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Barther Boddenblick
Ausgabe 5/2026
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Gästeführungen in Barth starten in die Saison

Barth – Im Mai erwacht nicht nur die Natur – auch unsere Gästeführerinnen und Gästeführer nehmen ihre Arbeit wieder auf. Drei besondere Führungen laden dazu ein, Barth aus neuen Blickwinkeln zu entdecken.

St. Marien Barth in historischer Gewandung erkunden

Am Mittwoch, 20. Mai 2026, lädt die Stadt Barth zu einer besonderen Gästeführung durch die St.-Marien-Kirche ein. Besonderes Merkmal: Die Führung findet in historischer Gewandung statt und vermittelt so auf lebendige Weise, was Jahrhunderte Baugeschichte, Kunst und Glaubensleben in diesem Gotteshaus hinterlassen haben.

Die St.-Marien-Kirche zählt zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ihr Bau begann um 1300 und erstreckte sich über drei Bauphasen: Der frühgotische Chor im Osten ist der älteste Teil, gefolgt vom Hallenlanghaus des 14. Jahrhunderts und dem um 1450 vollendeten Westturm. Dieser ist 80 Meter hoch und beherbergt das fünfstimmige Bronzegeläut, dessen größte Glocke aus dem Jahr 1585 stammt. Im Inneren sind im südlichen Seitenschiff noch Reste mittelalterlicher Wandmalereien erhalten. Einen bleibenden Eindruck hinterlässt auch die Orgel des Berliner Orgelbauers Buchholz und seines Sohnes. Die Buchholzorgel ist mit 42 originalen Registern das größte in Deutschland erhaltene Werk dieser Orgelbauerfamilie und zugleich das bedeutende Jugendwerk des Sohnes. Ein kleines Museum im nördlichen Seitenschiff zeigt kirchengeschichtliche Sammlungsstücke; besonders sehenswert ist ein bronzenes Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert, das einzige seiner Art im vorpommerschen Raum.

Den Abschluss der rund einstündigen Führung bildet die Besteigung des Kirchturms. Nach 180 Stufen eröffnet sich in 55 Metern Höhe ein weites Panorama über Barth, den Bodden und die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Die Turmbesteigung ist im Ticket enthalten.

Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Nordeingang in der Papenstraße. Das Ticket kostet 8 Euro pro Person; eine gültige Gästekarte ist vorzuzeigen. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung auf stadt-barth.de oder in der Barthinformation.

Ein Blick in Barths ältestes Wissensarchiv

Wer wissen möchte, welche Bücher die Gelehrten und Geistlichen Barths vor Jahrhunderten lasen, erhält ab Mai 2026 die Gelegenheit dazu. Die Kirchenbibliothek St. Marien öffnet donnerstags nach Anfrage ihre Türen für geführte Besichtigungen, begleitet von Vereinsmitgliedern, die das Ambiente der ehrwürdigen Sammlung auf besondere Weise lebendig werden lassen.

Die Bibliotheca Bardensi gilt als eines der außergewöhnlichsten Kulturdenkmäler der Region. Einst das bedeutendste Informationszentrum der Stadt, bewahrt sie bis heute wertvolle Drucke und Handschriften vom späten Mittelalter bis zur Aufklärung. Teile des Bestandes sind wissenschaftlich noch nicht vollständig erschlossen und bieten der Forschung seltenes Quellenmaterial. Als lebendiges Zeugnis geistiger und geistlicher Geschichte Barths ist die Bibliothek in dieser Form einzigartig.

Die Führungen dauern rund 60 Minuten und finden von Mai bis Oktober jeweils donnerstags statt, sofern eine Anfrage vorliegt. Der erste Termin ist am Donnerstag, 7. Mai 2026, um 15:00 Uhr. Der Eintritt beträgt 4 Euro pro Person. Interessierte werden gebeten, sich mindestens eine Woche vor dem gewünschten Termin anzumelden – per E-Mail an info@barthbibliothek.de.

Zu beachten ist, dass der Zugang zur Bibliothek nicht barrierefrei ist.

Stadt erkunden – „Barth damals und heute“

Ein Stadtrundgang voller Geschichte, Geschichten und echter Barther Perspektiven

Wer Barth wirklich kennenlernen möchte, sollte sich diese besondere Stadtführung nicht entgehen lassen. Unter dem Motto „Maritim und sagenhaft“ öffnen unsere Gästeführerinnen ein Fenster in mehr als sieben Jahrhunderte Stadtgeschichte – unterhaltsam, lebendig und mit vielen überraschenden Einblicken.

Während des rund eineinhalbstündigen Spaziergangs durch die historische Altstadt erfahren die Teilnehmenden, wie sich Barth von einer mittelalterlichen Siedlung zu einer bedeutenden Hafen- und Industriestadt entwickelte. Die Führung beleuchtet die Blütezeit der Segelschifffahrt, als Barther Kapitäne auf allen Weltmeeren unterwegs waren, und zeigt auf, wie Handel, Schiffbau und Handwerk die Stadt prägten.

Doch nicht nur große Geschichte spielt eine Rolle: Auch heitere Anekdoten, kuriose Fakten und bartherische Alltagsgeschichten kommen zur Sprache. Themen wie das Leben innerhalb der Stadtmauern, die Zeit der „Hexen und Könige“, geheimnisvolle Ereignisse und überlieferte Sagen machen den Rundgang abwechslungsreich und persönlich. Und natürlich wird immer wieder der Blick in die Ferne gelenkt – auf jene Orte und Landschaften, die Barth bis heute verbinden und prägen.

Geführt wird die Tour von geschulten Guides und echten Barthern, die ihr Wissen mit Leidenschaft und Humor vermitteln.

Termin:

Montag, 25.05.2026, Beginn 14:00 Uhr

Dauer:

ca. 60 bis 90 Minuten

Tickets:

  • 10,00 € p. P. mit Gästekarte

  • 12,50 € ohne Gästekarte

Besonderheit:

Inhaberinnen und Inhaber einer Gästekarte Fischland-Darß-Zingst können einmalig kostenfrei teilnehmen. Die kostenfreie Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung und Vorlage der Gästekarte im Vineta Bürgerhaus möglich.

Internationaler Museumstag am 17. Mai in Barth

Vier Museen – ein Tag voller Entdeckungen

Am Sonntag, dem 17. Mai, beteiligt sich die Stadt Barth am Internationalen Museumstag und lädt Gäste wie Einheimische ein, die vielfältige Museumslandschaft der Stadt zu erkunden. Mit verlängerten Öffnungszeiten, freiem Eintritt in zwei Museen oder kostenfreien Führungen bietet der Tag einen besonderen Anlass, Geschichte und Kultur neu zu erleben.

Bibelzentrum Barth

Das Bibelzentrum öffnet an diesem Tag von 12:00 bis 18:00 Uhr seine Türen – bei freiem Eintritt. Neben der interaktiven Dauerausstellung erwartet die Besucherinnen und Besucher in diesem Jahr ein besonderes Highlight: Die neue Outdoor-Fotoausstellung „Tierisch biblisch“.

Windjammer-Museum

Das Windjammer-Museum ist bereits ab 10:00 Uhr geöffnet und lädt ebenfalls kostenfrei bis 18:00 Uhr zum Besuch ein. Hier erfahren maritime Fans Spannendes über die Epoche der Großsegler und die traditionsreiche Barther Seefahrt.

Vineta-Museum

Das Vineta-Museum ist von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Es gelten die regulären Eintrittspreise, ergänzt durch eine kostenfreie Führung um 13:00 Uhr.

Das Museum verbindet Stadtgeschichte mit dem geheimnisvollen Mythos Vineta und präsentiert zudem wechselnde Sonderausstellungen.

Museum Papenhof

Ebenfalls von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet – mit regulären Eintrittspreisen und einer kostenfreien Führung um 11:00 Uhr.

Der Papenhof, einzig erhaltenes Kalandhaus in Mecklenburg-Vorpommern, vermittelt eindrucksvoll mehr als 500 Jahre Stadt- und Regionalgeschichte und zählt zu den bedeutendsten historischen Gebäuden der Stadt.

Ein Tag für die ganze Familie

Der Internationale Museumstag bietet eine ideale Gelegenheit, die kulturelle Vielfalt Barths neu zu entdecken. Ob maritime Geschichte, Bibelwissen, Stadtgeschichte oder der Vineta-Mythos – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Kunst:Offen 2026 – Barth als Gastgeber der zentralen Sammelausstellung

Barth wird zum Treffpunkt der Vorpommerschen Kunstszene

Zu Pfingsten wird Barth zum Treffpunkt der Kunstszene Vorpommerns, denn im Rahmen von Kunst:Offen 2026 richtet die Stadt in diesem Jahr die zentrale Sammelausstellung für die Region aus. Seit 1994 steht Kunst:Offen landesweit für die unmittelbare Begegnung mit zeitgenössischer Kunst am Ort ihres Entstehens. Mehr als 1.100 Künstlerinnen und Künstler öffnen an über 560 Standorten zwischen Ostsee und Seenplatte ihre Ateliers, Werkstätten und Galerien – ein beeindruckender Einblick in die kreative Vielfalt des Landes.

Die feierliche Einstimmung auf die Kunst:Offen-Tage findet am Freitag, den 22. Mai 2026, ab 17 Uhr, im Vineta Bürgerhaus in Barth statt. Hier wird die große Sammelausstellung mit rund 50 Werken regionaler Künstlerinnen und Künstler offiziell eröffnet. Zum Rahmenprogramm gehören musikalische Beiträge sowie kleine kulinarische Angebote – für das leibliche Wohl ist also bestens gesorgt. Im Anschluss ist die Ausstellung vom 23. bis 25. Mai, jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr, kostenfrei zugänglich und bietet einen konzentrierten Überblick über das aktuelle Kunstschaffen Vorpommerns.

Parallel dazu öffnen zahlreiche Barther Kunstschaffende über die Pfingsttage ihre eigenen Räume. Besucherinnen und Besucher können unter anderem das Atelier von Sabine Knapp in der Badstüberstraße 5, 18356 Barth besuchen, wo Naturbeobachtungen, abstrahierte Landschaften und freie Arbeiten in Mischtechnik im Mittelpunkt stehen. Ebenfalls zeigt Annette Zacharias im „Kleinen Kavalier“ ihre Miniaturausstellung „Birds & Buhnen“, die Reiseeinblicke zwischen Küste, Vogelwelt und Wasser präsentiert. Im Kunstkonsum Barth in der Badstüberstraße 85/87 stellen Stefan Reiter und Heike Freia Heller abstrakte Malerei, Fotokunst, Collagen, künstlerische Objekte und Unikat-Schmuck aus. Die „Lütt Stuv“ von Inge Kaliska lädt mit illustrierter Keramik ein, die Motive aus Alltag, Garten, Ostsee und kleinen Lebensszenen aufgreift; gern können Besucherinnen und Besucher eigene Ideen einbringen. In der „Werkstatt Papierkiste“ entstehen durch Bettina Follenius aus Falten, Schnitten und Klebstoff dreidimensionale Papierobjekte und experimentelle Buchformen, die zur Bühne für kleine Geschichten werden. Die Künstlerin arbeitet assoziativ und intuitiv und lässt sich vom Alltag inspirieren. Sie liebt bunte Farben, humorvolle Details, geordnete Vielfalt, Leichtigkeit – und auch gemischte Gefühle, die sich in ihren Arbeiten wiederfinden.

Wie in ganz Vorpommern kennzeichnen ein gelber Schirm oder eine blau-weiße Kunst:Offen-Fahne die teilnehmenden Standorte. Aktuelle Informationen zu allen Kunstschaffenden der Region werden vom Tourismusverband Vorpommern e. V. veröffentlicht, Flyer sind ab Frühjahr in den Tourist-Informationen erhältlich.

Ermöglicht wird Kunst:Offen 2026 in Vorpommern unter anderem durch die Hauptsponsoren Sparkasse Vorpommern und Stadtwerke Greifswald. Barth lädt alle Interessierten herzlich ein, die Pfingsttage für eine inspirierende und abwechslungsreiche Entdeckungsreise durch die regionale Kunstszene zu nutzen.

Tage der offenen Gärten in Barth – Ein Wochenende voller Grün, Begegnungen und Inspiration

Am 13. und 14. Juni heißt es in ganz Mecklenburg-Vorpommern wieder: Tore auf für die „Offenen Gärten“. Mehr als 100 private und öffentliche Gärten im ganzen Land laden dazu ein, grüne Kleinode zu entdecken, mit Gartenliebhaberinnen und -liebhabern ins Gespräch zu kommen und neue Ideen für das eigene Grün mitzunehmen. Auch Barth beteiligt sich in diesem Jahr wieder mit zwei besonderen Orten.

Der Papenhofgarten öffnet an beiden Tagen von 11:00 bis 17:00 Uhr seine Pforten – bei freiem Eintritt in den Garten. Der historische Garten bietet eine ruhige, freundliche Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt. Besucherinnen und Besucher können sich auf kleine kulinarische Angebote vom Barther Seniorenverein freuen, ins Gespräch kommen oder einfach die besondere Stimmung genießen. Ergänzend finden Führungen statt, die einen Einblick in die Gartenkultur des Papenhofs geben und Wissenswertes über Geschichte, Gestaltung und Pflege des Gartens vermitteln.

Auch der Bibelgarten am Bibelzentrum Barth nimmt an der landesweiten Aktion teil. Mit seinen thematisch gestalteten Beeten und Pflanzen, die biblischen Geschichten und Symbolen nachempfunden sind, bietet er einen ganz eigenen Zugang zum Thema Gartenkultur. Als Teil der überregionalen Initiative reiht sich der Bibelgarten in eine Vielfalt von mehr als hundert teilnehmenden Anlagen ein, die jedes Jahr zahlreiche Gartenfreundinnen und -freunde aus der gesamten Region anziehen.

Die Tage der offenen Gärten geben Gelegenheit, zwei sehr unterschiedliche grüne Orte in Barth kennenzulernen – beide mit besonderem Charakter, beide mit Liebe gepflegt und gestaltet. Ein Wochenende für alle, die Natur schätzen, gern Neues sehen oder sich einfach inspirieren lassen möchten.

Musikalische Pfingstpartie 2026 – Zwei Tage voller Musik, Begegnungen und Frühlingsstimmung

Zum dritten Mal lädt die Stadt Barth zur musikalischen Pfingstpartie ein – ein Wochenende im Zeichen von Live-Musik, Frühlingsatmosphäre und entspanntem Beisammensein. An beiden Tagen öffnen die Veranstaltungsorte bereits ab 13 Uhr. So bleibt ausreichend Zeit, anzukommen, Plätze zu finden oder sich mit einem Getränk einzustimmen, bevor ab 14 Uhr das musikalische Programm beginnt.

Die Pfingstpartie steht für eine offene, einladende Atmosphäre. Sitzplätze und Tische laden zum Verweilen ein, gleichzeitig bleibt genügend Raum, um sich frei zu bewegen und die Musik auf eigene Weise zu genießen. Dazu gibt es frühlingshafte Getränke und kleine Snacks – unkompliziert und passend für einen entspannten Nachmittag im Grünen.

Am Samstag öffnet der Garten des Papenhofes seine Türen. Den Auftakt gestaltet die Musikschule Vorpommern-Rügen mit einem abwechslungsreichen Programm. Junge Musikerinnen und Musiker präsentieren instrumentale und gesangliche Beiträge und geben einen lebendigen Einblick in die musikalische Nachwuchsarbeit der Region. Im Anschluss übernimmt das Duo Ping Pong Rouge mit Hans-Christian Jaenicke an der Violine und Goran Lazarevic am Akkordeon. Ihr Zusammenspiel verbindet Tango, Kammermusik und Improvisation zu einem vielschichtigen Klangbild – mal fein und zurückhaltend, dann wieder kraftvoll und dynamisch, stets mit spürbarer Nähe zum Publikum.

Am Sonntag zieht die Pfingstpartie in den Garten des Bibelzentrums Barth weiter. Hier erwartet die Gäste ein Programm, das sich dem Genre Jazz widmet. In entspannter Atmosphäre entfaltet sich ein musikalischer Nachmittag, der Raum für Improvisation, stilistische Vielfalt und lebendige Klangfarben bietet. Zwischen klassischen Einflüssen, modernen Interpretationen und spontanen musikalischen Dialogen entsteht ein abwechslungsreiches Hörerlebnis, das die besondere Stimmung des Pfingstsonntags unterstreicht.

Die musikalische Pfingstpartie richtet sich an alle, die Live-Musik schätzen, die Feiertage in besonderer Atmosphäre erleben oder einfach ein paar schöne Stunden unter freiem Himmel verbringen möchten. Zwei Tage, zwei charaktervolle Orte und ein vielseitiges musikalisches Programm machen das Pfingstwochenende in Barth zu einem festen Termin im Veranstaltungskalender.