Seit nun mehr 9 Jahren nutzt der Loitzer Heimatverein die Räumlichkeiten des historischen Kaufmannshofes in der Loitzer Peenestraße 8. Dank dieser Möglichkeit konnten durch uns zahlreiche Veranstaltungen, Treffen und Märkte ehrenamtlich organisiert werden. Dafür ein herzliches Dankeschön an alle Aktiven des Vereins, voran die Vorstandsmitglieder.
Neu ins Leben gerufen, durch unser langjähriges Vorstandsmitglied Sigrid Daus, sind plattdeutsche Nachmittage, die eine große Besucherschar anlocken. Das „Kaffee up Platt“ ist ein monatlicher beliebter Treff für Menschen, die diese Sprache noch von ihren Vorfahren gelernt haben, selbst gerne sich so unterhalten und es an die jüngere Generation weitergeben möchten. Ein kleines Team kümmert sich um die Vorbereitung dieser Veranstaltung, die 2023 10-mal durchgeführt wurde. Im August gab es zum 1. Mal das „Hoffest up Platt“, das immerhin 85 Gäste besuchten.
Weiterhin neu ist die Gründung der AG „Loitzer Geschichte“. Auch hier ist Sigrid Daus federführend. Die AGLG tagte 4-mal und lud an 9 Abenden unter dem Motto „Kino im KuKo“ die Gäste zu historischen Filmen ein, die vor Jahren von Sigrid Daus und Karin Heymann produziert worden sind. Es sind Geschichtsfilme, die die Dörfer des Amtes Peenetal/Loitz von der Gründung bis in die heutige Zeit darstellen. Aus dem Archiv heraus und mit eigenen Nachforschungen besetzt gestalteten Horst Triphahn und Bodo Buske zwei Schaufester deren Inhalt sich geschichtlich auf den Handel bezogen. Die neuen Erkenntnisse konnten im Archiv gespeichert werden.
Auch gespielt wurde wieder im KulturKonsum. Zum Kartenspiel empfing Günter Scheunemann an 50 Tagen seine Skatfreunde. Gitti Wiencke und Christa Neuser holten eine Vielfalt von Spielen an 47 Tagen im Jahr aus den Schränken. Gerne nutzen diesen Montagabend wöchentlich 10 bis 12 Interessierte.
Ebenfalls beliebt sind die 14-tägigen Treffen der Strickfrauen, die sich „WullWiewer“ nennen. Sie nutzten 22-mal unsere Räumlichkeiten um Erfahrungen weiterzugeben, aber auch den neusten Stricktrend. Bei einer Tasse Kaffee wird geplaudert, die Frauen tauschen sich über die Neuigkeiten in der Stadt aus und informieren sich über die Arbeit des KulturKonsums. In dieser Gemeinschaft hilft man sich in privaten Angelegenheiten und Soziale Projekte wurden unterstützt. Besonders in Vorbereitung zu unseren traditionellen Märkten klappern die Nadeln schneller als sonst, denn ihre warmen Socken sind sehr begehrt.
Susanne Bohndorf und Brigitte Wiencke leiten den Backzirkel, deren Produkte sehr begehrt sind. Eine Gemeinschaft von Frauen, die Spaß haben sich zu treffen und etwas für andere zu machen. 15-mal, den Anlässen entsprechend, duftete es dann durch die Räume des KulturKonsums, besonders zu den plattdeutschen Nachmittagen und unseren größeren Veranstaltungen.
Die Theatergruppe „U100“ mietete sich 30-mal bei uns ein, um sich auf die vielen Auftritte, die über die Stadtgrenzen hinaus stattfinden, vorzubereiten.
Unser Vorstandsmitglied Prof. Jens Becker startete 2023 an 2 Wochenenden den 2. Drehbuchcampus Nordost. Säen und Ernten, Want und Need, Prämisse und Cliffhanger – viele dramaturgische Begriffe schwirrten durch den KulturKonsum in Loitz, als sich hier zehn angehende Drehbuchautorinnen und -autoren aus MV trafen, um ihre Filmideen zu perfektionieren. Die Filmförderung MV unterstützt den Drehbuchcampus Nordost auch 2023 großzügig und freut sich, dass der KulturKonsum Loitz sich abseits der Großstädte Rostock und Schwerin als Medienweiterbildungsstätte gut entwickelt.
Auch der „Mondscheinpalast“, sprich Kino im KuKo, hat sich bewährt. Prof. Jens Becker schaffte es 3 interessante Kinoabende zu gestalten. Am 12. Mai wurde der Dokumentarfilm „FEMALE PLEASURE“ gezeigt. Der Film begleitet fünf junge Frauen aus fünf verschiedenen Kulturen, die sich gegen die Repression der weiblichen Sexualität ihrer kulturellen und religiösen Gemeinschaften auflehnen. Anschließend gab es ein Online-Gespräch mit dem Produzenten des Films. Im Juni folgte das Drama „In einem Land, das es nicht mehr gibt“. Der Spielfilm erzählt die Geschichte von jungen Menschen im Berlin der 80er Jahre, in der letzten Phase der DDR. Im Anschluss an die Vorführung gab es mit dem Publikum ebenfalls ein Online-Gespräch, diesmal mit der Regisseurin Aelrun Goette. Der Dokumentarfilm „Frauen in Landschaften“ wurde im Oktober gezeigt. Die Regisseurin Sabine Michel war an diesem Abend im KuKo zu Gast und beantwortete Fragen des Publikums.
Inzwischen ist es kein Geheimnis mehr, dass der KulturKonsum immer mehr Heiratswillige anlockt. So konnten wir, wie im Vorjahr, wieder 7 Trauungen stilvoll vorbereiten und gemeinsam mit der Standesbeamtin der Stadt Loitz durchführen. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich Brautpaar und Gäste bei uns wohlfühlen, ob im Galerieraum oder im wunderbaren Ambiente des Innenhofes. Damit haben wir seit Beginn ehrenamtlich 27 Trauungen begleitet, mit immerhin 977 Gästen.
Wir freuen uns immer sehr, wenn Künstler aus der Region unsere Wände mit ihren Werken zieren. So wurden 2023 7 Ausstellungen organisiert. Sie kamen aus Zinnowitz, Wolgast Demmin, Pustow, Bentzin, Loitz und sogar aus St. Aldegund von der Mosel. Als erster Aussteller Anfang März, hat sich die Usedomer Künstlerfamilie Meyer von der bildnerischen Seite vorgestellt und im April mit der musikalischen Präsentation „Jazzcasino“. Sowohl die Musikauswahl als auch die Darbietung ließ die Gäste des KulturKonsums mitswingen. Das ungewöhnliches Instrument Theremin, welches der Sohn der Familie, stilecht gekleidet und künstlerisch gelungen zu Gehör brachte, erstaunte und ließ das Publikum nicht mit Beifall sparen. Dann folgten Brigitte Bosch aus Wolgast mit Bildern zum Thema „Höhenflug der Farben“, der Mal- und Grafikzirkel Demmin mit “Bunte Blätter“ und Steffi Simon überraschte mit Keramik und Malerei mit dem Titel „Das Schöne im Alltäglichen“. Im August ging es um Expressionismus. „Kunst trifft Wein“ so das Motto von Walter Oster, der mit einem Weinevent von der Mosel viele Gäste in den historischen Innenhof des KuKo zog. Jahrgang für Jahrgang sich neu zu erfinden gilt nicht nur für die Weine, die Walter Oster in der 15. Generation in der Genussmanufaktur Wajos kreiert. Er, der Unruheständler von der Mosel hat hier in Loitz neue Impulse gesetzt. Hat die Liebe zum Wein und alten traditionellen Gebäuden auch in Loitz seinen Stempel aufgesetzt. Kreativität und Kunst bedingen sich und als Künstler, Josef Jakobus, geht es ihm wiederum um den Genuss. Am 5. Oktober zur Vernissage stellte sich die Frage nach den verschiedenen Kunstformen erneut. Malen, Zeichnen, Fotografieren, Tonarbeiten usw., wo beginnt das Handwerk, wo die Kunst. Wie ordnet man die Arbeit mit dem Computer ein. Es braucht künstlerisches Verständnis auch solche Bilder, wie die von Casandra Danielides, zu erstellen. Es braucht Zeit und Fantasie. Unsere Ausstellung zum Thema „Reminiszenz an ehemalige Loitzer Maler“ kam gut an, denn die Maler Herbert Burmeister, Arthur Nagel und Klaus-Peter Herbst konnten über ihre Werke nichts mehr erzählen, dennoch waren sie per alter Filmaufnahmen zu sehen. Ein Problem jedoch stellte die Betreuung der SonntagsGalerie auch in diesem Jahr dar. Adelheid Heiser war stets bemüht, die 40 Sonntage mit Mitgliedern des Vereins zu besetzen. Da sich dies zusehends als problematisch herausstellte, wird es für 2024 eine andere Lösung geben.
Zahlreiche Treffen und Vorträge fanden statt.
So präsentierte Christian Grabautzki im März seine Reise nach Jordanien. Beeindruckend war, dass er täglich seine Eindrücke in Verse zusammenfasste. Sein Gesang mit eigenen Texten und Melodien kam dazu, der diesen wunderbaren Abend abrundete.
Das der Loitzer Heimatverein sich mit den Vereinen der Stadt verbunden fühlt, schlägt sich auch in der gemeinsamen Zusammenarbeit nieder. Neben dem Bootshafen an der Glashütte führte auch der Bootshafen an der Frohnergasse seine Mitgliederversammlung in den Räumen des KulturKonsums durch. Viele Eigeninitiativen und Verschönerungsarbeiten werden in den Bootshäfen jährlich durchgeführt und tragen so zur Attraktivität und dem Tourismus an den Ufern unserer Stadt bei. Der Bootsverein Frohnergasse beherbergt auch das Boot des Heimatvereins und setzt dieses nach jeder Saison neu instand.
Auf der Suche nach Loitzern, die Spuren in der Welt hinterließen, gingen die Besucher des KulturKonsums am 27. April gemeinsam mit dem Historiker Christoph Wunnicke. Im gutgefüllten Raum war Aufmerksamkeit und Neugier zu spüren. Denn Herr Wunnicke berichtete sehr zügig von Personen dessen Wirken er aus verschiedensten Quellen zitierte. Auch über noch Lebende, wie Dr. Friedhelm Marten und Dr. Henning Rischer. Dass August Levin, einer der Söhne der Stadt und Bürgermeister beim Aufbau des Sozialismus als Spanienkämpfer seine Spuren hinterließ, war bekannt. Dr. Henning Rischer ging auf sein Wirken näher ein.
Am Tag der Vereine am 30. April waren im KulturKonsum die Pforten geöffnet. Bei herrlichem Wetter konnten die Loitzer die Höfe in Augenschein nehmen, auf denen auch die Frühjahrsblüher die Sonne genossen. Der Skatverein hatte zu einem Turnier eingeladen und die Mitglieder des Heimatvereins sorgten für das leibliche Wohl. Loitzer Kartoffelsuppe, Hecht aus der Peene und Kaffee und Kuchen ließen bei vielen zu Hause die Küche kalt. Für historisch Interessierte gab es eine Führung mit Günter Scheunemann auf den Böden des Hauses.
Weitere Vorträge im Laufe des Jahres wurden gehalten von unserem Vereinsmitglied Jens-Peter Beneke zu Fragen des Vormundschafts- und Betreuungsrecht, die SPD sprach über die Entwicklung an der Peene und gab eine Info-Veranstaltung zum Thema Kommunalpolitik. Unsere Bürgermeisterin lud ihre Amtskollegen zu einem Frühstück mit Gesprächen in unsere Räume ein, wobei Sigrid Daus ein professionelles Frühstück zauberte.
Die Kleinsten unserer Stadt schauen gerne mal vorbei. Was gibt es alles in der Stadt Loitz zu sehen, zu erleben und zu erforschen. Auf diesen Spuren fanden die Kinder des Kindergarten Kunterbunt gemeinsam mit Martina Krakau zum KulturKonsum. So viel Neues und Altes an einer Stelle. Eine Seilwinde mit einem großen Stein durfte bewegt werden, Kräuter wurden an ihrem Duft erkannt, in der Schusterwerkstatt die kleinsten Schuhe angeschaut und die größten anprobiert und dann ging es im Kino auf die Spuren der Loitzer Geschichte. Schüler einer 5. Klasse erhielten in unseren Räumen ihr Zeugnis. Für die Anstrengungen des Jahres gab es neben Blumen und lobenden Worten als Dankeschön ein liebevoll hergerichtetes Büfett, welches die Muttis vorbereiteten. Danach entführte Sigrid Daus sie noch auf die Spuren der Loitzer Geschichte.
Traditionell radelten die Peeneradler aus Demmin auch wieder bei uns vorbei. Kaffee und Kuchen und ein Blick ins Museum ist immer mit dabei. So ist das Interesse an der Arbeit des Loitzer Heimatvereins zu spüren und geschichtliche Informationen zu unserer Stadt werden immer dankbar angenommen.
In unserem Veranstaltungskalender standen natürlich auch größere Events, die die Gäste aus nah und fern gerne besuchten.
Dazu zählt die kleine aber feine Modellbahnausstellung im Maßstab 1:87 zum Bahnbetrieb in Loitz in den 1960-ziger Jahren von Herrn Lochmann. Mit „Korl Loitz“ nach Loitz, so das Motto und wahrhaftig schnaufte unsere Dampflok vom Dübelwerk bis nach Toitz Rustow, vorbei an der Altstadt und der Diesterwegschule. Naturgetreu umgesetzt hat der Erbauer diese Anlage, die in einer Höhe von 1.30 Meter gut zu beobachten war. Aufgrund der großen Nachfrage wurde die Ausstellung um einen Tag verlängert. Etwa 200 Gäste schauten vorbei.
Wahrlich ein bunter Blumenstrauß war der 4. Kunst- und Sockenmarkt im Juli. Die Eröffnung der Sommergalerie von Prof. Hubert Meinel und Ingrid Ketel aus Gnoien auf dem Kemladen war der Startschuss an diesem Wochenende bei schönstem Wetter. Es roch nach Kartoffelpuffer und die Loitzer Kartoffelsuppe war wie immer lecker. Die Backfrauen und viele Helfer sorgten dafür, dass zur Kaffeezeit der große Ansturm bewältigt wurde. Die Aussteller auf dem Gelände des KulturKonsums hatten nicht nur Spaß am Verkauf, sondern viele gute Gespräche. Trotz der Hitze verkauften sich die selbstgestrickten Socken für den Winter wie geschnitten Brot. Zum Schluss der Veranstaltung wurde ein Urlaub auf Rügen versteigert. Zu Gunsten der Spendenaktion für den Brunnen hatte Frau Dumke das Glück mit ihrer Familie nach Göhren zu reisen. 463 Gäste konnten wir begrüßen.
Zum 6. Adventsmarkt fanden über 240 Besucher den Weg zum KulturKonsum, auf den weiß winterlichen Hof. Es zog ein Duft von Glühwein, Soljanka und Kartoffelpuffer durch die Luft und die vielen Händler in den Räumen boten Kunsthandwerkliches an. Die WullWiewer strickten schon seit Monaten für ihren Angebotstisch und der Winzerverein bot eine Kostprobe seiner verschiedenen Jahrgänge an. Weihnachtskarten, Kalender, Schmuck, CDs und Bücher von Hans-Hermann Ribnitz, das Loitzer Backbuch, Patchwork Arbeiten, Gefilztes, Gesticktes und Gebasteltes war zu haben. Jedoch, bevor die Backfrauen ihren duftenden Kuchen zum Kaffee reichen konnten, kündigte die Geige von Gustav Radtke, 11 Jahre, den Höhepunkt des Tages an. Es wurde der Brunnenaufbau im alten Kaufmannshof enthüllt. Durch zahlreiche Spenden finanziert und maßgeblich durch Günter Scheunemann mit Unterstützung von Gerald Meitzner erbaut, zeigte sich nach der Enthüllung unter den weißen Tüchern, was der Heimatverein seit 10 Jahren geplant hatte. Jörg Schade zimmerte und sponsorte den Aufbau und voller Stolz und das zurecht, schöpfte der Bauherr Günter Scheunemann, das erste Wasser, zünftig mit einem Holzeimer aus dem Brunnen. Ein Blick in den Brunnen lohnt sich auf alle Fälle. Wir danken allen Sponsoren, Händlern und Unterstützern, die diesen Tag zu einem Höhepunkt im Vereinsleben werden ließen.
Für die Adventszeit hatten wir eine neue Idee, „Spiele und Märchen am Kamin“. Die Mitglieder des Vereins lesen täglich um 17 Uhr Weihnachtsgeschichten. Doch leider wurde diese schöne Idee nicht angenommen.
Zum Abschluss des Jahres bedankten wir uns mit einem leckeren Mittagessen bei den Mitarbeitern des Loitzer Bauhofes für jegliche Unterstützung.
All das ist nur möglich, einmal durch das ehrenamtliche Engagement unserer Mitglieder, aber auch durch eine Vielzahl von Sponsoren. Wir danken der Stadt Loitz, dem Landesheimatverband M/V, Wolfgang Höbel, Lothar Schröder, Renate Granholm und vielen Kleinspendern. Insgesamt konnten wir 2023 mit 7.367,23 Geld- und Sachspenden vieles bewirken. Besonders stolz sind wir auf den Brunnenaufbau, der durch unser Vorstandsmitglied Burkhard Krüger behördlich abgesichert wurde. Großes Dankeschön gilt Günter Scheunemann und Gerald Meitzner für die bauliche Umsetzung. Ein neuer Hingucker ist entstanden, der es wieder spannend macht, unseren KulturKonsum zu besuchen.
2023 konnten wir 3 neue Mitglieder begrüßen, wobei ein Mitglied ausgeschieden ist. Damit hat sich die Mitgliederzahl unseres Vereins auf 40 erhöht.
Großes Engagement zeigen unsere Vorstandsmitglieder seit der Gründung des KulturKonsums 2014. In 8 Vorstandssitzungen 2023 planten wir unsere Aktivitäten, stimmten Termine ab, entwickelten neue Ideen und versuchten all dies gemeinsam mit unseren Mitgliedern umzusetzen. Dass es uns auch 2023 gut gelungen ist, zeigen die Besucherzahlen. Fast wie im Vorjahr konnten wir über 5.000 Gäste (5.081) begrüßen und damit stieg diese Zahl auf 36.000 seit 2014.
Unsere letzte Mitgliederversammlung fand am 17.11.2023 statt.
An dieser Stelle möchte ich ein Dankeschön für besondere Leistungen aussprechen. Das gilt für Brigitte Wiencke und Christa Neuser, die professionell unsere Finanzen verwalten und immer zur Stelle sind, wenn man sie braucht. Emsig und unentwegt leistet Silvia de Jong wertvolle Arbeit bei der Archivierung historischer Unterlagen und das fast wöchentlich.
Wir möchten Günter Scheunemann Danke sagen, für seinen uneigennützigen Einsatz im historischen Kaufmannshof und nicht zuletzt zum Wohle der Einwohner unserer Stadt und der vielen Gäste, die uns besuchen. Ob es das kleine, aber gut sortierte Handwerkermuseum, ein Insektenhotel, der Brunnen oder die Blumenpracht kombiniert mit Tomaten und Gurken ist, Günters Hände sind Gold wert. Er zeigt gern sein Lebenswerk den großen und kleinen Besuchern und kann noch ganz nebenbei lustige Geschichten erzählen. Sogar die Schwalben, Tauben und die Mönchsgrasmücke fühlen sich bei ihm wohl und er gibt ihnen ein zu Hause. Das dieses Engagement schon fast 10 Jahre ehrenamtlich durch Günter Scheunemann ausgeübt wird, wissen vielleicht nicht alle. Es ist ein Ehrenamt, das seines Gleichen sucht und dafür gebührt ihm unser größter Respekt.
Seit 1994 ist Sigrid Daus aktives Mitglied des Loitzer Heimatvereins und leistet in ihrer Funktion als Stellvertretende Vorsitzende und Vorstandsmitglied hervorragende Arbeit. Immer wieder sprudeln neue Ideen aus ihr heraus, die sie dann auch in die Realität umsetzt. Viel Freude macht ihr das Wirken mit den Loitzer „WullWiewern“, aber auch mit den Vorschulkindern, denen sie Stadtgeschichte spielerisch nahebringt. Mit Leidenschaft führt sie Gäste durch Loitz, aber auch durch den KulturKonsum, der seit 2014 Heimstatt des Loitzer Heimatvereins ist. Den Menschen ihrer Stadt möchte sie Gutes tun und organisiert Veranstaltungen, Lesungen, Konzerte und Märkte gemeinsam mit den Mitgliedern ihres Vereins. Diese Gabe ist nicht jedem gegeben. Doch für Sigrid Daus ist es eine Bestimmung in ihrem Leben. Wir freuen uns sehr, dass Sigrid Daus im März 2023 mit der Eintragung ins Ehrenbuch der Stadt Loitz geehrt wurde.
Und auch ich möchte mich bedanken, für eine ganz besondere Auszeichnung, die ich am 02. Dezember 2023 in Schwerin erhielt. Als Dank und Anerkennung für besondere Verdienste im Ehrenamt verlieh mir Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Ehrennadel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. In ihrer Ansprache hieß es: „Seit 1994 ist Karin Heymann Vorsitzende des Loitzer Heimatvereins. Mit großem Engagement setzt sie sich für ein aktives Leben und Miteinander in ihrer Heimatstadt ein. Sie organisiert zahlreiche kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen und Feste. Ihrem Verein ist es zu verdanken, dass der alte Kaufmannshof wieder zu neuem Leben erweckt wurde und der KulturKonsum eine Begegnungsstätte für viele Loitzer Bürgerinnen und Bürger geworden ist. Durch ihre freundliche und zuverlässige Art versteht Karin Heymann es, ein Kollektiv von vielen Ehrenamtlichen zu führen und zu motivieren. Eine große Leidenschaft von ihr ist es, das Geschehen und die Geschichte ihrer Stadt mit Fotos und Filmen zu dokumentieren. Dadurch entstand ein großes stadtgeschichtliches Archiv. Viele Jahre führte sie den AWO-Vorsitz und nahm auch als Stadtvertreterin aktiv auf die Entwicklung ihrer Stadt Einfluss.“
Diese Worte haben mich sehr berührt und ich habe diese Feierstunde gemeinsam mit meiner Tochter genossen. Nun ist es jedoch an der Zeit das Zepter abzugeben. Als Gründungsmitglied am 16.12.1990, übernahm ich dann am 02. März 1994 den Vorsitz unseres Vereins und damit leite ich diesen seit nunmehr 30 Jahren. Es gab Höhen und Tiefen, eine lange Zeit, wo wir keine Möglichkeit sahen, uns niederzulassen und die Zukunft uns ungewiss schien. Dann, genau vor 10 Jahren, im April 2014, bot die Stadt Loitz uns den KulturKonsum als Wirkungsstätte an. Endlich sahen wir unsere Chance und wir ergriffen sie. Höfe und Kemladen waren noch unsaniert und trotzdem hatten wir ein Konzept, wie wir heute wissen, das gefruchtet hat. Unsere Mitgliederzahl hat sich wesentlich erhöht und die Gästeschar erreichte ein Traumzahl von 36.000.
Ich danke allen, die mit mir den langen Weg gemeinsam gegangen sind, nie aufgegeben und mitangepackt haben, zum Wohle der Menschen in unserer Stadt.
Da ich aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen aus dem Vorstand ausscheide, bleibe ich doch Mitglied des Vereins und werde Euch weiter mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dem zukünftigen Vorstand wünsche ich ein gutes Händchen in allen Belangen.
Mein größter Wunsch wäre, dass der Zusammenhalt weiter gepflegt wird, eine jüngere Generation mit anpackt, beliebte Aktionen bestehen bleiben und neue Ideen ihren Raum finden.