Das Krumme Haus brannte die ganze Nacht.
„Am 18. Dezember 1919 ereilte die alte Burg zu Stargard ein schwerer Schicksalsschlag. Von ruchloser Hand ward des Abends gegen 6 Uhr - in der Amtsstube des Amtes Stargard ein Feuer gelegt, welches im Krummen Hause binnen kurzer Zeit so gewaltig wütete, dass jeder Löschversuch zu einem sinnlosen Unterfangen wurde.“
Eines der ältesten und größten Gebäude der Burg sank in jener Nacht in Schutt und Asche. Die Außenmauer des Hauses, welche gleichzeitig auch die Burgmauer ist, misst an der stärksten Stelle fast 4 Meter und geht auf das Jahr 1245 zurück. Dass auf der Innenseite angebaute Krumme Haus hatte sich Herzog Albrecht VII. (genannt der Schöne) als Palast erbaut. Nach seinem plötzlichen Tod anno 1547, wurde es Sitz von Amtshauptleuten des später eingerichteten Amtes Stargard. Über 350 Jahre lang. Nun wartet die Ruine seit 105 Jahren auf ein schützendes Dach. Was nun? Alles zu spät oder gibt es Hoffnung? Am 18. Dezember, genau zum Jahrestag des Brandes, findet im „Hotel zur Burg“ um 18:30 Uhr ein Vortrag statt. Der Vorsitzende des Fördervereins Höhenburg Stargard e.V. und ehem. Museumsleiter Frank Saß erzählt mit vielen Bildern von der Geschichte, vom Schicksal, dem Verfall und von Ideen zur Zukunft des Krummen Hauses. Seien Sie herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.