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Der Usedomer Norden
Ausgabe 4/2024
Informationen der Amtsverwaltung
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Sehr geehrte Einwohnerinnen, sehr geehrte Einwohner,

am 26.03.2024 hat die Gemeindevertretung den Haushalt der Gemeinde Ostseebad Trassenheide für das Jahr 2024 beschlossen.

Unsere Gemeinde hat auch in diesem Jahr einen ausgeglichen Haushalt, so dass wir keine Kredite benötigen. Die Anzahl der Gewerbebetriebe hat sich erfreulicherweise in der Gemeinde Ostseebad Trassenheide kontinuierlich erhöht. Aktuell sind 177 Gewerbebetriebe gemeldet. Waren es Ende 1995 erst 58 Betriebe, steigerte sich die Zahl im Jahr 2000 bereits auf 106 und im Jahr 2011 dann auf 194. Den Höchststand von Gewerbebetrieben erreichten wir mit 207 Anmeldungen im Jahr 2016. Von den 177 Gewerbebetrieben sind 43 Betriebe gewerbesteuerpflichtig. Dies sind 4 weniger als im Vorjahr und 5 mehr als im Vorvorjahr. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer werden für das Haushaltsjahr 2024 auf 647.000 Euro geschätzt. Damit werden 32,04 % (Vorjahr: 28,65 %, Vorvorjahr: 26,23 %) der Aufwendungen des Ergebnishaushaltes durch Gewerbesteuereinnahmen gedeckt. Unsere Gemeinde bekommt keine Schlüsselzuweisungen, sondern wir müssen 2024 einen Betrag von circa 8000 Euro an finanzschwache Gemeinden abgeben, da unser Steuereinkommen sehr hoch ist.

Die geplanten Investitionen in unserem Ostseebad haben einen Umfang von ca. 2,1 Mio. Euro. Vieles ist aber abhängig von der Ertüchtigung unserer Kläranlage in Zinnowitz. So kann es passieren, dass die Erschließung des B-Planes-Nr. 16 Kiefernhain ins nächste Jahr verschoben wird, da sich der Baubeginn der Kläranlage weiter verzögert. Wir werden die Erweiterung unseres Gewerbegebietes (B-Plan Nr. 18) weiter voran treiben und hoffen, dass wir das Grundstück nächstes Jahr soweit geplant haben, dass wir es der Landgesellschaft abkaufen können und dann mit der Erschließung beginnen können.

Ein großer Teil unseres Haushaltes betrifft unsere Feuerwehr. Wir müssen in neue Löschbrunnen investieren um den Brandschutz in unserer Gemeinde zu gewährleiten. Des Weiteren werden wir im Sommer die Bäder unseres Kindergartens umbauen. Dort sind bereits die Ausschreibungen erfolgt und ein positiver Fördermittelbescheid liegt vor. Der Abriss der Garagen ist bereits erfolgt, auch diese Maßnahme steht in unserem Haushalt 2024.

Eine weitere wichtige Aufgabe ist das Schöpfwerk in Mölschow. Dafür haben wir eine Summe von 100.000 Euro in unserem Haushalt eingeplant. In den letzten Monaten zeigte sich eine angespannte Situation, was den Füllstand unserer Gräben betrifft. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf.

Auch die Forststraße steht mit 400.000 Euro auf unserer Liste der Investitionsmaßnahmen. Hier sind wir leider auf einen Hotelier angewiesen, der seit Jahren die Baumaßnahme nicht voran bringt. Als Gemeinde müssen wir nur 30% der Kosten dieser Maßnahme übernehmen.

Die Gemeinde Ostseebad Trassenheide musste im Jahr 2023 eine Summe von 131.300 Euro für unseren Kindergarten bereitstellen. Im Jahr 2024 sind es ca. 17.000 Euro an Mehrkosten, so zahlen wir für dieses Jahr 149.200 Euro, da die Elternbeiträge komplett weggefallen sind. Für unsere Schulkinder zahlen wir insgesamt 100.000 Euro an Beiträgen.

Der Hebesatz der Gewerbesteuer sowie der Hebesatz der Grundsteuer A und Grundsteuer B werden 2024 nicht erhöht. Die örtlichen Verbrauchs- und Aufwandssteuern bleiben in ihren Tarifen 2024 konstant. Die Gemeinde Ostseebad Trassenheide steht finanziell auf sicheren Füßen. Wir erhoffen uns mit der Erweiterung des Gewerbegebietes weitere sichere Gewerbesteuereinnahmen für die nächsten Jahre.

Ihr Bürgermeister Michael Dumke, Bündnis für Trassenheide