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Gemeindekurier Ostseeheilbad Graal-Müritz
Ausgabe 5/2026
Rathausinformationen
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Kommunale Wärmeplanung für Graal-Müritz abgeschlossen

Fahrplan für die Wärmeversorgung der Zukunft

Die Gemeinde Graal-Müritz hat ihre kommunale Wärmeplanung erfolgreich abgeschlossen. Der Abschlussbericht liegt seit März 2026 vor und bildet eine wichtige Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Wärmeversorgung im Ostseeheilbad.

Die kommunale Wärmeplanung ist Teil einer bundesweiten Strategie, mit der Städte und Gemeinden ihre Wärmeversorgung langfristig klimafreundlicher und unabhängiger von fossilen Energieträgern gestalten sollen. Ziel ist es, bis zum Jahr 2045 eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen.

Analyse der heutigen Situation

Im Rahmen der Planung wurde zunächst der aktuelle Wärmebedarf in der Gemeinde untersucht. Dieser liegt derzeit bei rund 56 Gigawattstunden pro Jahr. Den größten Anteil haben private Haushalte sowie Betriebe aus dem Tourismus-, Gesundheits- und Dienstleistungsbereich.

Die Analyse zeigt außerdem, dass die Wärmeversorgung derzeit überwiegend über Erdgas und Heizöl erfolgt. Erneuerbare-Energie-Potenziale sind vorhanden, spielen bislang nur eine untergeordnete Rolle. Auch die noch mit Erdgas versorgte vorhandene Fernwärmeversorgung beschränkt sich derzeit auf einen kleineren Bereich im Ortsteil Graal.

Wege zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung

Die kommunale Wärmeplanung untersucht verschiedene Möglichkeiten, wie die Wärmeversorgung der Gemeinde künftig nachhaltiger und mit Erneuerbaren Energien gestaltet werden kann. Dazu gehören unter anderem:

  • energetische Gebäudesanierungen, um den Wärmebedarf zu senken
  • der verstärkte Einsatz von erneuerbaren Energien z.B. mit Wärmepumpen
  • mögliche Umstellung und Weiterentwicklung von Nah- und Fernwärmenetzen
  • die Nutzung von Abwärmequellen, etwa aus technischen Anlagen oder Abwasser.

Beteiligung von Bürgern und Akteuren

Die Wärmeplanung wurde in einem einjährigen Prozess gemeinsam mit Fachplanern, Energieversorgern und weiteren lokalen Akteuren erarbeitet. Auch Bürgerinnen und Bürger wurden über Informationsveranstaltungen im Rathaus über den aktuellen Stand informiert und konnten Fragen sowie Anregungen einbringen.

Strategische Grundlage für die Zukunft

Die kommunale Wärmeplanung legt keine rechtlich verbindlichen Vorgaben für einzelne Gebäude oder Heizungsanlagen fest. Sie dient vielmehr als strategischer Orientierungsrahmen für zukünftige Entscheidungen der Gemeinde zur Energie- und Infrastrukturentwicklung.

„Mit der kommunalen Wärmeplanung schaffen wir eine wichtige Grundlage, um die Wärmeversorgung unseres Ostseeheilbades langfristig klimafreundlich, sicher und bezahlbar zu gestalten“, betont Bürgermeisterin Dr. Benita Chelvier.

Projektpartner und Förderung

Die kommunale Wärmeplanung wurde im Auftrag der Gemeinde Graal-Müritz durch die Unternehmen KUBUS Kommunalberatung und Service GmbH (Schwerin) und Theta Concepts GmbH (Rostock) erarbeitet. Das Projekt wurde durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.

Weitere Informationen

Der vollständige Abschlussbericht zur kommunalen Wärmeplanung kann auf der Internetseite der Gemeinde eingesehen werden:

www.gemeinde-graalmueritz.de/service/kommunale-waermeplanung.html