1) Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in deinem Rücken sein; sanft falle Regen auf deine Felder und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.
Getreu nach dem Motto machten sich fast 50 reiselustige Gemeindeglieder und Kirchenfreunde auf den Weg zum diesjährigen Gemeindeausflug. Vor einigen Jahren wurde als Ziel für unseren Gemeindeausflug ausgerufen, die Kirchen, um unseren eigenen „Kirchturm“ zu besuchen. Wozu sollen wir stundenlang auf den Straßen unterwegs sein, wenn wir hier vor Ort noch nicht alle Kirchen besucht und gesehen haben. Und so ging es los. Um 9:20 Uhr begann die Reise an der Bushaltestelle „Negast Seniorenheim“ mit einem kurzen Zustieg für unsere Negaster Mitfahrer. In Steinhagen an der Kirche wurde es voll. Viele Park- und Sitzplätze wurden an diesem Haltepunkt gefüllt. Die nächsten beiden Haltestellen „Richtenberg Markt“ und „Franzburg Promenade“ waren neu. Hier stiegen die letzten Mitfahrerinnen dazu, die Rollatoren und der Proviant wurde verstaut, alle Plätze in unserem Reisebus waren belegt - und so konnte die Fahrt beginnen. Wegen der Straßenbaustelle in Franzburg konnte der Bus leider nicht durch die Stadt fahren und so wurde der Weg außen rum nach Pöglitz aufgenommen.
Ref.: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand;
und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.
Wussten Sie, dass es in Pöglitz eine Kapelle gibt? Die meisten von den Mitfahrenden auch nicht. Nach einem kurzen Fußweg durch Pöglitz mit Ausblicken auf verschiedenste Baustile, wurde auf einen schmalen Waldweg abgebogen. Hier fragten sich alle Beteiligten noch, ob wir auf dem richtigen Pfad wären, und dann stand sie da - die Kapelle Pöglitz aus dem Jahr 1954. Ein alleinstehendes Gebäude mitten im Gutspark, versteckt zwischen vielen Bäumen und doch einzigartig und spannend. Vor der Kapelle wartete schon Frau Wormsbächer aus der Kirchengemeinde Vorland auf uns, dazu gehört Pöglitz nämlich. Wir erlebten einen relativ kleinen Innenraum, etwas verstaubt und ein paar Spinnenweben gab es auch. Aber wie soll ein Kirchenraum aussehen, in dem der letzte echte Gottesdienst vor 15 Jahren gefeiert wurde. Die Glocke wird per Seil geläutet. An den Wänden gibt es Wandmalereien, etwas vergleichbares habe ich noch nicht gesehen. Es erinnerte eher an Piktogramme aus den Schreibprogrammen am Computer. Der Rückweg führte uns am Schloss vorbei. Zurück am Bus nahmen wir volle Fahrt auf in Richtung Gremersdorf. Hier steht die nächste Kapelle aus dem Baujahr 1954. Spannenderweise zählen die beiden Kapellen zu den jüngsten Kirchenbauten in unserer Umgebung. Die Kapelle Gremersdorf wird noch zu ausgewählten Veranstaltungen, wie Hochzeiten oder Taufen, genutzt. Unsere Reisegruppe erfuhr auch hier einige interessante Fakten von Frau Wormsbächer.
3) Hab' unterm Kopf ein weiches Kissen, habe Kleidung und das täglich Brot;
sei über vierzig Jahre im Himmel, bevor der Teufel merkt: du bist schon tot. Ref: Die Zeit rückte voran und so langsam kamen Hungergefühle auf. Zum Mittagessen wurden wir im Pfarrhaus Tribsees erwartet. Dort angekommen wurden die belegten Brötchen und Snacks geplündert und die leckeren Kuchen vernascht. Vielen Dank an alle fleißigen Helfer und Unterstützer für dieses gelungene Mittagsmahl. Die anschließende Pause wurde in der St. Thomas-Kirche abgehalten. Wir feierten eine gemeinsame Andacht mit Pastorin Gräntzel. Es wurde viel gesungen, geschmunzelt und begutachtet. Im Anschluss an unsere Andacht erhielten wir eine Kirchenführung von Lars Thomsen aus dem KGR Tribsees. Es beeindruckte unsere Mitfahrenden mit welcher Präzision die Informationen über die Kirche und die Stadt von Lars bereitgestellt wurden. Wir lernten etwas über die Kirchenbrände, die aktuellen Restaurationen und das seltene Gestühl der Familie von Bülow und der Familie von Hennigs. Wir bestaunten den einzigartigen Mühlenaltar und die Buchholz-Orgel. Im Anschluss gab´s noch das eine oder andere Eis und Kaltgetränk. Dann wurde der Bus bestiegen. Die Rückfahrt startete mit einer Stadtrundfahrt durch Tribsees. Auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Entlang der B194 ging es zurück nach Franzburg, Richtenberg und Steinhagen. Die letzten Reisenden verabschiedeten unseren Busfahrer in Negast.
4) Bis wir uns 'mal wiedersehen, hoffe ich, dass Gott dich nicht verlässt;
er halte dich in seinen Händen, doch drücke seine Faust dich nie zu fest. Ref: [Irische Segenswünsche]
Vielen Dank an unseren Busfahrer und an das Busunternehmen Otto Möller. Vielen Dank an Frau Wormsbächer, Herrn Thomsen und Frau Schulze, dass Sie uns so herzlich in ihren Häusern aufgenommen haben. Vielen Dank an Pastorin Gräntzel für die Andacht in Tribsees. Vielen Dank für die wunderbare Organisation, Reiseplanung und -leitung an Frau Bennemann und vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer, die diesen Ausflug begleitet und unterstützt haben. Vielen Dank an die KGR für die finanzielle Unterstützung.
Und liebe Interessierte, ich habe gehört, dass es schon Pläne für den nächsten Ausflug gibt. Es soll wohl Kurs auf die Kirchen am Sund genommen werden.
Beste Grüße und bis zum nächsten Mal. Lassen Sie es sich gut gehen.