Seit nun mehr als 40. Jahren ist Werner Zimmermann Vorsitzender des Feldberger Sportvereins 1990 e.V.
Diese jahrzehntelange Arbeit wurde am 21.02.2026 auf der Sportgala des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Linstow gewürdigt. Die Laudatio für das Feldberger Urgestein hielt keine geringere als die Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport, Stefanie Drese.
Werner Zimmermann ist vor fast genau 50 Jahren aus der Uckermark in die schöne Feldberger Seenlandschaft gekommen. Hier niedergelassen, fing auch schon sein Wirken an. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer und später als Schulleiter in Feldberg, engagierte er sich durchgängig im Ehrenamt. Schon früh verband er seinen pädagogischen Auftrag mit einem außergewöhnlichen ehrenamtlichen Engagement, welches weit über die Grenzen des Klassenzimmers hinausging.
Ob im Vereinssport, als Gründungsmitglied und Vereinsoberhaupt des heutigen SV Feldberg 1990 e.V. steht er unserem Verein seit nun mehr über 40 Jahren als Vorsitzender vor und war stets die treibende Kraft in der Entwicklung des Vereins hin zum Mitgliederstärksten in der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft. Immerhin zählen aktuell circa 400 Sportsfreunde darunter 170 Kinder zum Verein. Mit seinen 9 Sektionen vom Bogenschießen über den Fußball bis hin zum Frauensport oder der seit Jahren traditionellen Wandertruppe hält unser Verein für fast jeden etwas vor. Gerade in der Wandergruppe ist Werner Zimmermann in den letzten Jahrzehnten nach einer aktiven Hand- und Volleyballzeit etwas gelungen, was nicht immer einfach ist. Er begeisterte mit seiner Idee eines Kreiswandertreffens nicht nur die eigenen Mitglieder, sondern auch die Einwohner der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft für viele Jahre und mittlerweile sogar weit über die Gemeindegrenzen hinaus.
Verbinden konnte Werner schon immer. In den 90er Jahren erschuf er mit anderen Sportsfreunden die legendären Wikingerfeste in Feldberg. Diese zogen bis zu 5.000 Besucher an einem Wochenende an. Ein Relikt der vergangenen Tage ist bis heute das vereinseigene Wikingerschiff „Freya“, welches er in Handarbeit und hunderten Stunden aufgebaut und gerade im Jahr 2025 wieder von Grund auf kernsaniert hat. Neben der Nutzung durch die unterschiedlichen Sektionen, rudert Werner Zimmermann auch regelmäßig mit Patienten der „Klinik am Haussee“ im Rahmen ihres Reha-Aufenthaltes über die Feldberger Seen.
Neben seinem handwerklichen Geschick am Wikingerschiff war er auch an anderen großen Bauprojekten in der Gemeinde maßgeblich beteiligt. So wurde in Eigenleistung des Vereins der alte Hallenboden in der kommunalen Sporthalle vor vielen Jahren ausgebaut und damit der Grundstein für eine Sanierung gelegt. Er trieb den Bau eines Beachvolleyballplatzes auf dem Amtswerder in Feldberg voran und war Ideengeber und Umsetzer bei der Schaffung von Raststätten am Reiherberg oder auch auf dem Aussichtspunkt des Hüttenberges. Um die Pflege der Anlagen kümmert er sich bis heute in Eigenregie. Ebenso hatte er großen Anteil an dem Bau der neuen Badeanstalt auf dem Amtswerder. Hintergrund war die kombinierte Nutzung der Einrichtung als neue Heimstätte der Feldberger Fußballer für ihre Heimspiele oder das tägliche Training für alle Jugendmannschaften. Ein großer Vorteil war hierbei seine kommunalpolitische Vernetzung als langjähriger Gemeindevertreter und später sogar als Gemeindevertretervorsteher der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft. Er verstand es, Politik, Verwaltung und den Sport zusammen zu bringen und somit gemeinsam ein neues Aushängeschild der Gemeinde zu schaffen, in denen auch der Sportverein einen schönen Platz gefunden hat.
In seinem politischen Wirken hat er das Ehrenamt stets als Standbein der Gesellschaft gewürdigt und vor allem gefördert, eine Leistung, die bereits vor Jahren mit der Verleihung der Rathausmedaille der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft gewürdigt wurde.
Neben seiner unermüdlichen Arbeit hier vor Ort ist Werner Zimmermann außerdem schon seit Jahrzehnten im Regionalbeirat der Mecklenburgischen Seenplatte und vorher bereits im Altkreis Mecklenburg-Strelitz aktiv und dort mit seinem Engagement eine feste Säule im Sport.
Das letzte Mal, dass er sein Talent als Organisator und Verbinder hat aufgezeigt, ist noch nicht allzu lange her. Im vorletzten Jahr organisierte er in Eigeninitiative eine Reise anlässlich des Tages der Deutschen Einheit. Dieser Tag sollte für die vielen ehrenamtlichen in der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft als Dank veranstaltet werden. Über 30 Ehrenamtler aus Sport, Karneval, Politik aber auch aus den Dorfgemeinschaften oder auch der Feldberger Tafel wurden damals von ihm eingeladen, um eine unvergessliche Tour in unsere Landeshauptstadt Schwerin mitzuerleben. Die notwendige Frühstücksversorgung bereitete er mit seiner Frau Marita Zimmermann am früheren Morgen bevor der Bus abfuhr vor, es sollte an nichts fehlen.
Zum Abschluss kann man über Werner folgendes sagen: Er ist ein Macher, geht Probleme an und hat immer wieder eine neue Idee für unsere Feldberger Seenlandschaft. Er lässt sich nicht von Hindernissen abschrecken, sondern finde stets eine Lösung, um diese zu Meistern. Immer mit dem Hintergrund, unsere Gemeinschaft zu stärken oder diese im Sinne aller weiter voran zu bringen. Diesen Ehrgeiz hat er selbst mit über 70 Lebensjahren nicht verloren und bringt sich weiterhin unermüdlich ein. Ohne Werner wäre der SV Feldberg nicht das, was er heute ist. Sein Wirken wird bei uns im Verein aber auch in der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft noch lange zu spüren sein und den Leuten vor Ort Freude bereiten.
Lieber Werner, wir, der SV Feldberg 1990 e.V. gratulieren Dir von Herzen zur Auszeichnung mit der Sportplakette des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Du hast sie mehr als verdient!
Patrick Reußow
SV Feldberg 1990 e.V.