Das Gitarrenensemble „Saitenreißer“ sorgte für die musikalische Unterhaltung.
Bernd Wetzel (2.v.l.) wurde in der Gemeinde Basedow ausgezeichnet.
Mathias Abraham (2.v.l.) wurde in der Gemeinde Faulenrost ausgezeichnet.
David Oehlke wurde in der Gemeinde Gielow ausgezeichnet.
Sebastian Rehberg (li.) wurde in der Seegemeinde Kummerow ausgezeichnet.
Jan Tessin (2.v.l.) erhielt die Auszeichnung für die Stadt Malchin.
Sigmar Bagowski von Kicker 69 Malchin (2.v.l.) erhielt die Auszeichnung für die Stadt Malchin.
Brigitte Stübs vom FSV 1919 Malchin (2.v.l.) erhielt die Auszeichnung für die Stadt Malchin.
Die Malchiner Babybörse erhielt die Auszeichnung für die Stadt Malchin.
Mit Musik, bewegenden Worten und großem Dank hat das Amt Malchin am Kummerower See am 27. Mai 2026 seinen inzwischen traditionellen „Tag des Ehrenamtes“ begangen. Bereits zum neunten Mal wurden Menschen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für ihre Gemeinden und das gesellschaftliche Miteinander einsetzen.
Für den musikalischen Auftakt sorgte das Gitarrenensemble „Saitenreißer“ der kultur.schule. Die jungen Musiker begeisterten das Publikum mit drei Liedern, darunter „Livin’ on a Prayer“ von Jon Bon Jovi sowie „Skyfall“ von Adele. Eine Zugabe durfte angesichts des begeisterten Applauses natürlich nicht fehlen.
Amtsvorsteher André Ebeling begrüßte die Gäste und erinnerte daran, dass die Veranstaltung seit 2017 durchgeführt wird. Insgesamt wurden in dieser Zeit bereits 148 Menschen aus dem Amtsbereich für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt.
„Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit ist das Ehrenamt hoch einzuschätzen“, betonte Ebeling. Gleichzeitig bedauerte er, dass die Peenestadt Neukalen in diesem Jahr nicht an der Ehrung teilnahm. Dort werden die Ehrenamtlichen im Rahmen der Feierlichkeiten zum 745-jährigen Stadtjubiläum am 6. Juni gesondert ausgezeichnet. „Wir würden uns freuen, wenn sie im nächsten Jahr wieder dabei sein könnten“, sagte Ebeling.
Die Festrede hielt der stellvertretende Landrat der Mecklenburgischen Seenplatte, Arne Kröger. Er vertrat Landrat Thomas Müller, der kurzfristig zu einem Termin nach Schwerin musste. Kröger sprach von der enormen Bedeutung des Ehrenamtes und bezeichnete die freiwillig Engagierten als „leisen Motor“, den man oft erst bemerke, wenn er fehle.
Zugleich verwies er auf die steigende Zahl ehrenamtlich engagierter Menschen in Deutschland. Rund 28,8 Millionen Bürgerinnen und Bürger engagierten sich inzwischen freiwillig für das Gemeinwohl – das seien etwa 40 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren.
Die Ehrungen nahmen anschließend Amtsvorsteher André Ebeling gemeinsam mit der Ersten Stadträtin Manuela Rißer sowie den jeweiligen Bürgermeistern vor.
Aus der Gemeinde Basedow wurde Bernd Wetzel ausgezeichnet. Er engagiert sich bei Festen, unterstützt beim Winterdienst und gilt als stets hilfsbereiter Mitstreiter im Dorfleben.
Für die Gemeinde Kummerow erhielt Sebastian Rehberg die Auszeichnung. Sein Einsatz gilt insbesondere der Absicherung des Seeschwimmens sowie dem Rettungsdienst. Als Rettungsschwimmer sorgt er gemeinsam mit weiteren Helfern und Booten für Sicherheit auf dem Wasser – besonders wichtig in einer Gemeinde ohne eigene Freiwillige Feuerwehr und Katastrophenschutzeinheit.
In Faulenrost wurde Mathias Abraham geehrt. Obwohl er keinem Verein angehört, kümmert er sich mit großem Einsatz um die Pflege der Wege in und um den Ort.
Für die Gemeinde Gielow erhielt David Oehlke die Ehrung. Der Fußballer engagiert sich im Vorstand des SV Gielow und bringt sich zudem aktiv in die Gemeindepolitik ein.
Mehrere Ehrungen gingen an engagierte Persönlichkeiten aus der Stadt Malchin.
Ausgezeichnet wurde unter anderem Jan Tessin. Seit 30 Jahren prägt er das kulturelle Leben der Stadt als Musiker und „Mecklenburger Cowboy“. Zudem ist er als Radiomoderator, sachkundiger Einwohner und besonders in der Kinder- und Jugendarbeit aktiv. Vielen ist er außerdem als singender Weihnachtsmann bekannt.
Große Anerkennung erhielt auch Brigitte Stübs vom FSV 1919 Malchin. Seit 27 Jahren engagiert sie sich ehrenamtlich für den Verein und ist dort weit mehr als nur Helferin. Als „Tante Gitti“ ist sie generationenübergreifend bekannt und geschätzt. Ob hinter dem Verkaufstresen bei Heimspielen, bei Vereinsfeiern oder Skatabenden – sie ist immer da, organisiert, hilft und sorgt dafür, dass sich alle wohlfühlen. Viele Mitglieder sehen in ihr die „gute Seele“ des Vereins.
Posthum wurde außerdem Andreas Mohrholz geehrt. Der langjährige Leiter des Malchiner Bauhofes hatte die Einrichtung von 2008 bis Ende 2024 geführt. Darüber hinaus engagierte er sich über viele Jahre hinweg mit großer Leidenschaft in der Feuerwehr – zunächst als Feuerwehrmann, später als Wehrführer und Amtswehrführer. Er galt als verlässlicher Kamerad, Ausbilder und Führungspersönlichkeit, die Verantwortung nicht nur übernahm, sondern lebte. Die Ehrung erinnerte an einen Menschen, der sowohl beruflich als auch im Ehrenamt tiefe Spuren hinterlassen hat.
Für sein jahrzehntelanges Engagement beim Verein Kicker 69 Malchin wurde Sigmar Bakowski ausgezeichnet. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des früheren Vereins FUGEMA mbH Malchin e.V. und war über viele Jahre als Kassenwart tätig. Bis heute organisiert er Trainingsmöglichkeiten und pflegt mit großem Einsatz die langjährige Partnerschaft zum Thüringer Verein SG Roda/Ilmenau.
Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Malchiner Babybörse, vertreten durch Elisabeth Schnepf-Frahm, Maria Milbrandt, Nicole Miethbauer und Anja Geschwandtner. Mit ihrem Engagement unterstützen sie seit Jahren Familien und schaffen eine wichtige Anlaufstelle für junge Eltern.
Der „Tag des Ehrenamtes“ machte erneut deutlich, wie unverzichtbar freiwilliges Engagement für das gesellschaftliche Leben in den Städten und Gemeinden des Amtes Malchin am Kummerower See ist. Viele der Geehrten wirken oft im Hintergrund – doch ohne ihren Einsatz würde vieles nicht funktionieren.