Eigentlich hat sich beim Wetter kaum etwas seit dem letzten Grußwort verändert: grau, schmuddelig, kalt und nass, wenn man von einem minimalen winterlichen Intermezzo einmal absieht.
Arbeitstechnisch und auf der politischen Ebene ist da deutlich mehr in Bewegung. Allein wenn wir an die bevorstehenden Wahlen denken, denn in unserer Region wird nicht nur zu den Bundestagswahlen an die Urne gerufen, sondern auch zur Landratswahl und zur Bürgermeisterwahl in Galenbeck. Gut möglich, dass beide Wahlen erst in einer Stichwahl, 14 Tage nach dem ersten Wahlgang, entschieden werden. Außerdem stehen in diesem Jahr noch weitere wichtige Dinge an, die einer gründlichen Vorbereitung bedürfen: z. B. das 50-jährige Jubiläum unseres Freibades, die Vorbereitung des Jugendtreffens der Städtepartner in unserer Stadt oder das Erstellen eines Zukunftskonzeptes für unsere Bibliothek. Das alles findet letztendlich seinen Niederschlag im städtischen Haushalt, der ebenfalls im Februar beschlossen werden soll.
Etwas traurig stimmt es mich, dass wir in Zukunft in unserer Stadt einen Verein weniger haben werden, denn der Ortsverein Friedland des Deutschen Beamtenbundes, vielen besser bekannt als BRH unter der Leitung von Irene Barthel, hat sich mit Wirkung zum 1. Januar 2025 aufgelöst. Vor allem ehemalige Lehrerinnen und Lehrer haben sich in diesem Verein vor über 30 Jahren zusammengeschlossen, um gemeinsame Veranstaltungen zu organisieren, bei denen das Interesse für die Entwicklungen in unserer Stadt und der Region im Mittelpunkt standen. Ob nun bei Betriebsbesichtigungen, Informationsveranstaltungen vor Wahlen oder bei der Mitwirkung im Friedländer Vereinsleben. Der Verein hat durch seine Arbeit mit dazu beigetragen, dass auch die Senioren regen Anteil am städtischen Leben nehmen konnten. Letztlich war es wohl der demografische Wandel, sprich die Überalterung der Mitgliedschaft, die für diese Entscheidung den Ausschlag gegeben hat.
Ein weiteres Ereignis möchte ich an dieser Stelle ebenfalls ansprechen. Sicher haben fast alle von uns den Jahreswechsel mit Freunden und Familie ordentlich gefeiert. Ganz besonders erfreuen wir uns dabei am Feuerwerk, welches von vielen Leuten in der ganzen Stadt zelebriert wird. Traurig ist nur, wenn diese Feier stellenweise droht außer Kontrolle zu geraten und am Ende auch in unserer Stadt Rettungs- und Einsatzkräfte angepöbelt oder sogar bedroht werden. Hoffen wir, dass das eine Ausnahme war und der Jahreswechsel das bleibt, was er eigentlich ist: Ein wunderschöner Anlass gemeinsam zu feiern.
Zum Schluss, wie in jeder Januarausgabe der letzten Jahre, einen Blick auf die Entwicklung der Bevölkerungszahlen in unseren Gemeinden. Auch wenn der Zensus in 2022 festgestellt haben will, dass die Stadt 7 % weniger Einwohner hat als im Einwohnermeldeamt registriert sind und Friedland aus diesem Grund deutlich weniger Zuweisungen bekommen wird, bleiben wir bei den Zahlen aus unserem Meldeamt. Die Entwicklung der Bevölkerungszahlen lässt sich im Bereich des Amtes am besten nachvollziehen, da es in den Gemeinden immer wieder zu Fusionen gekommen ist, deshalb sind die Zahlen dort schwieriger zu vergleichen. Zum Schluss möchte ich Sie auf die Statistik zur Einwohnerbewegung im Amt verweisen. Dort wird ersichtlich, dass lediglich in Datzetal die Geburten- und Sterbefälle fast ausgeglichen sind. In Friedland und in Galenbeck übersteigt die Anzahl der Sterbefälle die der Geburten häufig um mehr als das Doppelte. Während in Friedland ein insgesamt positiver Zuwanderungssaldo die Einwohnerzahl nahezu stabil gehalten hat, ist in Galenbeck die Zahl der Einwohner fast über den gesamten Zeitraum hinweg zurückgegangen.
Herzlichst Ihr Bürgermeister