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Mitteilungsblatt des Amtes Landhagen
Ausgabe 3/2026
Vereine und Verbände
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Treffpunkt des Regionalverbandes Landfrauen Landhagen e.V.

2. Bericht Februar 2026

„Du kannst den Wind nicht ändern, aber die Segel richtig setzen.“ Gefunden habe ich diesen Spruch im „großen Wohnzimmer“ des Heimathafens, der besonderen Tagespflege der Diakonie Greifswald in der Stralsunder Straße. Er regt an zum Nachdenken. Der Wind, der uns in letzter Zeit ins Gesicht bläst, ist sehr rau geworden. Manchmal fröstelt es einen, man stemmt sich unwillkürlich dagegen. Wohin trägt er uns? Wollen wir dahin? Wirklich? Und wenn nicht?

Dann wollen wir mal mit einem neuen Projekt „Mayors for Peace“ gegensteuern!

2013 hatte ich die Gelegenheit 14 Tage Japan zu besuchen. Die Eindrücke wirken bis heute nach. Da sind die vielen Tempelanlagen, der Hibiskus Park, das Eisenbahnwesen eine Schau für sich, die vielen, zum Teil sehr aktiven Vulkane wie der Sarkujama (auch kleiner Vesuv) oder der Aso auf Kyushu oder der Fuji, um nur einige zu nennen. Tokio erkunden? Nur ansatzweise möglich. Am nachhaltigsten allerdings war für mich Hiroshima zu besuchen. Im Zentrum Hiroshimas liegt der Friedenspark. Dort, wo der Fluss Ōta sich gabelt und zum Fluss Motoyasu wird, in atemberaubender Landschaft gelegen, genau hier wurde am 6. August 1945 „Little Boy” gezündet, die Stadt nahezu dem Erdboden gleich gemacht. Der vielen tausend Opfer des Atombomben-abwurfes wird hier im Friedensgedenkpark in unterschiedlichster Form gedacht. Neben dem Atombomben-Dom, dem Kinderfriedens-denkmal, der Friedensglocke ist das bekannteste Wahrzeichen Hiroshimas, die A-Bomben-Kuppel - oder Genbaku-Kuppel, die skelettartigen Überreste der Handelshalle der Stadt. Es ist eines der wenigen Gebäude, die nach dem Angriff auf Hiroshima noch standen. Unweit der Abwurfstelle, ca. 1,3 km entfernt hat in dem 1620 gegründeten nationalen Landschaftsschutzpark Shukkeien-Garten, ein mehr als 200 Jahre alter Ginkgo die Katastrophe überlebt.

Aus Samen dieses Baumen sind weltweit Ginkgobäume gezogen und gepflanzt worden als Symbol für Frieden, gegen die weltweite Verbreitung atomarer Waffen und für deren Abschaffung. Initiiert vom Bürgermeister der Stadt Hiroshima entstand 1982 das Netzwerk „Mayors for Peace“, dem Bürgermeister von insgesamt 8.472 Mitgliedsstädten weltweit, davon 904 in Deutschland angehören. Auch die Gemeinde Neuenkirchen ist Mitglied dieser Friedenskooperative.

Wir haben den Klang der Friedensglocke von Hiroshima vernommen! Unser Regionalverband hat die Idee aufgegriffen und gemeinsam mit unserer Bürgermeisterin Kirsten Breitsprecher haben wir in Hiroshima Ginkgosamen bestellt. Es wird dauern, bis aus den Samen Bäume werden. Es ist ein Mehrgenerationen-Projekt, das uns über Jahrzehnte begleiten wird. Dessen sind wir uns bewußt.

Angelika Westphal

Veranstaltungen - Regionalverband Landfrauen Landhagen e.V.