Am 30.04.2026 wurde die bauliche Umsetzung unseres Moorprojekts: „Optimierung der hydrologischen Verhältnisse in der Biergraben- Niederung bei Malchin“ beendet.
In der ca. 300 Hektar großen Biergraben-Niederung bei Malchin sind jetzt etwa 59 Hektar der entwässerten Moorwiese zwischen den Orten Basedow und Viezenhof hydrologisch verbessert.
Die Verbesserung wurde durch den Rückbau von Rohrdurchlässen bzw. Rohrleitungen, sowie Drainagen und den Bau von 25 Grabenplomben (einfache technische Ausführung) aus örtlichem Boden mit seitlicher Auslenkung des Abflusses in die Seitengräben des Biergrabens erreicht. Sie soll den Wasserstand in der Fläche dauerhaft auf mindestens 10 cm unter Geländeoberkante in den nächsten Monaten ansteigen lassen. Dadurch stellt sich ein weitgehend ausgeglichener Wasserstand im Jahresverlauf auf der Fläche ein.
Schon jetzt sind die Auswirkungen der baulichen Maßnahmen in der Zeit vom 17.03. bis zum 30.04.2026 deutlich zu beobachten. In den Gräben und in den südlichen Randbereichen der Fläche ist der Anstieg des Wasserstandes gut zu erkennen.
In absehbarer Zeit wird noch ein Messpegel zur Ablesung der Wasserstände in den Abschnitt des Biergrabens, der in der hydrologisch verbesserten Fläche liegt, gesetzt. Er wird vom WBV betreut und ermöglicht eine Kontrolle des Projektziels.
Der angestrebte Wasserrückhalt bietet einen Puffer in den Trockenperioden und Grundwasserschutz, sowie eine Kühlung des lokalen Klimas bei Hitzewellen. Des Weiteren stoppt er die Mineralisierung des Torfs, reduziert die Emission von Treibhausgasen und ermöglicht bei leichtem Überstau wieder ein Moorwachstum. Die Biomasse der Feuchtwiesen-Mahd soll energetisch und stofflich weiterverwertet werden.
Die Stadt Malchin dankt dem Planungsbüro Stephan Reimann, Wasser & Moor aus Schorfheide und der ortsansässigen Baufirma Koch für die zügige und erfolgreiche Umsetzung der baulichen Maßnahmen. Ebenso dankt sie dem Kompetenzzentrum Ökowertpapiere im Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt für die Finanzierung. Ein besonderer Dank gilt dem Landwirtschaftsbetrieb Jan-Philipp Reimers in Viezenhof, ohne dessen Kooperation das Moorprojekt nicht zustande gekommen wäre.