An vier Tagen im März war Frau Herre gemeinsam mit ihrem Mann zu Gast an der Hans-Fallada-Schule, um mit unseren beiden vierten und fünften Klassen das theaterpädagogische Präventionsprojekt „Detektive wie wir“ durchzuführen.
Den Auftakt bildete ein spannendes Theaterstück, das die beiden mit viel Engagement und Einfühlungsvermögen präsentierten. Die Schülerinnen und Schüler verfolgten aufmerksam, wie die Figuren im Stück mit schwierigen Situationen, Streit und Gewalt umgehen. Im Anschluss wurden die Szenen gemeinsam mit den Kindern besprochen und aufgearbeitet.
Besonders wertvoll ist dabei, dass die Kinder aktiv einbezogen werden: sie dürfen ihre eigenen Gedanken, Erfahrungen und Ideen einbringen. Vorschläge der Schülerinnen und Schüler werden aufgegriffen, gemeinsam diskutiert und in die weitere Arbeit einbezogen. So entsteht ein lebendiger Austausch, bei dem die Kinder selbst zu „Detektiven“ werden und gemeinsam Wege finden, Konflikte zu erkennen und gewaltfrei zu lösen.
So hatte jede der vier Klassen einen eigenen Projekttag, an dem sie dieses besondere Angebot erleben und aktiv mitgestalten konnten.
Frau Herre begleitet unsere Schule bereits seit vielen Jahren mit ihren wertvollen Präventionsangeboten. Jedes Mal freuen wir uns sehr, sie bei uns begrüßen zu dürfen. Mit viel Herz, Erfahrung und pädagogischem Geschick gelingt es ihr, wichtige Themen kindgerecht, lebendig und nachhaltig zu vermitteln.
Ein herzliches Dankeschön an Frau Herre und ihren Mann für ihr großes Engagement! Wir hoffen sehr, dass uns dieses besondere Projekt noch lange erhalten bleibt und wir auch in Zukunft vielen Kindern an unserer Schule die Teilnahme daran ermöglichen können.
Auch in den Klassen 7 und 8 fand im Rahmen dieser Thematik ein spannender Unterricht zum Thema Gewaltprävention statt. Die Polizei war vor Ort, um mit den Schülern über wichtige Themen wie Mobbing, Cybermobbing, Sexting und Cybergrooming zu sprechen. Die Polizeibeamtin erklärte den Schülern, welche Gefahren mit diesen Themen verbunden sind. Sie informierte darüber, wie Mobbing nicht nur in der Schule, sondern auch online stattfinden kann. Cybermobbing kann besonders verletzend sein, da es oft anonym geschieht und die Betroffenen nicht immer wissen, wie sie sich wehren können. Ein wichtiger Teil des Unterrichts war die Aufklärung über Straftatbestände. Die Schüler lernten, dass Mobbing und Cybermobbing nicht nur schlimm sind, sondern auch rechtliche Konsequenzen haben können. Die Beamtin erklärte, was Sexting und Cybergrooming sind und welche rechtlichen Rahmenbedingungen dabei gelten.
Die Polizei gab den Schülern auch wertvolle Hinweise, wie sie sich selbst schützen können. Dazu gehörten:
| • | Beweise sichern: Screenshots machen |
| • | Offene Kommunikation: Mit Eltern oder Lehrern über Probleme sprechen. |
| • | Privatsphäre schützen: Einstellungen in sozialen Medien überprüfen und persönliche Informationen nicht leichtfertig teilen. |
| • | Hilfe suchen: Bei Problemen sofort Hilfe von Vertrauenspersonen oder Fachleuten in Anspruch nehmen. |
Die Schüler waren sehr interessiert und stellten viele Fragen. Es entstand eine lebhafte Diskussion, in der die Jugendlichen ihre eigenen Erfahrungen und Gedanken einbrachten. Die Beamtin nahm sich Zeit, um auf jede Frage einzugehen und ermutigte die Schüler, aktiv zu bleiben und sich gegenseitig zu unterstützen.
Der Unterricht war ein großer Erfolg und zeigte, wie wichtig es ist, über solche Themen zu sprechen. Die Schüler waren begeistert von der Möglichkeit, direkt mit der Polizei zu kommunizieren und mehr über den Schutz vor Gewalt und Mobbing zu erfahren. Alle waren sich einig: Solche Veranstaltungen sollten gerne wiederholt werden!
Anja Engel (Schulleiterin) und Kordula Gebert (Lehrkraft)
Hans-Fallada-Schule