Derzeit wird im Auftrag des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte (StALU MS) die oben genannte Gebietsbetreuung durchgeführt. Das Vorhaben wird durch den Landschaftspflegeverband „Mecklenburger Endmoräne" e.V. bis Juni 2029 umgesetzt. Dieser betreibt in Neubrandenburg ein, für diesen Zweck eingerichtetes, Büro (Kontakt s.u.).
Damit wird das Pilotprojekt „Natura 2000-Station Grenzertragstandorte Tollensetal, Tollensesee und Burg Stargard" (Mai 2022 bis Juni 2025) weitergeführt.
Die Betreuung erfolgt für die FFH-Gebiete Tollensetal, Tollensesee, Burg Stargard und Peenetal im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.
Ziel der Arbeit ist es, den Zustand der Lebensraumtypen (LRT) auf artenreiche genutzte Wiesen und Weiden (Grenzertragsstandorte*), sowie von Kleingewässern, in diesen Schutzgebieten zu erhalten oder zu verbessern.
Dazu werden Landnutzerinnen und Landnutzer sowie Eigentümerinnen und Eigentümer beraten und Möglichkeiten für eine standortangepasste Bewirtschaftung aufgezeigt.
folgende Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB) gehören zur Gebietsbetreuung:
| DE 2245-302 | „Tollensetal mit Zuflüssen", |
| DE 2545-303 | „Tollensesee mit Zuflüssen und umliegenden Wäldern", |
| DE 2446-301 | „Wald- und Kleingewässerlandschaft bei Burg Stargard" und |
| DE 2045-302 | „Peenetal mit Zuflüssen, Kleingewässerlandschaft am Kummerower See" (im LK MSE) |
Wesentliche Aufgaben der Natura 2000 Gebietsbetreuung Grenzertragsstandorte sind:
| • | Sensibilisierung und Beratung von Landnutzern / Landeigentümern, |
| • | Konkretisierung und Umsetzung von Maßnahmen u.a. aus Managementplänen, |
| • | Öffentlichkeitsarbeit, |
| • | laufende Abstimmung der Arbeit mit den Naturschutzbehörden |
* Grenzertragsstandorte sind landwirtschaftliche Nutzflächen, auf denen sich der Aufwand der Bewirtschaftung und der zu erzielende Ertrag die Waage halten bzw. eine Bewirtschaftung unrentabel ist. Durch die Aufgabe traditioneller Nutzungen (z.B. Streu- oder Heuwiesen sowie Weiden) gehen Offenlandflächen durch Brachestadien bis hin zur Verbuschung verloren. Diese Nutzungsaufgabe betrifft zumeist Flächen in feuchten Niederungen, auf trockenen Steillagen und Kuppen sowie auf kleinen Splitterflächen. Gerade diese Standorte sind aus naturschutzfachlicher Sicht besonders wertvoll.
Das StALU MS bittet alle Flächeneigentümer, Pächter und sonstigen Flächennutzer die Arbeiten zu unterstützen und den Zugang auf die Flächen zu gewähren. Die beauftragten Personen führen ein vom StALU MS ausgestelltes Auftragsbestätigungsschreiben mit sich.
Kontakt zur Natura 2000 Gebietsbetreuung Grenzertragsstandorte:
Trockener Weg 1b, 17033 Neubrandenburg,
Telefon / Mail: 0395 45 13 81 49/ info@natura2000-station-mse.de
Homepage: www.natura2000-station-mse.de
Für allgemeine Rückfragen wenden Sie sich bitte an das StALU MS in Neubrandenburg.
Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte
Abteilung 4 - Naturschutz, Wasser und Boden
Dezernat 40 - Management Natura 2000
Sachgebiet 40-1 - Umsetzung Management Natura 2000
Frau Ulrike Wirth
Neustrelitzer Straße 120, 17033 Neubrandenburg
Tel.: 0385 588 69-404 / Mail: u.wirth@stalums.mv-regierung.de
Die Abgrenzung der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB/FFH), der Flurstücke und weitere Gebietsbestandteile können über das Kartenportal Umwelt M-V (https://www.umweltkarten.mv-regierung.de/atlas/script/index.php) oder das Geoportal des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte (https://geoport-lk-mse.de/kvwmap/index.php) eingesehen werden.
Förderung: