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Gemeindekurier Ostseeheilbad Graal-Müritz
Ausgabe 8/2026
Rathausinformationen
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Kommentar der Bürgermeisterin

Liebe Graal-Müritzerinnen und Graal-Müritzer,

oft werde ich gefragt, was im Rathaus eigentlich passiert, wenn draußen Sommer ist und unser Ostseeheilbad von Gästen belebt wird. Die Antwort ist einfach: Die Arbeit macht keine Sommerpause. Während viele ihren Urlaub genießen, arbeiten wir daran, Projekte vorzubereiten und umzusetzen, die Graal-Müritz auch in den kommenden Jahren prägen werden.

Besonders sichtbar wird dies derzeit auf dem Gelände unseres Kinder- und Jugendcampus. Nach dem ersten Spatenstich Ende Juni – lesen Sie dazu den separaten Artikel in diesem Kurier – haben nun die Rohbauarbeiten begonnen. Tag für Tag wächst das neue Hortgebäude ein Stück weiter. Damit entsteht ein Ort, der den Bildungsstandort Graal-Müritz langfristig stärkt und jungen Familien gute Perspektiven bietet.

Auch an anderer Stelle arbeiten wir konsequent an der Weiterentwicklung unserer Infrastruktur. Die Planungen für den Ersatzneubau der Schulsporthalle schreiten voran, ebenso die Vorbereitungen für die Modernisierung unserer Seebrücke. Gleichzeitig investieren wir in den Erhalt bestehender Einrichtungen. So wird in den Sommerferien der Sonnenschutz am Schulgebäude erneuert und damit die Lern- und Arbeitsbedingungen für unsere Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte weiter verbessert.

Nicht immer sind es jedoch die großen Bauprojekte, die den Alltag in unserer Gemeinde prägen. Auch kleinere Maßnahmen können eine große Wirkung entfalten. So haben mich in diesem Sommer zahlreiche Nachfragen zum fehlenden Volleyballnetz am Sportstrand erreicht. Umso mehr hat es mich gefreut, dass wir gemeinsam mit der TuK GmbH, der Volleyballabteilung des TSV Graal-Müritz und unserem Eigenbetrieb kurzfristig eine Lösung finden konnten. Das Netz wird inzwischen wieder von vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen genutzt. Mein herzlicher Dank gilt allen, die dazu beigetragen haben. Dieses Beispiel zeigt, dass sich Probleme oft dann am besten lösen lassen, wenn Verwaltung, Vereine und engagierte Bürger gemeinsam anpacken.

 

 

Doch eine Gemeinde lebt nicht allein von Bauprojekten und Investitionen. Sie lebt vor allem von den Menschen, die Verantwortung übernehmen und sich für andere einsetzen. Deshalb war es mir eine besondere Freude, Ende Juni die ehrenamtlich Engagierten unserer Graal-Müritzer Tafel sowie die Fahrerinnen und Fahrer des Bürgerbusses zu einem gemeinsamen Abend einzuladen. Stellvertretend für viele weitere Ehrenamtliche leisten sie Tag für Tag einen wichtigen Beitrag für das gesellschaftliche Miteinander in unserer Gemeinde.

 

 

Sie schenken anderen Zeit, helfen dort, wo Unterstützung gebraucht wird, und übernehmen Aufgaben, die sich nicht mit Geld aufwiegen lassen. Dieses Engagement macht unsere Gemeinde menschlicher und lebenswerter. Es zeigt, dass Zusammenhalt nicht selbstverständlich ist, sondern von Menschen lebt, die bereit sind, Verantwortung für andere zu übernehmen.

Gerade deshalb ist es mir wichtig, dieses Engagement sichtbar zu machen und den vielen Ehrenamtlichen in unserer Gemeinde Danke zu sagen. Ihr Einsatz stärkt nicht nur das soziale Miteinander, sondern macht Graal-Müritz zu einem Ort, in dem Gemeinschaft gelebt wird. Dafür gebührt ihnen unser herzlicher Dank und unsere große Wertschätzung.

Ein ganz besonderer Moment war für mich in den vergangenen Wochen die Verabschiedung unserer langjährigen Schulsekretärin Frau Kohlhoff. Nach fast 39 Jahren im Dienst der Gemeinde beginnt für sie nun ein neuer Lebensabschnitt. Für Generationen von Schülerinnen und Schülern, für Eltern und Lehrkräfte war sie die erste Ansprechpartnerin im Schulalltag. Mit ihrer Verlässlichkeit, ihrer Erfahrung und ihrem Engagement hat sie das Leben an unserer Ostseegrundschule über viele Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt. Menschen wie sie verleihen einer Gemeinde Kontinuität und ein vertrautes Gesicht. Für diese außergewöhnliche Lebensleistung danke ich ihr von Herzen und wünsche ihr für ihren Ruhestand Gesundheit, Freude und viele schöne Stunden mit ihrer Familie.

 

 

Gleichzeitig beginnt für andere ein neuer Abschnitt. Ich heiße Juliane Forst als neue Schulsekretärin herzlich willkommen und wünsche ihr einen guten Start sowie viel Freude bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe. Ebenso verabschieden wir unsere Schulleiterin Christine Fechtner, die an eine Schule in ihrem Heimatort wechseln wird. Für ihr engagiertes Wirken an unserer Ostseegrundschule danke ich ihr herzlich und wünsche ihr für ihren weiteren beruflichen und persönlichen Weg alles Gute. Zugleich freue ich mich, dass Sandy Hausmann, die unsere Schule bereits seit vielen Jahren als Lehrerin kennt und mitgestaltet, künftig die Schulleitung übernehmen wird. Ich wünsche ihr für diese verantwortungsvolle Aufgabe viel Erfolg, eine glückliche Hand und stets die notwendige Unterstützung durch das Kollegium, die Eltern sowie die Gemeinde.

Viele Menschen beschäftigt hat in den vergangenen Wochen auch die Situation rund um die Bushaltestelle Ostseering. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben sich um den dort zeitweise verweilenden Mann gesorgt und ihm Essen, Getränke oder andere Unterstützung angeboten. Dieses Mitgefühl zeigt, dass Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit in Graal-Müritz gelebt werden. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken.

Die Gespräche mit der Polizei, dem Sozialpsychiatrischen Dienst, dem Gesundheitsamt und dem rechtlichen Betreuer haben jedoch ergeben, dass es sich nicht um einen hilflosen oder obdachlosen Menschen handelte, sondern um eine Person, die diese Situation selbstbestimmt gewählt hatte. Das ist ein wesentlicher Unterschied. Jede Unterstützung war gut gemeint und Ausdruck menschlicher Fürsorge. Rückblickend müssen wir jedoch auch feststellen, dass sie den weiteren Verbleib an der Bushaltestelle eher begünstigt als beendet hat. Letztlich konnte die Situation nur gemeinsam mit den zuständigen Behörden und im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten gelöst werden. Dieser Vorgang zeigt, dass Mitmenschlichkeit und Verantwortungsbewusstsein zusammengehören und dass nicht jede schwierige Situation mit einfachen Mitteln zu lösen ist.

Anfang Juli haben wir vor dem Rathaus erneut die Flagge der „Mayors for Peace“ gehisst. Als Mitglied dieses internationalen Netzwerkes setzen wir damit gemeinsam mit tausenden Städten weltweit ein sichtbares Zeichen für Frieden, Verständigung und gegen ein neues atomares Wettrüsten. In einer Zeit, in der Kriege und Konflikte wieder näher an unseren Alltag herangerückt sind, halte ich dieses Zeichen für wichtiger denn je. Frieden beginnt nicht erst in den Hauptstädten dieser Welt. Er beginnt dort, wo Menschen respektvoll miteinander umgehen, Verantwortung füreinander übernehmen und Konflikte friedlich lösen – auch hier bei uns in Graal-Müritz.

Bevor wir in den September starten, freue ich mich noch auf einen ganz besonderen Tag im August: die Einschulung unserer Schulanfängerinnen und Schulanfänger. Für die Kinder beginnt ein neuer und spannender Lebensabschnitt – und auch für ihre Familien ist dieser Tag etwas ganz Besonderes. Ich wünsche allen Schulanfängerinnen und Schulanfängern einen unvergesslichen Start in ihre Schulzeit, viel Freude am Lernen, gute Freundschaften und viele schöne Erlebnisse an unserer Ostseegrundschule.

Wie gewohnt möchte ich meinen Kommentar mit einem Gedanken schließen, der gut zu den vielen Vorhaben in unserer Gemeinde passt:

„Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“

Antoine de Saint-Exupéry

Haben Sie weiterhin eine schöne Sommerzeit.

Ihre

Dr. Benita Chelvier

Bürgermeisterin