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Malchiner Generalanzeiger
Ausgabe 4/2026
Stadt- und Gemeindeleben
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Großes Interesse beim Seniorentag in Malchin

Verschiedene Institutionen stellten sich vor und tauschten sich mit den Besuchern aus.

Auf so viel Zuspruch waren die Organisatoren dann doch ein wenig überrascht: Beim Seniorentag am 26.02.2026 reichten die vorbereiteten Plätze zunächst nicht aus, sodass kurzfristig zusätzliche Tische und Stühle aufgebaut werden mussten. Rund 120 Seniorinnen und Senioren nutzten den etwa vierstündigen Nachmittag, um sich zu informieren, auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Bürgermeister Axel Müller eröffnete die Veranstaltung und betonte in seiner Ansprache, wie wichtig es sei, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich kennenzulernen und gegenseitig zu unterstützen. Gerade angesichts des demografischen Wandels komme dem Austausch eine immer größere Bedeutung zu.

Insgesamt 14 Institutionen waren vor Ort und stellten ihre Angebote vor. Mit dabei waren unter anderem das Sozialwerk, verschiedene Pflegedienste, das Gesundheitsamt, das örtliche Pflegeheim sowie das Polizeirevier Malchin. Die Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit für persönliche Gespräche, Informationsmaterial und individuelle Beratung.

Ein zentraler Programmpunkt war der Vortrag von Dr. Christiane David vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Sie stellte das rund 200 Seiten umfassende „Seniorenpolitische Gesamtkonzept“ des Landkreises vor und ging dabei insbesondere auf die demografische Entwicklung ein. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 lebten demnach 246.318 Menschen im Landkreis. 117.635 von ihnen – und damit 47,7 Prozent – sind über 55 Jahre alt. 98.112 Menschen, was 39,8 Prozent entspricht, haben das 60. Lebensjahr überschritten. Das Durchschnittsalter im Landkreis liegt bei 48,4 Jahren.

Besonders deutlich wird die Entwicklung im Amt Malchin am Kummerower See: Lag der Anteil der über 60-Jährigen an der Gesamtbevölkerung im Jahr 2021 noch bei 31,03 Prozent, so stieg er bis 2024 auf 42,60 Prozent. Ein großes Thema sei in diesem Zusammenhang die zunehmende Einsamkeit im Alter. Umso wichtiger sei es, Begegnungsorte zu schaffen und bestehende Angebote bekannter zu machen, so Dr. David.

Für den musikalischen Rahmen sorgten die „Peenekosaken“ mit einem stimmungsvollen Auftritt. Der Malchiner Behinderten- und Seniorenbeirat stellte ebenfalls seine Arbeit vor und kümmerte sich um Kaffee und Kuchen. Der Beirat hält seine Sprechstunde an jedem ersten Freitag des Monats ab, das nächste Mal am 6. März um 10 Uhr im Medienraum des Rathauses.