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Bützower Landkurier
Ausgabe 7/2026
Nachrichten aus der Stadt Bützow und dem Amt Bützow-Land
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Jeans Palast

 

Wie kam die Jeans in Ihr Leben? Wann und wie tragen Sie Jeans am liebsten? Welche Einstellung haben Sie zu Jeans? Zügig füllt sich die Pinwand in der Ausstellung „Jeans Palast“ mit den Geschichten der Besucher:innen. Die Damen des Familientreffens tauschen sich lebhaft über die eigenen Erfahrungen und Erlebnisse aus: Geklaute Westjeans auf einer Wäscheleine in Ahrenshoop. Ein großes Sortiment an Garn verschiedener Blautöne zur geschickten Reparatur der kostbaren Westjeans, beides Geschichten aus den 1980ern. „Jeans Palast“ heißt die aktuelle Sonderausstellung im Krummen Haus. Gezeigt werden rund 300 Plastiktüten mit Motiven der Jeans-Mode aus der Sammlung Dieter Luchs. Die vergnügliche Ausstellung zeigt professionelle und amateurhafte Werbegrafiken auf Plastiktüten aus fünf Jahrzehnten, die viel über das Lebensgefühl, das man mit Jeans verbinden kann, erzählen. Tatsächlich erzählt wird in den Audioclips der beiden Hörstationen. Sammler Dieter Luchs berichtet im Interview über seine Leidenschaft für Gebrauchsgrafik und einen Opernbesuch mit Jeansanzug im West-Berlin der 1960er. Künstler Holger Beisitzer beschreibt die Bedeutung von Jeans und Plastebeuteln in der DDR. Natürlich kommt Edgar Wibeau zu Wort, der Hauptfigur in Ulrich Plenzdorfs „Die neuen Leiden des jungen W.“ ist. Für ihn sind Jeans eine Einstellung und keine Hosen. „Jeans Palast“ ist bis 13. Oktober im Krummen Haus, Schlossplatz 2, zu sehen. Der Eintritt ist frei.