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Barther Boddenblick
Ausgabe 3/2026
Nichtamtlicher Teil
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Sanierung der historischen Stützwand an der Dammstraße beginnt im Frühjahr

Barth – Die Stadt Barth bereitet die Erneuerung der historischen Stützwand an der Dammstraße vor. Zwischen Papenstraße und Marktwestseite sichert die Ziegelmauer auf der Nordseite der Straße seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Höhenunterschied zum erhöhten Gelände rund um die St. Marienkirche Barth. Ab April 2026 soll die Anlage umfassend erneuert werden. Die Bauzeit ist bis Juni geplant.

Die rund 64 Meter lange Wand weist deutliche Schäden auf. Fugen sind gerissen, einzelne Ziegel haben sich gelockert, Granitabdeckungen sind gebrochen oder verschoben. Zudem liegt das Fundament stellenweise nicht tief genug, um dauerhaft frostsicher zu sein. Die Standsicherheit ist zwar weiterhin gegeben, dennoch besteht Handlungsbedarf. Geplant ist deshalb ein vollständiger Neubau, bei dem möglichst viele der historischen Materialien wiederverwendet werden.

Die Stützmauer steht unter Denkmalschutz. Die zuständige Denkmalpflegebehörde wurde von Beginn an in die Planungen einbezogen. Das äußere Erscheinungsbild bleibt daher unverändert. Die bestehende Mauer wird sorgfältig von Hand abgetragen, um Ziegel und Natursteine zu sichern. Anschließend entsteht eine neue, tragfähige Stahlbetonwand mit frostsicherem Fundament. Diese wird auf der sichtbaren Seite mit den historischen Ziegeln verkleidet. Auch die Granitabdeckungen werden wiederverwendet. Ein früher vorhandener Zaun auf der Mauer wird jedoch nicht wieder aufgebaut.

Mit erneuert werden die beiden in die Wand integrierten Treppenanlagen, die zu den südlichen Zugängen der Kirche führen. Künftig sollen die Stufen einheitliche Maße haben und damit sicherer begehbar sein. Beschädigte oder ungleichmäßige Stufen werden ersetzt. Vorhandene Granitelemente wie Obelisken und Einfassungen bleiben erhalten.

Die Gesamtkosten betragen rund 300.000 Euro. Bauherr ist die Evangelische Kirchengemeinde St. Marien, die einen Eigenanteil von 25 Prozent übernimmt. Die Stadt Barth ist Auftraggeberin und Baulastträgerin. Fördermittel sollen zur Finanzierung beitragen.

Während der Bauarbeiten wird die Dammstraße zwischen Markt und Einmündung Papenstraße halbseitig gesperrt. Der Verkehr kann den Bereich dann nur noch in Richtung Markt befahren. Eine gesonderte Mitteilung zur geänderten Verkehrsführung soll rechtzeitig veröffentlicht werden.

Die Arbeiten werden von der Bodendenkmalpflege begleitet, da sich die Baustelle im historischen Kern der Stadt befindet. Die Stützwand ist Teil eines Rings ähnlicher Mauern, die das erhöhte Gelände um die Kirche einfassen. Andere Abschnitte wurden in den vergangenen Jahren bereits erneuert.

Mit der geplanten Maßnahme wird ein weiteres wichtiges Element der Altstadt gesichert. Die Sanierung verbindet moderne Bauweise mit dem Erhalt historischer Substanz und stellt damit eine gezielte Investition in das Stadtbild von Barth dar.