Am 2. Mai 2026 versammelten sich rund 20 Bürgerinnen und Bürger in Malchin, um den Antifaschisten Walter Block und Karl Dressel zu gedenken. Die Veranstaltung am Gedenkstein am Walter-Block-Stadion wurde von der Fraktion BSW/DIE LINKE organisiert.
Zu Beginn begrüßte die Stadtvertreterin Petra Tertel die Anwesenden und erinnerte an den Anlass des Zusammenkommens. Anschließend sprach Gerold Lehmann, stellvertretender Landesvorsitzender des BSW. In seiner Rede betonte er, wie wichtig es sei, die Erinnerung an die beiden Malchiner wachzuhalten, die kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs ermordet wurden. Gerade in der heutigen Zeit, so Lehmann, sei dieses Gedenken von besonderer Bedeutung. Er verwies auf aktuelle Konflikte weltweit und warnte vor einer zunehmenden Militarisierung der Sprache und Politik. Begriffe wie „Kriegstüchtigkeit“ dürften nicht zur Normalität werden.
Lehmann hob hervor, dass Walter Block und Karl Dressel den Mut hatten, sich der Kriegslogik entgegenzustellen und für Menschlichkeit sowie Freiheit einzutreten. Ihr Schicksal sei Mahnung und Auftrag zugleich: Haltung zu zeigen, nicht wegzusehen und nicht zu schweigen.
Zum Abschluss seiner Rede wurde ein antimilitaristisches Lied des Liedermachers Franz Josef Degenhardt „Eigentlich unglaublich, daß ihnen das immer wieder gelingt ...“ vorgetragen, das eindringlich die wiederkehrenden Rechtfertigungen von Kriegen über Generationen hinweg thematisiert.
Im Anschluss richtete Malchins Bürgermeister Axel Müller das Wort an die Anwesenden. Die Gedenkveranstaltung endete mit dem gemeinsamen Niederlegen von Kränzen und Blumen sowie einem stillen Moment des Erinnerns an die Opfer.