Auf Du und Du mit den Alpakas.
Der tierische Besuch in der DRK-Tagespflege Krakow am See sorgte für viel Spaß bei den Tagesgästen.
Kürzlich durften wir in unserer DRK-Tagespflege in Krakow am See ganz besondere Gäste begrüßen – Ben, Ronny und Knut - drei Alpakas aus dem Therapiezentrum Charlottenthal waren mit Ergotherapeutin Tabita Klewitz und ihrem Kollegen Nils zu Besuch! Während draußen der Regen an die Scheiben prasselte, wurde es im Inneren kuschelig. Schon beim Betreten des Wohnzimmers zauberten die neugierigen, sanftmütigen Tiere allen Tagesgästen ein strahlendes Lächeln ins Gesicht. Es wurde gefüttert, gestreichelt, beobachtet und herzlich gelacht.
Doch so schön und unterhaltsam dieser Vormittag war: Hinter dem Besuch der „Wuschelköpfe“ steckt weit mehr als nur eine nette Abwechslung. Tiergestützte Angebote haben in der Senioren- und Pflegearbeit einen festen Platz – und das aus gutem Grund. Das Zusammensein mit Alpakas aktiviert Körper, Geist und Seele auf ganz besondere Weise: Das Fell des Alpakas ist außergewöhnlich weich. Wenn die Senior*innen die Tiere streicheln oder ihnen Futter aus der offenen Hand anbieten, fördert das die Feinmotorik und spricht den Tastsinn intensiv an. Tiere schaffen oft einen sofortigen Zugang zum Langzeitgedächtnis. Viele Tagesgäste fühlten sich an eigene Haustiere aus früheren Zeiten erinnert.
Es entstanden wunderbare Gespräche und Geschichten über alte Zeiten. Alpakas gelten als sehr friedliche, zurückhaltende Tiere. Allein ihr ruhiger Blick und ihr sanftes Wesen wirken entschleunigend. Das Streicheln schüttet Glückshormone wie Oxytocin und Endorphine aus, während Stress und Unruhe spürbar nachlassen. Ein solches Erlebnis verbindet! Selbst zurückhaltende oder demenziell erkrankte Tagesgäste tauten im Kontakt mit den Tieren sichtlich auf und nahmen aktiv am Geschehen teil. „So etwas Weiches habe ich ja noch nie gestreichelt“, schwärmte eine Besucherin, während sie eine Handvoll Alpakafutter verteilte.