Im festlichen Rahmen des Rathaussaals wurde am 17. April 2026 das 790-jährige Bestehen der Stadt Malchin sowie der 95. Todestag des Künstlers Fritz Greve gewürdigt. Zahlreiche Gäste waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam auf die bewegte Geschichte der Stadt zurückzublicken und bedeutende Persönlichkeiten zu ehren.
Bürgermeister Axel Müller eröffnete die Veranstaltung mit einer Begrüßung und stimmte die Anwesenden auf das Programm ein. Musikalisch begleitet wurde der Auftakt durch die Peenekosaken, die mit ihrem Auftritt für eine feierliche Atmosphäre sorgten und zum Mitsingen animierten.
In seiner anschließenden Rede ging der Bürgermeister ausführlich auf den Wandel Malchins im Laufe der Jahrhunderte ein. Er erinnerte an die Verleihung des Stadtrechts im April 1236 und sprach auch die tragischen Ereignisse des verheerenden Stadtbrandes am 30. April/1. Mai 1945 an. Gleichzeitig hob er die positiven Entwicklungen hervor: eine gut ausgebaute Infrastruktur, ein breites Bildungsangebot mit allen Schulformen vor Ort sowie das große Engagement im kulturellen Bereich, das vor allem durch Ehrenamtliche getragen wird. Im wirtschaftlichen Sektor, so Müller, bestehe jedoch weiterhin Entwicklungspotenzial.
Im weiteren Verlauf widmete sich Torsten Gertz dem Leben und Wirken von Fritz Greve. Er zeichnete ein lebendiges Bild des Künstlers, der bereits 1864 erste Fotografien der Stadt anfertigte und mit seinen Werken bis heute präsent ist. Seine Bilder sind unter anderem in Sternberg zu finden, zudem schuf er zahlreiche Altarbilder für Kirchen in Mecklenburg.
Ein besonderer Höhepunkt war die Fotoschau „Malchin im Wandel der Zeit“, die mit rund 230 Bildern eindrucksvoll die Entwicklung der letzten 30 Jahre dokumentierte und bei vielen Gästen Erinnerungen weckte.
Im Anschluss folgte die Laudatio für Marc Lies, der über 16 Jahre hinweg als Bürgermeister der luxemburgischen Partnerstadt Hesperingen tätig war. Als Anerkennung für seine Verdienste trug er sich in das Ehrenbuch der Stadt Malchin ein.