 2028 soll das Lilienthal Flight Museum in der Nikolaikirche seine Türen öffnen. Damit wird die Vision, die wir seit vielen Jahren verfolgen, sichtbar und erlebbar“, betonte die erste stellvertretende Bürgermeisterin Beatrix Wittmann-Stifft.
Vollständig wird das IKAREUM allerdings erst mit der Sanierung des Kirchturms und der Wiedererrichtung eines Turmhelms. Dort soll mit der geplanten Aussichtsplattform und dem „Storchennest“ ein weiterer Attraktionsbaustein und außergewöhnlicher Anziehungspunkt entstehen.
Die Kulturministerin ließ bei ihrem Besuch keinen Zweifel daran, dass auch diese Komplettierung aus ihrer Sicht zwingend erforderlich ist. Sie sagte der Hansestadt Anklam auch für diesen Teil des Projektes ihre Unterstützung zu.
Damit verbindet sich für die Stadt eine klare Perspektive: Mit dem Abschluss der Sanierung des Turmes und der Wiedererrichtung des Turmhelms soll das IKAREUM nicht nur als Museum, sondern als Gesamterlebnis aus Geschichte, Wissenschaft, Architektur und Aussicht über die Hansestadt und die Peenelandschaft vollendet werden.
Für die Hansestadt Anklam ist der Besuch der Ministerin deshalb mehr als die Übergabe eines Förderbescheides. Er ist ein deutliches Signal für die gemeinsame Verantwortung von Stadt, Land und Bund, die Vision des IKAREUM Schritt für Schritt zu verwirklichen.