Am 24. April wurde die Veranstaltung „Die Welt isst zusammen“ zu einem eindrucksvollen Fest der Begegnung, Vielfalt und Gemeinschaft. Über 100 Menschen verschiedenster Nationalitäten kamen im „Wasserwerk der Zukunft“ zusammen, um miteinander zu essen, zu feiern und sich auszutauschen. Die herzliche Atmosphäre zeigte von Beginn an, wie verbindend gemeinsames Essen und persönliche Begegnungen sein können.
Ein besonderer Höhepunkt waren die köstlichen Speisen, die von Geflüchteten aus der Unterkunft in Malchin und in Peenhäuser mit viel Engagement und Liebe zubereitet wurden. Die Vielfalt der Gerichte spiegelte die kulturelle Vielfalt der Anwesenden wider und lud dazu ein, neue Geschmäcker kennenzulernen.
Auch musikalisch bot der Abend ein abwechslungsreiches Programm. Der junge Sänger Khaled Chouk begeisterte das Publikum mit arabischen Liedern, während eine kurdische Sängerin mit eindrucksvollen kurdischen Liedern für bewegende Momente sorgte. Im Anschluss wurde gemeinsam getanzt, gelacht und gefeiert – ein lebendiges Zeichen für Zusammenhalt über kulturelle Grenzen hinweg.
Neben Genuss und Musik gab es auch Raum für persönliche Geschichten und ernsthafte Gespräche. Die Interviewpartnerinnen und -partner standen beispielhaft für gelungene Integration. Besonders eindrucksvoll war die Geschichte von Tamam al Rifai, der als sehr geschätzter Physiotherapeut in Malchin arbeitet und bei seinen Patientinnen und Patienten große Anerkennung genießt. Dania Souk, bereits ausgebildete Medizinische Fachangestellte, berichtete eindrucksvoll aus ihrem beruflichen Alltag im Gesundheitswesen. Mohamad al Shibli war Ko-Veranstalter des Abends, moderierte die Interviews und gab selbst Einblicke in die aktuelle Situation in Syrien. Gerade vor dem Hintergrund der öffentlichen Debatte über mögliche Rückkehrperspektiven syrischer Migrantinnen und Migranten machte sein Beitrag deutlich, wie schwierig und desolat die reale Lage vor Ort weiterhin ist. Die Gespräche gaben berührende und wichtige Einblicke in Lebensrealitäten, die oft zu wenig gehört werden.
„Die Welt isst zusammen“ war damit weit mehr als eine gemeinsame Mahlzeit. Die Veranstaltung wurde zu einem Ort des Austauschs, des gegenseitigen Verständnisses und der gelebten Vielfalt – ein rundum gelungener Abend, der allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.