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Barther Boddenblick
Ausgabe 5/2026
Nichtamtlicher Teil
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Sonderausstellung — Stifter, Schenker, Buchliebhaber

Selten gezeigte Buchexemplare und ihre Herkunft

Barth – Die Bibliotheca Bardensis ist vermutlich eine der ältesten Pfarrbibliotheken Deutschlands, die noch an ihrem Ursprungsort aufbewahrt wird. Der anfänglich als Arbeits- und Fachbibliothek angelegte Bestand theologischer Werke hat seinen Sammlungsbeginn vor dem Jahr 1398.

Ihre Geschichte reicht also weit zurück, sie ist ein Produkt der Sammeltätigkeit nicht nur Barther Geistlicher sondern auch von Herzögen und Rektoren, die am Ausbau der Bibliothek interessiert waren. War es wohl ursprünglich nicht die Absicht der Kirche, einen Bücherschatz anzulegen, so finden sich heute in der Sammlung doch eine große Anzahl sehr wertvoller Bücher. Dadurch ist es hier möglich, an Handschriften und Inkunabeln aus dem 15. Jahrhundert und an Drucken des 16. bis 19 Jahrhunderts die Entwicklung des Buchdrucks im europäischen Vergleich zu studieren.

Wie und zu welcher Zeit gelangten diese Bücher in die Bibliothek? Wer waren die Menschen hinter den Büchern?

Rekonstruiert man die bibliotheksgeschichtliche Entwicklung des Gesamtbestandes, dann wird auch deutlich, dass dieser Bibliothek seit Jahrhunderten immer wieder von einzelnen Buchliebhabern großes Interesse und Aufmerksamkeit entgegengebracht wurde. Nach über 600 Jahren ist es ist an der Zeit, diesen Hütern, Hegern und Pflegern unserer Büchersammlung Anerkennung entgegenzubringen und ihren Spuren nachzugehen.

Die Ausstellung lässt ausgewählte, druckgeschichtlich interessante Werke durch ihre Herkunftsgeschichte wieder lebendig werden.

Der Ausstellungsbereich auf der nördlichen Hochempore vor der historischen Kirchenbibliothek ist während der regulären Öffnungszeiten der Barther Sankt-Marien-Kirche frei zugänglich.

Vereinbarung von Führungen im historischen Bibliotheksraum auf Anfrage:

E-Mail: info@barthbibliothek.de