Spannender als Einheitsgrün
Ein Golfrasen ist langweilig. In einer Wiese hingegen kann man Bienen beobachten und Blumen pflücken.
Lebendig und schön
Von wegen „grüne Wiese“! Eine Wiese ist bunt und strukturreich. Sie bietet Nahrung und Lebensraum für Insekten und Vögel. Auf der Hitliste der Schmetterlingspflanzen (BfN floraweb) stehen Wiesenstauden in den Top 20. So ernähren sich von Flockenblumen 103 Falter oder Raupen, von Löwenzahn 101, von Kratzdistel 116. Ohne Brennnessel gäbe es Admiral und Tagpfauenauge nicht.
Nutzung und Funktion
Über Brennesseln will man aber nicht barfuß laufen. Badestellen, Spiel-, Grill-, und Sportplätze, Festwiesen und Wege sollten kurzgemäht werden. Doch andernorts reicht extensive Pflege aus. Löschteiche müssen 1–2-mal im Jahr (Juni - September) gemäht werden, Grün abseits von Wegen einmal, Brache und Böschung alle 2 - 3 Jahre.
Auch Teilmahd ist möglich, z.B. im Park den Picknickbereich oder den Weg zur Bank freihalten. Ein Rand aus kurzem Gras zeigt: Hier wird gepflegt.
Bares Geld sparen
Ständig mähen ist teuer[1] und kostet unsere Dörfer teils >20.000 € im Jahr. Naturnahe Pflege kostet nur halb so viel[2]. Dann bliebe mehr Geld für andere wichtige Aufgaben.
[1] https://www.sds-schwerin.de/wp-content/uploads/2017/05/Pflegekonzeption-2015.pdf, intensiv gepflegtes Grün s. S.18
[2] https://spreeakademie.de/blog/geld-sparen-vielfalt-schuetzen-wie-kommunale-haushalte-von-weniger-maehen-profitieren/