Serrahn
Wohenn ein ok hürt, wohenn ein ok schügt:
Kein Tiet, leiwe Lüüd, kein Tiet!
Kuum dat ein sick wat to frogen trügt
Kein Tiet, leiwe Mann, kein Tiet!
Ein Männt dörch`t Läben vull Jet und Hast
Vüller Angst, dat he wat verpaßt:
„Ach je, dat det mi siehr leid.“
Kein Tiet, keine Zeit!
He löppt in Laden un wedder rut
De Nerven goahn hopps, de Hoor goahn em ut,
an Achterkopp kieckt all de Kneischiew rut!
Kein Tiet, leiwe Lüüd, kein Tiet!
He lest kein Zeitung, weit nich wat passiert
Dat Kieckschapp, dat Theater em nich interessiert
Un reed ein von Goethe, Schiller un so:
Wat geiht mi an? Wat sall dat? Woso?
Ick hew jo kein Tiet, kein Tiet dorto!
Un reed ein von Krieg, Elend un Not
Denkt he: Wat sall`t, ick hew jo min Brot!
So`n Minsch det mi würklich siehr leid
Kein Tiet, leiwe Mann, keine Zeit.
He kümmt ünnern Auto, dat stürt sienen Loop
He glöwt he is dot, äwer he steiht wedder üp!
De Brägen verbögt, de Näs is`breit
Kein Tiet, Doktor, keine Zeit!
He weit nix von Leiw! He is nicht verleiwt!
He külpt, dat tweierlei Minschen giwt!
He hett twors ne Diern! Doch det de schmusigi lütt bi
Denkt he: „Wat is dat? Wat wull de lütt von mi?“
Kein Tiet, leiwe Diern, kein Tiet!
Gaut dat se ´n Nahwer hett! De is o Huus
Un hett veel Tiet.
Unverwohrs „Fründ Hein“ ein an Nohrs kriegt
Kein Tiet, Hein, kein Tiet.
„So ´n Minsch as du det mi siehr leid.
Mit din: kein Tiet, keine Zeit.
Ick lött di veel Tiet, de Welt is so fein!
Äwer du wullst dat scheune nich seihn!
Nu mock man kein Faxen, nu is dat soweit!
Nu hest du veel Tiet, leiwer Mann, veel Tiet!“
am 17. Juni 2026 um 15:30 Uhr am Schulplatz 2 laden die
Plattdüsch Frünn ein.
DIT un DAT - för jedein wat.
Döntjes, Riemels und Vergnäugliches in Niederdeutsch bi
Kaffe un Kauken.
Bei schönem Wetter butten süst binnen.
Wi freugen uns up Juch!