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Neue Friedländer Zeitung
Ausgabe 3/2025
Amtliche Mitteilungen
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Auftakt zur kommunalen Wärmeplanung

Fernwärmeanschluss oder dezentrale Versorgung – diese Frage klärt die kommunale Wärmeplanung

Amt Friedland nimmt zukünftige Wärmeversorgung in Angriff

Entsprechend des Bundesklimaschutzgesetzes müssen Kommunen bis 2045 klimaneutral sein. Das bedeutet, spätestens dann dürfen auch in Heizungen keine fossilen Rohstoffe wie Gas oder Öl mehr verbrannt werden. Wie eine Wärmeversorgung zukünftig mit erneuerbaren Energien aussehen kann, möchte das Amt Friedland mit Hilfe der kommunalen Wärmeplanung beantworten. Sie dient als Planungsinstrument für die Wärmewende und hilft Hauseigentümern und Unternehmen dabei, eine Entscheidung für eine zukunftssichere Wärmeversorgung zu treffen. Unterstützt wird das Amt dabei von der Kommunalberatung KUBUS mit Sitz in Schwerin sowie Theta Concepts aus Rostock.

Die Wärmeplanung wird für die Gemeinden Galenbeck und Datzetal sowie die Stadt Friedland kostengünstige und klimaschonende Heizungsformen empfehlen. Möglichkeiten sind der Ausbau des zentralen Fernwärmenetzes, die Einrichtung eines Nahwärmenetzes für ein Quartier, oder die Nutzung dezentraler Lösungen wie Wärmepumpen. „Ich bin froh, dass wir dank Bundesförderung für den Amtsbereich Friedland frühzeitig mit der Wärmeplanung beginnen können“, sagt Dr. Dörte Riemer, Sachbearbeiterin für kommunalen Klimaschutz. „Die Entscheidung für eine bestimmte Heizungsanlage ist langfristig. Je eher wir einschätzen können, welche Wärmeversorgung in welcher Ortslage zielführend ist, umso besser“ ergänzt sie.

Bei der Wärmeplanung ist nach den Klimaschutzzielen der Bundesregierung auch die technische und rechtliche Machbarkeit entscheidend. Maßnahmen, die im Ergebnis der Wärmeplanung empfohlenen werden, sollen zudem wirtschaftlich und sozialverträglich sein. Die Wärmeplanung wird darüber hinaus Möglichkeiten aufzeigen, wie der Energiebedarf für die Wärmeversorgung durch Effizienz- oder Sanierungsmaßnahmen gesenkt werden kann.

Bund übernimmt 100 Prozent der Kosten

Bis spätestens Juni 2028 müssen Kommunen mit weniger als 100.000 Einwohner*innen entsprechend des Wärmeplanungsgesetzes des Bundes eine kommunale Wärmeplanung vorlegen. Das Amt Friedland hatte bereits frühzeitig Bundesfördermittel im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) beantragt. Der Fördermittelzuschuss wird 100 Prozent der Kosten für die Wärmeplanung decken. Mit ersten Ergebnissen ist im Sommer 2025 zu rechnen.

Die Wärmewende ist eine gemeinsame Herausforderung

Die Wärmewende wird nur gemeinsam gelingen. Neben Verwaltung und Energieversorgern werden daher auch viele weitere Akteure an der Wärmeplanung beteiligt. Dazu gehören zum Beispiel Zweckverbände, Schornsteinfeger, Unternehmen, die Wohnungswirtschaft und die Bürger des Amtsgebietes Friedland. Die Amtsverwaltung lädt in den kommenden Wochen und Monaten zu unterschiedlichen Gesprächsformaten ein. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Kostenfreie Beratung für Gebäudeeigentümer und Unternehmen im Land

Wer bereits jetzt wissen möchte, ob sich der Wärmebedarf des eigenen Hauses mit Hilfe von Sanierungsmaßnahmen reduzieren lässt und welche Fördermittel der Bund zuschießt, kann sich kostenfrei bei der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern informieren (https://www.verbraucherzentrale-mv.eu/beratungsstellen/neubrandenburg). So lassen sich Energiekosten sofort senken und die zukünftige klimafreundliche Heizung kann kleiner dimensioniert und damit günstiger ausfallen.

Für Unternehmen bietet die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern mit ihrer Kampagne MVeffizient kostenfreie Beratungen zu mehr Energieeffizienz, die Nutzung erneuerbarer Energien und Fördermitteln (www.mv-effizient.de).

Aktuelle Infos sowie Hintergrundinformationen zur kommunalen Wärmeplanung werden auf der Webseite des Amtes unter folgendem Link veröffentlicht: https://www.friedland-mecklenburg.de/aktuelles.

Ansprechpartner:

Amt Friedland

Dr. Dörte Riemer

Sachbearbeiterin für kommunalen Klimaschutz

Riemannstraße 42, 17098 Friedland

E-Mail: d.riemer@friedland-mecklenburg.de

Tel.: 039601-27731

www.friedland-mecklenburg.de

Dienstleister Wärmeplanung:

Kubus Kommunalberatung & Service GmbH

Bertha-von-Suttner-Str. 5, 19061 Schwerin

E-Mail: klimaschutz@kubus-mv.de

Tel.: 0385 – 3031-251

www.kubus-mv.de

Theta Concepts

Strandstraße 96, 18055 Rostock

E-Mail: kontakt@theta-concepts.de

Tel.: 0381 – 650 701-0

www.theta-concepts.de