Mit dem Forschungsprojekt MOOReturn rückt die Region Malchin in den Fokus eines zukunftsweisenden Vorhabens für Klimaschutz und nachhaltige Landnutzung. Eine zentrale Rolle spielt das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) in Leipzig. Die Forschungsschwerpunkte liegen auf der Entwicklung effizienter Technologien zur Nutzung von Biomasse, der Erschließung neuer Rohstoffe sowie der Optimierung bestehender Produktionsprozesse.
Kernstück des Projekts MOOReturn ist die florafuel-Technologie, mit der Biomasse aus wiedervernässten Mooren aufbereitet und zu einem standardisierten Faservorprodukt für Bau-, Verpackungs- oder Energieanwendungen verarbeitet werden und zugleich aufgewaschene Nährstoffe für die Düngemittelproduktion gewonnen werden.
Weitere Informationen zum Modellprojekt MOOReturn und dem DBFZ finden Sie auf unserer Website: https://www.dbfz.de/mooreturn
Am 3. März hat das Wasserwerk der Zukunft zusammen mit dem Projekt MOOReturn zu einem Landschaftsspaziergang unter der Fragestellung „Moorwirtschaft: neue Perspektiven im Malchiner Becken?“ eingeladen. Das Format der Landschaftsspaziergänge fand in den vergangenen Jahren schon an verschiedenen Orten statt. Dazu werden Menschen aus unterschiedlichsten Verantwortungsbereichen eingeladen, die ihre Perspektive zu einem Thema einbringen und miteinander in den Austausch kommen können. Dies gelingt besonders gut bei einem Spaziergang durch die Landschaft. Etwa 30 Teilnehmer trafen sich bei schönstem Vorfrühlingswetter an der Rempliner Sternwarte und machten sich gemeinsam auf den Weg in das Moor. In kurzen Impulsen zum behördlichen Antragsverfahren der Wiedervernässung, zur aktuellen Bewirtschaftung von Polderflächen und zur Frage „Wie reden wir über das Moor?“ wurde das Thema aufgefächert. Bei einer Moorbohrung konnte man einen Eindruck vom Zustand und von der Mächtigkeit des Moores unter unseren Gummistiefeln bekommen. Zwischen diesen Impulsdarlegungen wurde die Zeit für einen regen individuellen Austausch genutzt. Wie schon in den anderen Landschaftsspaziergängen erlebt, zeigte sich auch dieses Mal, dass respektvolle Begegnung, offenes Gespräch und Zuhören wertvoll und bei solch komplexen Veränderungsprozessen notwendig sind.