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Heimatbote
Ausgabe 4/2026
Informationen aus den Gemeinden
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Kommunale Wärmeplanung für die Stadt Goldberg

 

Sehr geehrte Goldbergerinnen und Goldberger,

viele Fragen unserer Zeit richten sich auf die Zukunft: Wie können wir unseren Lebensstandard sichern und verbessern? Wie bewahren wir unsere Umwelt für kommende Generationen? Wie begegnen wir dem Klimawandel und stärken zugleich den sozialen Zusammenhalt? Diese Themen sind eng miteinander verbunden.

Ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Entwicklung ist eine sozialverträgliche Wärmewende. Ziel ist es, die Wärmeversorgung schrittweise von fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdgas und Öl auf erneuerbare Energien umzustellen – bezahlbar, verlässlich und umweltfreundlich.

Der Gesetzgeber hat deshalb festgelegt, dass Städte und Gemeinden eine kommunale Wärmeplanung erstellen. Sie soll aufzeigen, wie die Wärmeversorgung vor Ort künftig gestaltet werden kann. Grundlage dafür ist zunächst eine Bestandsaufnahme: Wo und in welchem Umfang werden Energie und Wärme verbraucht? Welche Energieträger kommen derzeit zum Einsatz?

 

 

Auf dieser Basis können Möglichkeiten zur Energieeinsparung sowie geeignete erneuerbare Energiequellen untersucht werden – beispielsweise Strom aus Photovoltaik, Wärme aus Solarenergie oder Geothermie sowie die Nutzung von Biomasse oder Abwärme. Ebenso wird geprüft, wo der Aufbau von Wärmenetzen sinnvoll sein könnte.

In Goldberg gibt es bereits ein positives Beispiel: Das Neubaugebiet wird mit der Abwärme aus der Biogasverstromung beheizt. Ob und in welchem Umfang ähnliche Lösungen auch für die Altstadt oder unsere Ortsteile geeignet sind, muss sorgfältig geprüft werden. Gleichzeitig stehen uns weitere Potenziale zur Verfügung, etwa Flächen für Photovoltaik oder Möglichkeiten zur Nutzung von Erdwärme. Strom aus erneuerbaren Quellen kann künftig auch Wärmepumpen antreiben und so zur klimafreundlichen Wärmeversorgung beitragen.

Für die Wärmewende sprechen viele Gründe – nicht nur der Klimaschutz. Gerade in Zeiten stark schwankender Energiepreise gewinnt eine möglichst unabhängige und nachhaltige Energieversorgung zunehmend an Bedeutung.

Die vorliegende Wärmeplanung hat dafür den Grundstein gelegt. In den kommenden Schritten wird sie weiter vertieft werden. So soll unter anderem eine Machbarkeitsstudie klären, welche Lösungen in Goldberg technisch umsetzbar sind, welche die Umwelt schonen und welche für unsere Bürgerinnen und Bürger wirtschaftlich tragfähig bleiben.

Der Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung ist eine gemeinsame Aufgabe. Er kann nur gelingen, wenn wir ihn gemeinsam gehen.

Ihr Gustav Graf von Westarp
Bürgermeister