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Greifswalder Stadtblatt
Ausgabe 1/2026
Amtlicher Teil
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Greifswalder Ortsteilbudget – Engagement in allen Ortsteilen stärkt das Miteinander

Mit insgesamt 69.800 Euro hat das Greifswalder Ortsteilbudget im vergangenen Jahr 71 Projekte ermöglicht. Die Bandbreite der geförderten Maßnahmen zeigt die Vielfalt der Ideen in den unterschiedlichen Ortsteilen. „Das Ortsteilbudget wird von der Bürgerschaft bereitgestellt, um Ideen der Bürgerinnen und Bürger unkompliziert zu fördern. Es ist schön zu sehen, wie breit gefächert die einzelnen Maßnahmen mittlerweile sind“, so die Präsidentin der Bürgerschaft, Prof. Dr. Madeleine Tolani.

In Wieck und Ladebow standen Verschönerungsaktionen und gemeinschaftliche Aktivitäten im Mittelpunkt. In Wieck wurden das historische Kinderkarussell erneuert und die Windpyramide neugestaltet. In Ladebow werteten farbenfrohe Blumenampeln das Ortsbild sichtbar auf. Höhepunkt war das gemeinsame Fest zum 777-jährigen Bestehen des Stadtteils, das viele Besucherinnen und Besucher anzog und die Verbundenheit vor Ort eindrucksvoll zeigte.

In Eldena half das Ortsteilbudget bei der Pflege der Mühle und unterstützte den örtlichen Flohmarkt, der eine große Nachfrage hatte.

Auf dem Riems profitieren die Menschen von einer aufgeräumten, naturbelassenden Badestelle, einer besseren Ausstattung des Ortsteilzentrums und einem neuen Großfeldtor für den Fußballverein.

Besonders aktiv zeigte sich der Förderverein in Friedrichshagen, der mit Ortsteilfesten, Flohmärkten, Radtouren und Aufräumaktionen das Leben im Greifswalder Ortsteil bereicherte.

Im Ostseeviertel durfte sich der Förderverein der Caspar-David-Friedrich-Schule über eine Zuwendung für das Jugendmedienprojekt „Gesichter der Freizeit – Unsere Hobbys, unsere Geschichten“ freuen. Im Rahmen einer Fotoausstellung präsentierten 18 Jugendliche ihre persönlichen Leidenschaften; ergänzt wurde sie durch einen kurzen Film. Aktuell ist die Ausstellung im St. Spiritus, danach in der Stadtbibliothek Greifswald, im Haus der Begegnung und natürlich auch in der Schule selbst zu sehen. Außerdem organisierte die GreifBar ein Osterfeuer und konnte sowohl ihr beliebtes Osterfeuer erfolgreich veranstalten als auch einen neuen Jugendraum einrichten.

Auch die Innenstadt profitierte bspw. durch den Fleischervorstadt-Flohmarkt und die „Fête de la Musique“, die inzwischen feste Termine im Jahr sind. Auch kleinere Initiativen wie ein Nachbarschaftskino, ein Straßenfest oder ein Rap-Workshop wurden gefördert.

In Schönwalde I/Südstadt wurden das Kulturfest zum Stadtjubiläum an der IGS Erwin Fischer sowie ein Kinder- und Gartenfest im KGV Am Koppelberg unterstützt. Der Sportverein Hansekinder erhielt Mittel für Lernfahrzeuge für die Jüngsten, und die Kompass Kids konnten eine Familienfreizeit anbieten.

Begegnungsmöglichkeiten waren der Fokus in Schönwalde II und Groß Schönwalde. Der Suppentisch, ein Stadtteilcafé, Seniorenangebote und ein Nachbarschaftsfest wurden ebenso gefördert wie eine Hausaufgabenbetreuung für sportlich ambitionierte Kinder und Jugendliche.

Verantwortlich für die Vergabe des Budgets sind die Ortsteilvertretungen. Sie prüfen die Anträge und entscheiden in ihren Sitzungen eigenverantwortlich, welche Maßnahmen den Menschen im Ortsteil zugutekommen. Antragsberechtigt sind Einwohnerinnen und Einwohner, Vereine, Verbände, Institutionen sowie Mitglieder der Ortsteilvertretungen selbst. Voraussetzung ist stets, dass der Antrag im Vorab eingereicht und in einer Sitzung vorgestellt wird.

„Das Ortsteilbudget stärkt somit die Identifikation mit dem eigenen Wohnumfeld und schafft zahlreiche Gelegenheiten für Begegnung, Engagement und gemeinsames Erleben in der ganzen Stadt“, so Prof. Dr. Madeleine Tolani abschließend.