Noch ist die Umgebung des Steins schwer zu erkennen, aber die Platzgestaltung macht Fortschritte.
Wenn der neugestaltete Platz an der Prohner Feuerwehr demnächst der Öffentlichkeit übergeben wird, dann ist er schon wieder umgezogen - unser Gedenkstein gegen zwei verheerende Kriege. Einstmals Mittelpunkt einer kleinen Parkanlage (nach Norden fahrend gleich rechts auf einer Wiese hinter dem Prohner Bach) musste er dem neuen Verwaltungsbau der LPG Prohn weichen und wurde unter die Friedenseiche auf dem alten Schulhof aufgestellt. Als dann dieser Platz zum Dorftreffpunkt umgestaltet wurde, stellte man ihn mit Blickrichtung zum Platz an den Friedhofsrand. Etwas später kritisierten jedoch einige Bürger, dass man keine Ruhe zum Andenken an diesem belebten Ort hätte. Für die damalige Gemeindevertretung eine schwierige Entscheidung: Den Stein am alten Ort lassen oder erneut umsetzen. Da die Mehrheit für Umsetzung plädierte, zog der Stein zur Wiese an die Feuerwehr. Man nahm sich vor, die Wiese einmal zu einem Park zu gestalten und es gab schon konkrete Bepflanzungspläne.
Mit der Entwicklung des Ortes wurde der Platz im Zentrum von Prohn immer knapper, v.a. an Parkplätzen mangelt es. So entstand der Plan, wie er jetzt umgesetzt wird - ein Multifunktionsplatz soll entstehen: neue Gehwege, Parkplätze, Aufladestation… und eine neue Stelle zum Gedenken, weg vom Parkplatz, mehr in Richtung Fluss. Möge dieser 5. Standort nun der endgültige sein, denn die Schrift auf dem Findling ist nach wie vor aktuell: „Die Toten zweier Weltkriege mahnen.“ Ursprünglich hieß es einmal: „1914- 1918. Gedenket der Toten des Ersten Weltkrieges!“ Der Stein wurde Anfang der zwanziger Jahre von Damitz nach Prohn transportiert. 16 Pferde sollen dafür vorgespannt worden sein. Der ehemalige Schuhmachermeister Schütt (wohnhaft bei der alten Schule) war damals mit dabei und soll noch Bildmaterial dazu besessen haben. Wenn jemand alte Fotos zum Thema besitzt, wäre ich dankbar, wenn er sich meldet.