An die Stadt Friedland und auch an die Polizei Friedland wurde durch besorgte Bürger der Stadt herangetragen, dass sich Teile der Friedländer Bevölkerung auf dem Marktplatz in Friedland nicht mehr sicher fühlen. Die Argumente basieren auf der Ende vergangenen Jahres geführten „Stadtbilddebatte“ aus der Politik. In diesem Zusammenhang hat die Polizei einmal die Zahlen der Einsätze auf dem Marktplatz des Jahres 2025 erhoben.
Insgesamt verzeichnet die Polizei Friedland im Jahr 2025 neun Einsätze auf dem Marktplatz. Dabei verteilen sich diese Einsätze fast gleichmäßig über das gesamte Jahr. Ein Schwerpunkt – insbesondere bezogen auf die Jahreszeiten – ist nicht erkennbar.
Bei vier der neun Einsätze wurde eine Strafanzeige aufgenommen. Dabei wurden einmal ein Bushaltestellenschild beschmiert, einmal ein Mülleimer beschädigt, einmal Karnevalsplakate beschädigt und einmal gab es eine körperliche Auseinandersetzung zwischen zwei bekannten Personen, die auf dem Marktplatz in Streit geraten waren.
Während die beiden Sachbeschädigungen durch unbekannte Täter begangen wurden, fand die Körperverletzung unter deutschen Bürgern statt und die Sachbeschädigung an den Plakaten durch einen Zuwanderer.
Die anderen fünf Einsätze waren aufgefundene Wertsachen, eine schlafende Person und unzulässiger Lärm.
Wir verstehen als Polizei in jedem Fall, dass das subjektive Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung auf dem Marktplatz ein anderes ist und nicht durch bloße Zahlen widerlegt werden kann. Aber objektiv betrachtet ist der Marktplatz – wie man es den Zahlen eindeutig entnehmen kann – kein Kriminalitäts- und somit auch kein Einsatzschwerpunkt.
Die Polizei und das Ordnungsamt stehen in engem Kontakt. Bei Vorfällen auf dem Marktplatz reagieren wir sofort, um das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger der Stadt Friedland im Bereich des Marktplatzes zu stärken.
Einen Schwerpunkt für verstärkte Streifenfahrten bildet der Marktplatz derzeit jedoch nicht.