Titel Logo
Bützower Landkurier
Ausgabe 2/2026
Verwaltungsbericht des Bürgermeisters
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Neujahrsempfang der Stadt Bützow am 09.01.2026

Bürgermeister Christian Grüschow

Gudrun Radziwolek begrüßt die Gäste.

Begrüßung durch Gudrun Radziwolek

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, geschätzte Gäste, liebe Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Institutionen.

Ich freue mich sehr, Sie alle heute hier zu unserem Neujahrsempfang begrüßen zu dürfen und danke Ihnen herzlich, dass Sie sich die Zeit genommen haben, gemeinsam mit uns ins neue Jahr zu starten.

Der Beginn eines neuen Jahres ist immer auch ein Moment des Innehaltens.

Wir blicken zurück auf das, was war – auf Erfolge, auf Herausforderungen, auf Begegnungen – und richten zugleich den Blick nach vorne: auf neue Aufgaben, neue Chancen und gemeinsame Ziele.

Unsere Stadt lebt von den Menschen, die sich hier engagieren: in den Vereinen, im Ehrenamt, in der Nachbarschaftshilfe, in den Betrieben und Institutionen. Dieses Engagement, dieser Zusammenhalt und diese Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, machen unsere Stadt lebenswert. Ohne Sie – liebe Engagierte – wäre unsere Stadt lediglich eine Ansammlung von Häusern. Sie sind es, die daraus eine Heimat machen. Dafür möchte ich Ihnen im Namen aller Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter herzlich danken.

Das vergangene Jahr hat uns erneut gezeigt, dass Veränderungen zum Alltag gehören. Sowohl im Großen, als auch im Kleinen. Nicht alles liegt in unserer Hand, doch vieles können wir gemeinsam gestalten. Als Stadt wollen wir auch in diesem neuen Jahr verantwortungsvoll handeln, zuhören, den Dialog pflegen und Entscheidungen treffen, die unserer Gemeinschaft langfristig dienen. So werden wir im Frühjahr gemeinsam unsere neue Regionale Schule eröffnen, deren Fertigstellung mit großen Schritten vorankommt. Es werden moderne Lern- und Lebensbedingungen für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer – auch für die nächsten Generationen – sein. Glauben Sie mir, es fiel uns nicht leicht und hat viele Diskussionen und viel Zeit gekostet, Entscheidungen dieser Tragweite und Dimensionen – auch finanzieller Art – zu treffen. Dank intensiver Bemühungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung gelang es, Fördermittel einzuwerben, sodass die finanzielle Belastung für unsere Stadt deutlich reduziert wurde. Bützow als innovativen Bildungsstandort zu entwickeln, ist unser Anspruch.

Unser Ziel ist es, eine Stadt zu bleiben, die modern genug für die Jugend und vertraut genug für unsere Senioren ist.

Für das neue Jahr wünsche ich uns Mut, Zuversicht und Vertrauen – Vertrauen in unsere Stärken, in unsere Mitmenschen und in die Zukunft unserer Stadt. Wenn wir weiterhin respektvoll miteinander umgehen und gemeinsam anpacken, können wir viel bewegen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesundes, glückliches und erfülltes neues Jahr 2026 in Frieden.

Vielen Dank – und genießen Sie den heutigen Abend im Zeichen der Begegnung und des Austauschs. Lassen Sie uns anstoßen „Auf unser Bützow“.

Begrüßung durch Christian Grüschow

Herzlich willkommen

Besondere Gäste:

  • Amtsvorsteher & Bürgermeisterkolleginnen und Kollegen unseres Amtes
  • Philipp da Cunha (Landtag M-V) > in Begleitung
  • Veikko Hackendahl (Präsident des Kreistages des Landkreises Rostock)
  • Stephan Meyer (1. Stellv. Landrat) > in Begleitung
  • Sascha Zimmermann (BGM Barlachstadt GÜ) -> in Begleitung
  • Zudem zwei weitere besondere Gäste als Keyspeaker

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

liebe Gäste!

Festliche Anlässe wie dieser leben von Begegnung, von Anerkennung – und von dem, was uns als Gemeinschaft verbindet. Viele der Menschen, die heute hier sind, eint dabei eine besondere Haltung:

Der Wille, mehr zu tun, als es die Pflicht verlangt.

Dienst nach Vorschrift oder das sprichwörtliche nur so hoch springen, wie es unbedingt nötig ist, war noch nie mein persönlicher Maßstab. Und es entspricht weder meiner Haltung noch meinem Verständnis von Verantwortung.

Mich motivieren Menschen und Ziele, die darüber hinausgehen, die herausfordern. Die Mut erfordern. Und nicht selbstverständlich zu erreichen sind.

Denn echte Wirkung entsteht selten dort, wo man sich mit dem Mindestmaß zufriedengibt.

„Wenn du es dir vorstellen kannst, kannst du es auch tun“, sagte einmal Walt Disney.

Ein Satz mit Leichtigkeit und Optimismus – und zugleich ein Anspruch an uns selbst, unsere Möglichkeiten nicht vorschnell zu begrenzen.

Diese Haltung, dieser Mut begegnet uns immer wieder: Bei Menschen, die Verantwortung übernehmen, ohne danach zu fragen, ob es bequem ist.

Bei Menschen, die bereit sind, Zeit, Energie und Überzeugung einzubringen, um etwas zu bewegen – für andere … für eine Gemeinschaft … für eine Idee.

Ich weiß, dass viele von Ihnen und Euch diese Überzeugung teilen. Und ich bin sicher: Wir werden heute Abend noch erleben, wie viel Kraft, Inspiration und Vorbildwirkung in genau dieser Haltung steckt.

Sehr geehrte Anwesende,

als der Landkreis Rostock im Jahr 2020 den Mietvertrag für unsere Regionale Schule hier in diesem Schulgebäude zur Kündigung avisierte, hätten wir einen einfachen, funktionalen Zweckbau planen können.

Als wir 2018 gefragt wurden, ob wir als Rathaus das Schülerprojekt „Auf in die Schule! Auf in den Job!“ (als Teil der Berufsfrühorientierung in Klasse 9) übernehmen würden, hätten wir in Anbetracht des Aufwandes und der Zuständigkeit sagen können:

Nein, danke! Nicht unser Beritt …

Wir haben uns bewusst anders entschieden.

Statt eines Minimalansatzes eröffnen wir in Bützow demnächst einen der modernsten und fortschrittlichsten Schulbauten in M-V.

Ab dem kommenden Schuljahr nehmen wir u.a. rund 800 m² modernster Werkkabinette für 10 unterschiedliche Berufsbilder in Betrieb – und ermöglichen den Schülerinnen und Schülern der 8. und 9. Klassen bereits weit vor der Schulausgangsphase eine frühe, praxisnahe berufliche Orientierung.

Wir führen bereits ab Klasse 5 bis einschließlich 10 alle sechs Wochen eine schulweite Projektwoche ein. Neben der klassischen Berufs- und Mittleren Reife erwerben Kinder und Jugendliche hier zusätzliche praktische Kompetenzen für ihr weiteres Leben.

An dieser Stelle, sehr geehrte Gäste, möchte ich einen ganz persönlichen Dank und die herzlichsten Genesungswünsche an Karin Alsleben senden, mit der ich gemeinsam dieses Pilotprojekt „Campus des Handwerkes“ konzipieren und durch die Entscheidungsgremien tragen durfte.

Damit praktizieren wir in Bützow eine Form von Schule, die es in dieser Art in M-V – und vermutlich auch darüber hinaus – bislang nicht gegeben hat.

Und statt eines herkömmlichen Schulhofes entsteht in direkter Nachbarschaft ein neuer Stadtteilpark von rund 3 Hektar, der Schul-, Freizeit- und Erholungsnutzung beispielhaft verbindet und aus diesem Grund über ein Bundesprogramm mit ca. 4 Mio. EUR gefördert wird.

Als die Musikschule des Landkreises Rostock signalisierte, dass ihre räumlichen Kapazitäten für die vielen Schülerinnen und Schüler und Disziplinen nicht mehr ausreichen, hätten wir sagen können:

Ja, dann ist das eben so ….

Stattdessen haben wir das historische Realgymnasium mit erheblichem zeitlichen und finanziellen Aufwand saniert – und den bislang modernsten Außenstandort der Kreismusikschule geschaffen.

In den vergangenen Jahren haben wir unsere Sportaußenanlagen für mehr als 4 Mio. EUR saniert und neu errichtet. Und über Modernisierungsgutachten haben wir zudem die Sanierung unserer beider Schul- und Vereinssporthallen auf Weg gebracht.

Und:

Entgegen des allgemeinen Trends beschäftigen wir ab 2026 für unsere Schulen und Sportstätten wieder eigenes Reinigungspersonal – weil Qualität, Verlässlichkeit und Verantwortung in diesen für uns bedeutenden Einrichtungen unerlässlich sind.

Azubi-Onboarding, UnternehmerKreis, VereinsNetzwerk, Imagekampagne BÜZONDERS, City- und Quartiersmanagement in der Innenstadt, Regionalwarenladen, die neue KAMA-Begegnungsstätte, der Erzählbriefkasten – und seit 2020 der erste Bürgerhaushalt in M-V, ab 2026 ergänzt um einem eigenen Kinderbürgerhaushalt für die tollen Ideen unserer Jüngsten.

Nur eine Auswahl unserer Initiativen – jenseits der klassischen Pflichtaufgaben.

Das alles ist keine Pflicht.

Das ist Kür.

Tolle Projekte, wie ich meine.

Sie bedeuten aber auch zusätzlichen Aufwand – politisch, organisatorisch, bürokratisch. Sie verlangen Durchhaltevermögen, Überzeugungsarbeit und manchmal auch das Überwinden von Widerständen, weil es dafür im kommunalen Bereich oftmals keine vorgezeichneten Wege gibt und damit übergeordnete Instanzen mitunter vor Herausforderungen stellt

Aber, meine sehr geehrten Damen und Herren, es lohnt sich!

Das sagen uns die Menschen, die diese Initiativen nutzen, mitgestalten und mit Leben füllen. Sie stärken den Zusammenhalt unserer Stadtgesellschaft – und entfalten nicht selten eine Wirkung weit über die Stadtgrenzen hinaus.

Dass wir damit nicht ganz falsch liegen, zeigte sich erst in dieser Woche:

Am Montag erhielten wir einen Anruf aus dem Innenministerium in Schwerin. Im Koalitionsvertrag von SPD und LINKEN aus dem Jahr 2021 wurde vereinbart zu prüfen, ob Kommunen bei der Einführung eines Bürgerhaushalts unterstützt werden können. Nun sollen Taten folgen – und man denkt darüber nach, den Bützower Bürgerhaushalt als Blaupause zu nehmen.

Wir finden: eine sehr gute Idee.

Lieber Philipp, viele Grüße nach Schwerin – entsprechende Leitfäden liegen bei uns bereits seit fünf Jahren bereit.

Kurzum:

In Bützow machen wir gemeinsam vieles anders.

So manches richtig.

Man kann sagen: schon BÜZONDERS.

Und wir wissen:

Jeder oder jede Einzelne von uns ist ein wichtiger Teil dieses Gefüges. Ob im Haupt- oder Ehrenamt, ob in Bildung, Kultur, Sozialwesen, Sport, Politik und Wirtschaft.

Was wir hier leisten, ist eine Gesamtleistung der Menschen unserer Stadt, die wir am heutigen Abend stellvertretend repräsentieren, die wir heute würdigen.

Gleichzeitig muss ich – bei aller Zuversicht – auch offen aussprechen, dass das sprichwörtliche „höher Springen als unbedingt nötig“ durch die aktuellen Rahmenbedingungen von Jahr zu Jahr schwieriger wird.

Ein Auszug:

Initiativen ersticken – trotz politischer Bekenntnisse – an kaum noch zu bewältigender Bürokratie – paradoxerweise insbesondere auch in der kommunalen Praxis:

Ein Beispiel: Das Vergaberecht in M-V wurde erneut verkompliziert. Meine Mitarbeiterinnen prüfen in den ohnehin schon komplexen Verfahren nun neuerdings auch Firmen auf Tariftreue & Mindestlohnzahlung. Ein fachfremdes Gesetz wird zur Umsetzung politischer Ziele durch die Hintertür genutzt, dessen Umsetzung bei uns vor Ort hängen bleibt.

Auch Verhältnismäßigkeiten gehen zunehmend verloren – etwa im Bereich des Umweltschutzes:

So werden Bauvorhaben in Bützow (und in anderen Städten) in der Trinkwasserschutzzone II kategorisch abgelehnt. Obwohl Entnahmestellen teils über 40 km entfernt liegen – mit massiven Auswirkungen auf unsere städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten.

Wir arbeiten intensiv an Lösungen, müssen dabei jedoch feststellen, dass Unterstützung nicht überall selbstverständlich ist. Auf die des Landkreises Rostock warten wir immer noch.

Hinzu kommt, dass staatliche Stellen zunehmend ihre Fähigkeit zu Ermessensentscheidungen verlieren und im Ergebnis unsere Entwicklungsmöglichkeiten deutlich einschränken:

Das seit 2015 laufende Verfahren zur Ausweisung von 30 Hektar Gewerbepotenzialfläche im Norden Bützows – nach jahrelangen Untersuchungen und erheblichem finanziellen Aufwand von mehr als 200 TEUR bis 2021 von der zuständigen Landesbehörde unterstützt, wird heute durch dieselbe Behörde faktisch blockiert.

Kommunale Selbstverwaltung existiert hier nur noch theoretisch. Man könnte wohl besser von nicht-kommunaler Fremdentwicklung sprechen.

Ich könnte fortfahren mit Brandschutzkonzepten, Wärmeplanungen, Klimaanpassungsstrategien, Wärmeinseln – alles durchaus wichtige Themen, die seit Neuerem personell und finanziell durch uns zu bewältigen sind.

Enden möchte ich mit dem wohl größten Fragezeichen: der äußerst angespannten Finanzsituation der kommunalen Familie in den kommenden Jahren.

Auch wenn wir in Bützow bislang viel über kluge Fördermittelakquise abfedern konnten – ob das dauerhaft gelingt, bleibt tatsächlich offen.

Aber eines kann ich Ihnen versprechen:

Egal, was kommt – wir …. bleiben …. ambitioniert.

Die Hürden sind höher geworden.

Das heißt: Wir müssen auch künftig noch höher springen.

Und genau das werden wir tun.

Meine sehr geehrten Gäste,

wir begrüßen heute Abend zwei herausragende Persönlichkeiten, die uns selbst davon erzählen werden, was geschieht, wenn man immer mehr tun möchte, als eben nur das Notwendige.

Unser erster Gast, sprang – im wahrsten Sinne des Wortes - höher als er hätte müssen. Seine Hochsprungleistung von 2,27 m war bis 2017 die größte im Zehnkampf je übersprungene Höhe. Er war erfolgreicher Zehnkämpfer und der letzte Olympiasieger der DDR - 1988 in Seoul.

Heute setzt er sich neben weiteren Projekten öffentlich wirksam und stringent für die Belange von Menschen mit Beeinträchtigungen ein, organisierte das 4. All Inklusiv Festival im September 2025 ist Rostock, ist Vorsitzender des Vereins allinklusiv Rostock e.V. und sagt:

“Es ist und bleibt mein persönliches Anliegen, scheinbar Unmögliches möglich zu machen – als Teil eines gesellschaftlichen Zehnkampfs.”

Herzlich willkommen, Christian Schenk.

Unser zweiter Gast und sie ahnen es bereits, hat was mit Bildung zu tun.

Er sagt: „Schulen müssen Hoffnungsorte sein.“ und (Zitat):

„Wir haben uns an Defizite gewöhnt – ohne sie zu verändern. Ich sehe ein Land, das über Bildung redet, aber sie nicht bewegt.“

Er war 27 Jahre im Schuldienst, als Lehrer und 8 Jahre als Schulleiter an der Don-Bosco-Schule in Rostock. Diese verließ er im Frühjahr 2025 und ist heute Head of Modern Education.

Viele Jahre begleitete er die Lehrkräfte-Ausbildung an einem privaten Studienseminar in M-V. Heute ist er Podcaster, Impulsgeber und Bildungsinfluencer:

Herzlich willkommen: Gert Mengel.

Sehr geehrte Herren,

ich freue mich sehr, dass Sie beide unserer Einladung gefolgt und uns heute Abend Impulsgeber sind.

Herzlichen Dank, bereits an dieser Stelle.

Liebe Gäste, ich bitte Sie um Applaus für Christian Schenk.

Sonderehrung

Meine sehr geehrten Gäste,

die öffentliche Würdigung des Ehrenamtes in unserer Stadt ist für alle politischen Vertreter Bützows weit mehr als eine formale Geste. Sie ist Ausdruck echter Wertschätzung und ein persönliches Anliegen. Seit vielen Jahren nimmt sie deshalb einen festen und bedeutenden Platz im Rahmen unserer Neujahrsempfänge ein.

Alljährlich nutzen wir diesen besonderen Anlass, um Menschen und Organisationen mit einer Sonderehrung unseren Dank auszusprechen. Geehrt werden diejenigen, die sich in den vergangenen Jahren – oftmals über Jahrzehnte hinweg – mit großem Engagement, Verantwortungsbewusstsein und Ausdauer für unsere Stadt und ihre Stadtgesellschaft eingesetzt haben. Ihr Wirken prägt das Miteinander, stärkt den Zusammenhalt und macht Bützow zu dem lebendigen und solidarischen Ort, der er heute ist.

In diesem Jahr werden wir eine ganz besondere Ehrung vornehmen: eine Auszeichnung der Wettkampftruppe der Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr „Fritz Reuter“ Bützow.

Petersberg bei Fulda, Rügen, Teterow, Burglengenfeld bei Regensburg, Tribsees, Dresden, Ludwigslust und Andernach…

Die Mitglieder der Wettkampftruppe nicken sicherlich und erinnern die Atmosphäre und Aufregung, die für sie mit diesen Orten verbunden sind.

In den aufgezählten Städten nahm die Wettkampftruppe unserer Jugendfeuerwehr an den Landes- und Bundeswettbewerben teil, quasi an den Meisterschaften.

Neben Erstplatzierungen auf Kreisebene erreichte die Jugendfeuerwehr Bützow den 1. Platz beim Landesausscheid im Jahr 2022 und 2023 sowie die Vize-Meisterschaften 2024 und 2025.

Auf Bundesebene gelang ihnen der Erfolg eines 6., 8. und im letzten Jahr als absolutes Highlight der 3. Platz.

Lieber Zlata,

liebe Melina,

lieber Eric,

lieber Jan-Luca,

lieber Thure-Oskar,

lieber Gustav,

lieber Mattis,

liebe Helene,

lieber Vladyslav,

liebe Josefine

– ich bitte Euch ganz herzlich auf die Bühne.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

diese jungen Bützowerinnen und Bützower erkämpften sich beim letzten Bundesausscheid der Jugendfeuerwehren, also den Deutschen Meisterschaften in Andernach, den 3. Platz und gehören somit zu den besten Jugendfeuerwehren Deutschlands.

Herzlichen Glückwunsch!

Dieser Erfolg ist Ergebnis des besonderen Teamgeistes, der stetigen Leistungsbereitschaft, der vorbildlichen Ausbildung und er ist zugleich logische Konsequenz der Zielstrebigkeit, der jahrelangen Disziplin und des bemerkenswerten ehrenamtlichen Engagements.

Lieber Roger, du führst die Jugendfeuerwehr seit vielen Jahren, bist Motivator, Trainer, Organisator und verbringst Stunden um Stunden mit „Deinen“ Jung-Kameradinnen und Kameraden auf Trainingsplätzen, im Gerätehaus und in Fahrzeugen – auf dem Weg nach Hessen, Bayern, Sachsen.

Und nicht selten auch bei mir im Büro, um doch noch den einen oder anderen Euro aus dem Stadtsäckle für Deine Jungs und Mädels zu ergattern.

Du gehörst somit genauso auf die Bühne … komm bitte zu uns.

Liebe Gäste,

es ist mir heute ein ganz besonderes Bedürfnis, diese Ehrung an dieser Stelle vornehmen zu dürfen.

Denn die Kameradinnen und Kameraden, die wir heute würdigen, vereinen sich nicht „nur“ im Feuerwehrsport, um an Wettkämpfen teilzunehmen.

Vielmehr nutzen sie diesen sportlichen und kameradschaftlichen Rahmen, um Fähigkeiten zu trainieren, die im Ernstfall überaus entscheidend sind:

Sie üben Abläufe und schulen ihr Handgeschick,

Sie verbessern kontinuierlich ihre körperliche Leistungsfähigkeit und ihr fachliches Wissen,

sie festigen ihr Teamgefüge und das Vertrauen ineinander,

Und sie professionalisieren das Zusammenspiel – etwa in Disziplinen wie dem bekannten „Löschangriff nass“, der weit mehr ist als ein sportlicher Wettbewerb.

All das tun sie mit einem klaren Ziel: um Einsatzkräfte zu werden.

Diese jungen Menschen sind bereit – und sie bereiten sich konsequent darauf vor –, im Ernstfall für uns alle da zu sein. Sie übernehmen Verantwortung für andere und sind gewillt, Hilfe zu leisten, auch wenn dies mit persönlichem Risiko verbunden sein kann.

Das verdient unseren höchsten Respekt!

Deshalb bitte ich Sie heute nicht nur um Applaus und herzliche Gratulation für dieses besondere Engagement.

Ich bitte Sie ebenso um Unterstützung – in der Form, die Ihnen jeweils möglich ist.

Und zeigen Sie Ihre Wertschätzung gerne auch öffentlich:

Folgen Sie den Kameradinnen und Kameraden auf Instagram und Facebook, machen Sie ihr Engagement sichtbar und stärken Sie damit das Ehrenamt.

Liebes Jugendfeuerwehrteam, lieber Roger,

als Anerkennung Eurer herausragenden Leistung, Eures Einsatzes und Eurer Vorbildwirkung erhaltet ihr heute die Sonderehrung der Stadt Bützow im Jahr 2026.

Herzlichen Glückwunsch – und vielen Dank für das, was ihr für uns alle leistet.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

liebe Anwesende.

Wir haben soeben gelernt:

Man kann olympisches Gold gewinnen, indem man scheinbar Unmögliches möglich macht – und man kann als Pädagoge Generationen prägen, ohne jemals eine Startnummer getragen zu haben.

Beide Gastredner, Christian Schenk und Gert Mengel, haben uns gezeigt: Ob im Sport oder in der Bildung – entscheidend ist nicht die Disziplin, sondern vielmehr die eigene Haltung.

Und wer diesen gesellschaftlichen Zehnkampf ernst nimmt, weiß:

Er wird nicht an einem Tag entschieden, sondern jeden Tag neu.

Und genau deshalb geht es heute nicht um Medaillen, Likes oder Bestzeiten – sondern um Menschen wie Sie, die diesen Einsatz täglich leisten – oft leise, oft selbstverständlich, aber immer mit Wirkung.

Mein Dank gilt Ihnen – liebe Anwesende – stellvertretend für all jene, die unsere Stadt tragen – die Engagierten, die Ehrenamtlichen, die Stillen im Hintergrund ebenso wie die Sichtbaren an vorderster Stelle.

…die Menschen, die Abend für Abend, Wochenende für Wochenende Verantwortung übernehmen – im Verein, im Brandschutz, in der Kultur, im sozialen Miteinander.

Sie investieren Zeit, Kraft und Herzblut. Nicht aus Pflichtgefühl allein, sondern aus Verantwortung für andere, und weil es notwendig ist.

Sie alle prägen den Zusammenhalt, die Menschlichkeit und die kulturelle Vielfalt unserer Stadt.

Dafür sage ich Ihnen heute: Danke. Mit Respekt und Anerkennung.

Mein Dank gilt ebenso den Unternehmerinnen und Unternehmern unter Ihnen.

Menschen, die investieren, Arbeitsplätze schaffen und Perspektiven eröffnen.

Die Verantwortung tragen – für ihre Betriebe, für ihre Mitarbeitenden und für Bützow als Wirtschaftsstandort.

Ihr Engagement reicht dabei oft weit über das Unternehmerische hinaus.

Sie gestalten, unterstützen, ermöglichen.

Auch dafür sage ich: Vielen Dank.

Liebe Gäste,

all das, was ich heute Abend nicht im Einzelnen benennen konnte, soll dennoch sichtbar sein.

Auf der Leinwand finden Sie im Anschluss eine Auswahl unserer wichtigsten Projekte – und bewusst auch eine Übersicht all jener Unternehmen, Institutionen und Organisationen, die heute hier zusammengekommen sind.

Denn dieser Abend lebt vom Austausch, vom Netzwerken und vom Gespräch.

Für das Jahr 2026 wünsche ich Ihnen – ganz persönlich – Gesundheit, Zufriedenheit und Zuversicht.

Ich wünsche Ihnen Mut für neue Wege, Kraft für Herausforderungen und Erfolg bei allem, was Sie sich vorgenommen haben – privat wie beruflich.

Und behalten Sie einen Gedanken im Herzen:

„Wenn du es dir vorstellen kannst, kannst du es auch tun.“

In diesem Sinne: Lassen Sie uns heute den Alltag einen Moment beiseiteschieben.

Genießen wir einen unterhaltsamen, lebendigen und ausgelassenen Abend –

und feiern wir das, was uns verbindet.

Ich freue mich sehr, dass Sie da sind!

Herzlichen Dank.