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Kiek Rin
Ausgabe 7/2026
Das Rathaus informiert
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Hinweise zur Wasserwanderstrecke Feldberg-Lychen – Warnung vor Lebensgefahr am Dreetzsee

Ehemalige Umtragestelle für Wasserwanderer am Nordufer des Dreetzsees (ehem. Badestelle) mit breiter Seeschlammzone und Warnhinweisschild. Die Bohlen am Ufer werden zeitnah noch entfernt.

Warnhinweisschild für Wasserwanderer auf dem Carwitzer See an der Einmündung zur Bäk in Carwitz. Ein gefahrloses Aussteigen aus dem Boot ist hier aktuell nicht möglich.

Der Wasserrückgang im Dreetzsee ist für die Anlieger schon lange spürbar.

Nun betrifft er auch die Wasserwanderer, denn als Teil der Wasserwanderstrecke Feldberg-Lychen ist der Dreetzsee bis auf Weiteres nicht mehr passierbar.

Durch den sinkenden Wasserspiegel tritt im gesamten Uferbereich des Dreetzsees die Kalkmudde, umgangssprachlich auch Seeschlamm genannt, zutage. Diese bietet das trügerische Bild festen Untergrundes, ist aber tatsächlich sehr weich und bis zu mehreren Metern tief.

Es besteht hier die Gefahr des Versinkens im Schlamm. Auf Grund der Tiefe des Schlamms und da eine Selbstrettung meist nicht möglich ist, kann dies lebensgefährlich werden, vor allem für Kinder.

Und auch dort, wo der Oberboden bereits abgetrocknet und aufgerissen ist und erste Pflanzen wachsen, ist die Gefahr noch nicht gebannt. Unter dem trockenen Oberboden ist das Seesediment noch wassergesättigt, so dass beim Durchbrechen des Oberbodens ebenfalls die Gefahr des Versackens besteht.

Besonders dramatisch ist die Situation am Nordufer des Dreetzsees, wo der See sehr flach verläuft und die Schlammzone mehrere Meter breit ist, bevor festes Ufer erreicht wird.

In Abstimmung mit der Landgesellschaft M-V, welche das Land M-V als Eigentümer des Dreetzsees vertritt, wurde im Rahmen eines Vor-Ort-Termins am 16.06.2026 entschieden, dass eine gefahrlose Nutzung der ausgewiesenen Umtragestelle für Wasserwanderer am Nordufer des Dreetzsees (ehemalige Badestelle) nicht mehr möglich ist. Dementsprechend wurden die örtlichen Hinweis- und Wegweisungsschilder auf die Umtragestelle abgebaut. Dies betrifft den Abschnitt von der Brücke über den Hals bis zum Dreetzsee. Lediglich das Schild direkt vor der ehemaligen Einmündung des Dreetzsees in den Hals konnte aus Sicherheitsgründen noch nicht entfernt werden. Eine Nutzung des Dreetzsees ist somit nur noch vom „Campingplatz am Dreetzsee“ für z.B. Tagesausflüge möglich. Das Wasserwandern über den Dreetzsee in den Carwitzer See und umgekehrt ist bis auf Weiteres nicht mehr möglich.

 

 

Die Landgesellschaft M-V hat entsprechende Warnhinweisschilder aufgestellt, welche auf die Unterbrechung der Wasserwanderstrecke sowie die Lebensgefahr durch Versinken im Schlamm im Uferbereich hinweisen.  

Diese befinden sich am Ausstieg Krüselinsee in Richtung Dreetzsee, an der Einsatzstelle für Paddelboote u.a. auf dem „Campingplatz am Dreetzsee“ sowie beidseitig an der ehemaligen Bade- und Umtragestelle am Nordufer des Dreetzsees.

 

 

Weiterhin wurde die Beschilderung der Hundebadestelle an der Schapwasch abgenommen; diese ist bis auf Weiteres aufgehoben. Auch hier wurde ein entsprechendes Warnhinweisschild durch die Landgesellschaft M-V aufgestellt. Das Ufer der Schapwasch besteht ebenfalls aus einer breiten Zone aus tiefgründigem, breiigem Seeschlamm, der ebenfalls Lebensgefahr für Mensch und Tier durch Versinken birgt.

Mittlerweile entwickelt sich die Situation an der Bäk im Übergang zum Carwitzer See ähnlich gefährlich wie am Dreetzsee. Auch hier tritt durch absinkenden Wasserstand die Kalkmudde zutage, so dass eine gefahrlose Einfahrt in die trockengefallene Bäk nicht mehr möglich ist.

 

 

Dementsprechend ist auch der Teilabschnitt Carwitzer See-Schmaler Luzin der Wasserwanderstrecke Feldberg-Lychen für Wasserwanderer derzeit nicht passierbar. Entsprechende Warnhinweisschilder wurden durch die Landgesellschaft M-V auch hier aufgestellt; eines befindet sich am Wasserwanderrastplatz in Carwitz und ein zweites direkt am Übergang von der Bäk in den Carwitzer See.

Alles in allem keine gute Entwicklung, aber hoffen wir, dass alle Seennutzer vernünftig und umsichtig sind und nichts passiert. Wir werden die Situation vor allem am Dreetzsee und Carwitzer See weiter beobachten. Gleichzeitig versuchen wir, gemeinsam mit der Naturwacht Brandenburg Alternativrouten über Land zu den ursprünglichen Wasserwanderabschnitten zu finden, wenngleich dies längere Strecken zum Umfahren mittels Bootswagen oder ggf. ein Shuttlesystem bedeutet. Sollte sich eine geeignete Möglichkeit ergeben, werden wir umgehend darüber informieren.

Haben Sie Fragen oder Hinweise zur aktuellen Gewässersituation, wenden Sie sich gern an uns per Email: poststelle-fsl@lung.mv-regierung.de oder telefonisch unter 0385-58864820.

Passen Sie gut auf sich, Ihre Gäste und Mitmenschen auf und gehen Sie bitte kein Risiko ein.

Anne Petzold

Leiterin Naturpark Feldberger Seenlandschaft