Titel Logo
Bützower Landkurier
Ausgabe 5/2026
Nachrichten aus der Stadt Bützow und dem Amt Bützow-Land
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Film im Krummen Haus im Mai und Juni

Gelbe Briefe

MOTHER

Plakat „…denn sie wissen nicht was sie tun“

Filme von Meisterregisseuren aus drei Generationen stehen im Mai und Juni auf dem Programm im Krummen Haus. Der Jüngste macht den Aufschlag. İlker Çatak war mit „Das Lehrerzimmer“ für den Oscar® nominiert. Nun legt er mit „Gelbe Briefe“ erneut ein brisantes und packendes Werk vor. Im Mittelpunkt steht ein Paar, das durch die Willkür eines autoritären politischen Systems unter Druck gerät und sich zwischen seinen Idealen und Anpassung entscheiden muss. Eindrucksvoll getragen von den türkischen Schauspielstars Özgü Namal und Tansu Biçer schafft İlker Çatak ein intensives und brandaktuelles Drama über Mut und Macht, das die universellen, großen gesellschaftspolitischen Fragen unserer Zeit in den Fokus nimmt. „Gelbe Briefe“ läuft am 13. Mai.

Bitte beachten Sie, dass wir am 6. Mai nicht spielen, sondern stattdessen an zwei aufeinanderfolgenden Mittwochabenden. Denn am 20. Mai läuft der aktuelle Film von Altmeister Jim Jarmusch: „Father Mother Sister Brother“. In seinem neuesten Geniestreich lässt die Regie-Ikone Jarmusch den hochkarätigen Cast um Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Indya Moore und Luka Sabbat die Untiefen familiärer Beziehungen ausloten.

Der Generationenfilm schlechthin ist der Klassiker „…denn sie wissen nicht, was sie tun“ von Nicholas Ray mit James Dean und Natalie Wood aus dem Jahr 1955. Der Jugendliche Jim Stark ist mit seinen Eltern mal wieder umgezogen, um an einer anderen Schule neu anzufangen. Das Verhältnis zu seinen Eltern ist ausgesprochen schwierig. Auf seiner neuen Schule beäugt man ihn kritisch. Keine guten Voraussetzungen für einen Neustart.

„Rebel Without A Cause“ – so der Originaltitel – läuft am 3. Juni im englischen Original mit deutschen Untertiteln im Begleitprogramm zur Ausstellung „Jeans Palast“.

Die Filmvorführungen beginnen jeweils um 19:30 Uhr, der Eintritt beträgt 4,- Euro. FILM im KRUMMEN HAUS wird ermöglicht durch die Kooperation mit dem Filmklub Güstrow und Mobiles Kino Güstrow. www.dorfkinoeinfach.de

 

 

13.05.2026, 19:30 Uhr: Gelbe Briefe

Spielfilm, Deutschland, Frankreich, Türkei, 2026, Regie: İlker Çatak, Länge: 128 min, FSK 12

Mit: Özgü Namal, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas, İpek Bilgin, Aydin Isik, Aziz Çapkurt, Şiir Eloğlu, Yusuf Akgün, Uygar Tamer, Jale Arıkan, Seda Türkmen, Emre Bakar, Elit İşcan, Sultan Ulutaş Alopé, Emine Meyrem, İpek Seyalıoğlu

Derya (Özgü Namal) und Aziz (Tansu Biçer), ein gefeiertes Künstlerehepaar aus Ankara, führen mit ihrer 13-jährigen Tochter Ezgi ein erfülltes Leben, bis ein Vorfall bei der Premiere ihres neuen Theaterstücks alles verändert. Über Nacht geraten sie ins Visier des Staates und verlieren ihre Arbeit und ihre Wohnung. Sie gehen nach Istanbul, wo sie vorläufig bei der Mutter von Aziz unterkommen. Während sich Aziz mit Gelegenheitsjobs durchschlägt und an seinen Überzeugungen festhält, sucht Derya nach einem Ausweg, der sie finanziell unabhängig macht. Nach und nach vergrößert sich die Distanz zwischen ihnen und ihrer Tochter, bis sie sich zwischen ihren Wertvorstellungen und der gemeinsamen Zukunft als Familie entscheiden müssen.

Seine Weltpremiere feierte „Gelbe Briefe“ im Wettbewerb der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin im Februar 2026, wo er mit dem Goldenen Bären für den besten Film ausgezeichnet wurde.

www.alamodefilm.de

 

 

20.05.2026, 19:30 Uhr: Father Mother Sister Brother

Spielfilm, USA, Irland, Frankreich, 2025, Regie: Jim Jarmusch, Länge: 110 min, FSK 12

Mit: Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Sarah Greene, Indya Moore, Luka Sabbat, Françoise Lebrun

„Father Mother Sister Brother“ ist ein behutsam als Triptychon komponierter Spielfilm. Die drei Geschichten kreisen um die Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren teils distanzierten Eltern sowie untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen

Land: „Father“ ist im Nordosten der USA angesiedelt, „Mother“ in Dublin und „Sister Brother“ in Paris. Jarmusch bietet eine Reihe von Charakterstudien, ruhig, beobachtend und ohne Wertung – und zugleich eine Komödie, durchzogen von feinen Fäden der Melancholie.

„Father Mother Sister Brother“ wurde bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.

www.weltkino.de/filme/father-mother-sister-brother

 

 

03.06.2026, 19:30 Uhr: Rebel Without A Cause

Spielfilm, USA, 1955, Regie: Nicholas Ray, Länge: 106 min, FSK 12, Original mit deutschen Untertiteln

Mit: James Dean, Natalie Wood, Sal Mineo, Jim Backus, Ann Doran, Dennis Hopper, Corey Allen

Über den Film schreibt Michael Töteberg im Metzler Film Lexikon 1995: „Jim Stark, bereits mehrfach von verschiedenen Schulen geflogen, ist gerade mit seinen Eltern nach Los Angeles gezogen. Die Eltern bieten ihrem Sohn kaum Geborgenheit; Jim spürt, dass sein Vater ein Schwächling ist und seine Mutter ihn nicht liebt. Auf seiner neuen Schule, der Dawson High School, begegnet man dem Außenseiter mit Misstrauen. Nur Judy, die allerdings mit dem Halbstarken Buzz liiert ist, scheint sich für ihn zu interessieren. Die Gang um Buzz provoziert Jim ständig und denunziert ihn als „Chicken“. Der Streit eskaliert und endet in einer Messerstecherei.

Sein Vater kann Jim keinen Rat geben. Der verzweifelt an der fehlenden autoritären Vaterfigur und lässt sich auf die Herausforderung ein, mit Buzz ein halsbrecherisches Autorennen zu fahren. Der sogenannte "Chicken Run" sieht vor, dass die Kontrahenten des Duells jeweils mit einem Auto auf eine Klippe zurasen. Wer zuerst aus seinem Wagen springt, hat verloren…“

Der US-amerikanische Regisseur Nicholas Ray selbst fällt schon in seiner High-School-Zeit als unangepasst und rebellisch auf. Wie die Filmfigur Jim Stark wechselt er aus diesem Grund häufig die Schule. In vielen von Rays Filmen gibt es unangepasste Helden und Heldinnen.

1990 wurde „Rebel Without a Cause“ in das National Film Registry aufgenommen, das Verzeichnis und Archiv US-amerikanischer Filme, die als besonders erhaltenswert angesehen werden.

Vorschau

Queeres Kino: 17.06.2026, 19:30 Uhr - Blue Jean

Spielfilm, UK 2022, Regie: Georgia Oakley, Länge: 97 min, FSK 16