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Barther Boddenblick
Ausgabe 2/2026
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Max Blumenberg – Ein Maler des deutschen Waldes

Gedanken zum 140. Geburtstag, 3. Februar 1886 - 15. Februar 1969

Kunst ist die Offenbarung der Liebe zur Natur, so ist auch die Natur mein bester Lehrmeister; daraus schöpfe ich und male sie so, wie ich es empfinde. Max Blumenberg hat sich erst spät der Kunst ganz verschrieben. Lange Jahre wirkte er als Handwerksmeister in dem kleinen Boddenstädtchen Barth. Er fühlte in sich die Berufung zur Kunst und ist unbeirrbar seinen Weg gegangen.

Mit 23 Jahren besucht er die Kunstgewerbeschule in Berlin. Später war er Schüler von Professor Polte an der Kunstgewerbeschule in Stettin. Der Wunsch, die Akademie zu besuchen, ließ sich nicht realisieren. So müssen Selbststudium, eiserner Fleiß und Selbstkritik zum Ziel führen.

1912 heiratete er Johanna Gruel in Stettin. Es folgten die aktiven Soldatenjahre. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges musste auch der Künstler in den ersten Tagen des Jahres 1914 den Ruf zur Fahne befolgen. 1915 wurde er verwundet; nach seiner Genesung stand er wieder an der vordersten Front, Kämpfe bei Verdun einschließend. In der letzten Hälfte des Jahres 1918 war Blumenberg Kriegsmaler. Er malte unter anderem die zerschossene Kirche bei Verdun; dafür erhielt Max Blumenberg bei der Sonderausstellung in Montmédy/Frankreich einen Preis.

Während er im Felde seine Pflicht erfüllte, standen im Museum zu Stettin anlässlich einer Kollektivausstellung einige seiner Werke vor den Augen der Öffentlichkeit. Die Nachkriegsjahre waren erfüllt von Sorgen um die Erhaltung der Familie. Er blieb sich treu und malte, wie es ihm sein Inneres vorschrieb.

1922 erhielt er in Greifswald auf einer Handwerker- und Kunstgewerbe-Ausstellung den Höchstpreis. Als Handwerksmeister gewann Max Blumenberg den Wettbewerb gegen bekannte Künstler für eine Ehrentafel in der Marienkirche zu Barth. Das Kriegerdenkmal in Barth wurde von ihm entworfen. Max Blumenberg wurde 1934 in die Reichskulturkammer der bildenden Künste aufgenommen.

Er malte die Schönheit seiner Heimat, wie er sie sah. Max Blumenberg gab seinen Bildern das Beste, was ein Maler zu geben hat: seine Seele. Frohe Schaffensstunden im Darsser Wald und Studien aus der Tierwelt finden Wiederhall in farbenfrohen Gemälden und Zeichnungen.

„Mit meinen Bildern will ich denen, die sie einmal besitzen werden, Freude bereiten.“ Diese Worte stammen aus dem Munde Blumenbergs.

Armin Winter