Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft lud am 06.03.2026 zur Jahreshauptversammlung ein. Im Bericht des Gemeindewehrführers wurde das vergangene Jahr ausgewertet. Ein Wochenende war vielen Kameraden noch frisch im Gedächtnis, vom 20.02.-22.02.2026 waren unsere ehrenamtlichen Helfer im Dauereinsatz. Aufgrund des Tauwetters und dem nicht versickerungsfähigen Boden stand vielerorts Wasser, das nicht mehr abfloss, sich massiv aufstaute und Überflutungen provozierte. So auch in der Ortslage Neuhof. Die vorhandenen Regeneinläufe konnten die enormen Wassermassen nicht aufnehmen. Mittels einer langen Wasserwege-Strecke in Form von knapp 50 Feuerwehrschläuchen wurde das Schmelzwasser in den Karrengrund abgeleitet. Gegen 17:30 Uhr am Sonntagabend konnte der Einsatz erfolgreich beendet werden.
Ein großes Dankeschön gilt unseren Kameradinnen und Kameraden für ihren unermüdlichen Einsatz!
Der Winter 2025/2026 hat uns alle gefordert.
Die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft hat 80 Straßenkilometer zu unterhalten. Der kommunale Bauhof leistete in den vergangenen Wochen insgesamt 21 Winterdiensteinsätze ab. Diese beginnen in der Regel nachts gegen 03:00 Uhr. Da die Kommunaltechnik wegen fehlender frostfreier Unterstellmöglichkeit permanent eingefroren war, dauerte die sichere Inbetriebnahme.
Im Idealfall sollte Winterdiensttechnik innerhalb einer halben Stunde einsatzbereit sein. Diese Zeit wird für eine sichere Inbetriebnahme (Schnee- u. Eisfreiheit herstellen) und Beladung (Streugut) der Technik benötigt. Im ungünstigsten Fall dauerte dieser Vorgang in diesem Winter bis zum späten Vormittag, da das Fahrzeug aufgrund der extremen Witterungsbedingungen gar nicht erst ansprang und aufwendig aufgetaut werden musste. Insgesamt wurden für den Winterdienst 5.168 Kilometer zurückgelegt. Es wurden circa 320 Tonnen Streugut verbraucht.
Angesichts der in Deutschland vorhandenen hybriden Bedrohungslage und bereits stattgefundenen Angriffen gewinnt die zivile Verteidigung wieder erheblich an Bedeutung. Sie untergliedert sich in
| 1. | Aufrechterhaltung staatlicher Funktionen, |
| 2. | Zivilschutz, |
| 3. | Versorgung der Bevölkerung |
| 4. | Unterstützung der Streitkräfte. |
Von der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft werden immer mehr Investitionen und Maßnahmen im Zivil- und Bevölkerungsschutz erwartet. In Zusammenarbeit mit dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurden vier sogenannte Leuchttürme (Dolgen, Feldberg, Lichtenberg und Triepkendorf) sowie eine Wärmeinsel (Feldberg) festgesetzt und ausgestattet. Diese sollen bei Schadenslagen (Stromausfall, Energiemangellage, Ausfall kritischer Infrastruktur) als Anlaufpunkt für unsere Einwohnerinnen und Einwohner vorgehalten werden. Die dafür notwendige Technik wurde zum Teil durch den Landkreis beschafft und abgerechnet. Aufgrund von nicht vorhandenen Lagerkapazitäten mussten die Beschaffungen gezielt nach absoluter Notwendigkeit vorgenommen werden. Zivilschutztechnik muss regelmäßig überprüft und gewartet werden. Hier wurden Investitionen im sechsstelligen Bereich getätigt, das Material ist dezentral deponiert.
Die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft geht in die Haushaltsberatungen 2026 mit einer fokussierten Investitionsplanung, die diesen Herausforderungen Winterdienst/Kommunaltechnik sowie Zivil- und Katastrophenschutz Rechnung trägt.
Zur weiteren Verbesserung der öffentlichen Sicherheit wurden zwei Defibrillatoren angeschafft. Die Geräte dienen der schnellen Erstversorgung bei plötzlichem Herzstillstand und können im Notfall von geschulten Laien ebenso wie von Ersthelfern eingesetzt werden. Ein AED-Gerät befindet sich in der Turnhalle der Hans-Fallada-Schule, ein weiterer Defibrillator wird im März/April im Außenbereich der Kurverwaltung installiert.
Constance von Buchwaldt
Bürgermeisterin