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Barther Boddenblick
Ausgabe 1/2026
Nichtamtlicher Teil
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Wertvolle Schenkungen an das Museum im Papenhof

Jens Ruge (links) bei der Übergabe der Münzen an den Museumsleiter Dr. Gerd Albrecht (rechts) zur Eröffnung des Papenhofs.

Übergabe der Exponate durch Mario Galepp an den Bürgermeister der Stadt Barth, Friedrich-Carl Hellwig zur Präsentation im Papenhof Museum (v. l. Thomas Würdisch, Dr. Gerd Albrecht, Friedrich-Carl Hellwig, Mario Galepp)

Barth – Mit großer Freude und Dankbarkeit blicken wir auf die feierliche Eröffnung unseres Museums am 11. September 2025 zurück, die hunderte Besucherinnen und Besucher anzog und ein starkes Zeichen für das kulturelle Interesse und die historische Verbundenheit unserer Region setzte. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle zwei großzügigen Schenkungen, die unsere Dauerausstellung auf besondere Weise bereichern: Herrn Mario Galepp danken wir herzlich für die Überreichung der ersten gedruckten Barther Stadtchronik, verfasst von Bürgermeister Friedrich Oom (1793 - 1849). Dieses wertvolle Dokument, das nur in geringer Auflage erschien, bildet nicht nur ein bedeutendes Zeitzeugnis der Stadtgeschichte, sondern steht auch symbolisch für das bürgerschaftliche Engagement zur Bewahrung unseres kulturellen Erbes. Dieses Exponat ist damit an den Ort seiner Entstehung zurückgekehrt, denn Bürgermeister Oom hat den Papenhof umgebaut und dort lange gelebt und gearbeitet.

Das überreichte Chronikexemplar stammt aus der ehemaligen Bibliothek des Grafen Reinhold Krassow auf Divitz, dessen Ex libris sich in der Chronik findet. Bürgermeister Friedrich Oom und Graf Krassow waren Freunde und Weggefährten. Sie waren verbunden durch das gemeinsame regionalgeschichtliche Interesse, ihr christliches und soziales Engagement, das in der Begründung des Diakonievereins seien Ausdruck fand.

Auch das Wappen der Eleonora von Thun, eine damalige Bewohnerin des Papenhofes, wurde dem Bürgermeister der Stadt Barth von Mario Galepp überreicht. Zwei Prunkvasen aus dem 19. Jahrhundert, die ebenfalls aus dem Bestzungen der Damen des Stiftes entstammen können nun im Papenhof besichtigt werden. Der Vorsitzende des Barther Heimatvereins hat damit das neue Museum im Papenhof dauerhaft um interessante Exponate bereichert, wofür wir herzlich danken.

Ebenso sprechen wir Herrn Jens Ruge, einem engagiertem Hobby-Historiker der Rügenfürstenzeit, unseren tief empfundenen Dank aus für die Übergabe mehrerer originaler Brakteaten aus der Rügenfürstenzeit. Diese beeindruckenden Zeugnisse mittelalterlicher Münzprägung stammen aus dem Fürstentum Rügen, das im festländischen Teil aus dem Barther Land bestand. Die Brakteaten bieten unseren Besucherinnen und Besuchern einen unmittelbaren Zugang zur Geschichte der Region und leisten einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen wie musealen Aufarbeitung dieser Epoche.

Beide Schenkungen sind Teil unserer Dauer- und Sonderausstellung und werden mit entsprechenden Informationen gewürdigt. Im Namen des gesamten Museumsteams danken wir den Förderern und Stiftern und Leihgebern, für ihr Vertrauen, ihre Großzügigkeit und ihr wertvolles Engagement für das neue Museum unserer Stadt.

Ein großer Dank geht auch an die Erben der Sammlung von Smiterlöw in Franzburg, die dem Museum sehr interessante museale Objekte überantwortet haben. Diese wertvollen regionalen Exponate werden Gegenstand kommender Beiträge sein.

Dezember 2025, Dr. Gerd Albrecht, Museumsleiter