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Bützower Landkurier
Ausgabe 4/2023
Gedichte
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Gedichte, Storchengeschichte

Im vergangenen Herbst -

wann genau, das habe ich vergessen,

da hat ein großes Feuer

die alte Dorfscheune aufgefressen.

Die Leute im Dorf

würden weniger darüber klagen,

hätte die alte Scheune nicht

das große Storchennest getragen.

Der Gemeinderat sitzt beisammen

- und das ist wohl klar -

beschließt einen Neubau

für das Storchenpaar.

Mitte März ist’s geworden

mittlererweile.

Die Storchenkenner und die Alten

raten zur Eile.

Nun verwirklicht man

mit Schwung und Elan

den gründlich beratenen

Neubauplan.

Am Sonntagmittag schließlich

ist es soweit.

Der Mast mit dem Rad obendrauf

steht zum Einzug bereit.

Nun muss man warten -

und Warten fällt schwer!

Die Tage vergehen

der Neubau bleibt leer.

Am einunddreißigsten März

- dieses Mal weiß ich’s genau -

da stand er schließlich oben

auf dem seltsamen Bau.

Im Dorf herrscht eitel Freude.

Na das ist ein Glück!

„Heh, Wilhelm, hest hürt?

De Adebar ist taurück!“.

Wolfgang Pfannenschmidt, Bützow